Bärlauch erkennen und sammeln?
Know-how

Bärlauch erkennen und sammeln?

Bärlauchsammeln macht Spass, ist aber nicht ungefährlich. Denn dieser ähnelt den ungeniessbaren Maiglöckchen und den sehr giftigen Herbstzeitlosen. Es gibt jedoch klare Unterscheidungsmerkmale.

So erkennst du Bärlauch:

  1. Am Geruch:
    Bärlauch duftet nach Knoblauch, wenn du ihn zwischen den Fingern zerreibst. Doch es ist besser, sich nicht auf den Duft zu verlassen, da der intensive Bärlauchduft schnell an den Fingern haftet. Zerreibt man dann ein Maiglöckchenblatt, duftet dieses vielleicht auch nach Knoblauch, nur weil der Duft von den Händen aufs Blatt übergegangen ist.
  2. Am Aussehen:
  • Der Bärlauch wächst im Gegensatz zu Herbstzeitlosen und Maiglöckchen einzeln aus dem Boden. Jedes Blatt hat einen eigenen, langen, dünnen Stiel. Man pflückt also einzelne Stiele, die direkt aus der Erde wachsen – pro Blatt ein Stiel.
  • Eine weitere Eigenheit von Bärlauch: die Blattnarbe auf der Rückseite. Das Blatt sieht aus, als wäre es einmal in der Mitte längs gefaltet worden. Zudem ist die Rückseite von Bärlauch matt. Bei den anderen beiden Pflanzen glänzen die Blätter auf beiden Seiten.
  • Auch die Blüten sind ein gutes Bestimmungsmerkmal. Bärlauch hat einzelne, längliche Knospen. Maiglöckchen hingegen verdanken ihren Namen ihrem Aussehen, da die Blüten an kleine Glöckchen erinnern. Bevor diese in Blüte stehen, erkennt man sie an ihrer kugeligen, traubenförmigen Anordnung. Die Herbstzeitlosen blühen in der Regel nur im Herbst und sehen aus wie Krokusse. Vor ihnen musst du dich besonders in Acht nehmen, denn sie sind extrem giftig.

Wie genau Maiglöckchen, Bärlauch und Herbstzeitlose aussehen, zeigen wir dir am Ende des Artikels.

Weitere Tipps zum Bärlauchsammeln

  • Damit sich die Pflanzen erholen können und du auch im nächsten Frühjahr wieder Bärlauch sammeln kannst, solltest du pro Pflanze nur jeweils ein Blatt pflücken und die Blätter nicht aus der Erde reissen, weil es die Wurzeln beschädigen kann.
  • Am besten schneidest du die Blätter mit einem Sackmesser ab und sammelst nur dort, wo es grosse Bärlauchbestände gibt. In Naturschutzgebieten ist das Sammeln von Bärlauch verboten.
  • Sammle Bärlauch am besten nur bis zur Blüte, denn danach ist er weniger aromatisch. Gleichzeitig hilft diese Regel, dem Bärlauch eine Regenerationsphase für das nächste Jahr zu geben.

Barläuch geniessen

Bärlauch kann man roh oder gekocht essen – z. B. unter den Salat gemischt oder zu einem würzigen Pesto verarbeitet. Wenn du den Bärlauch roh geniesst, ist es wichtig, dass du ihn – wie übrigens alle Wildpflanzen aus dem Wald – sehr gut mit heissem Wasser wäschst.

Rezepte & Kochideen

Feine Bärlauch-Rezepte

Bärlauch, Maiglöckchen und Herbstzeitlose erkennen

  • Bärlauch: einzelne, längliche Knospen

  • Maiglöckchen: Blüten in Glockenform

  • Herbstzeitlose: krokussähnlich und extrem giftig

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