Schule

Konsum im kulturellen Vergleich

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Schule

Konsum im kulturellen Vergleich

Die Schülerinnen und Schüler lernen Konsumgewohnheiten aus der ganzen Welt kennen und vergleichen diese mit den eigenen.

Unterrichtsplanung

Zeitbedarf: ca. 2 Lektionen

Einflüsse auf Konsum (45 Min.)

Einstieg: Die Lehrperson teilt die Klasse in Gruppen von 3 bis 4 Schüler:innen ein. Jede Gruppe erhält jeweils eine Fotografie einer Familie, die Lebensmittel vor sich ausgebreitet hat (digital oder gross ausgedruckt auf A4/A3). In den Gruppen diskutieren die Schülerinnen und Schüler nun folgende Fragen zu ihrer Fotografie:

  • Wie viele Familienmitglieder hat die Familie?
  • Welche Lebensmittel konsumiert die Familie? Was fällt euch besonders auf? Was kennt ihr, was nicht?
  • Woher könnte diese Familie kommen? Warum vermutet ihr das?
Je nach Land sieht der Wocheneinkauf ganz anders aus.

Je nach Land sieht der Wocheneinkauf ganz anders aus.

Familiengeschichten

Aufgabe: Jede Gruppe macht sich Notizen zu ihrer Fotografie. Anschliessend werden die verschiedenen Fotografien im Plenum präsentiert. Die Gruppen berichten von ihrem Austausch und begründen ihre Vermutungen. Dabei können die ausgedruckten Fotos zum Beispiel an der Wandtafel fixiert, im Kreis ausgelegt oder via Beamer gezeigt werden.

6 Beispielbilder (eine Auswahl):

In der Klasse werden nun die wichtigsten Einflussfaktoren auf den Lebensmittelkonsum der Familien erarbeitet und an der Tafel notiert. Dazu fragt die Lehrperson: Was vermutet ihr, was könnte die Konsumentscheidung eurer Familie auf der Fotografie beeinflusst haben? Die Schülerinnen und Schüler beschreiben in ihren Worten, und die Lehrperson hält die wichtigsten Stichworte an der Tafel fest. Danach kann beispielsweise nach folgendem Raster geclustert werden:

Kaufsituation

Produkteigenschaften

Lokale Verfügbarkeit des Produkts (Herkunft)

Preis

Saisonalität

Qualität

Art der Einkaufsstätte

Geschmack

Auswahl an Produkten

Aussehen/Frische

Wetter/Klima

Gesundheit

Zeit

Produktmenge oder -grösse

Aktionen

Haltbarkeit

Spontaneinkäufe oder geplant

Gestaltung der Verpackung/Werbung

Präsentation der Produkte

Herstellungsweise (Freiland, ökologisch)

Convenience (stark verarbeitete Lebensmittel zur schnellen Zubereitung

Kulturelle und soziale Faktoren

Persönliche Faktoren

Kulturelle oder soziale Werte und Normen

Vorlieben

Kulinarische Traditionen

Gewohnheit

Lebensstil

Persönliche Einstellungen und Glauben
(Umwelt, Gesundheit, Religion etc.)

Einkommen

Ziele und Erwartungen

Bildung

Erfahrungen

Familie

Alter

Allergien / Unverträglichkeiten

So kaufen 16- bis 30-Jährige ein

Zur Diskussion wird folgende Befragung von jungen Erwachsenen (18 bis 30 Jahre) zu ihrem Einkaufsverhalten betrachtet:

Wie stark achten Sie beim Einkauf von Lebensmitteln auf folgende Kriterien? Ich achte darauf, dass das Produkt…

Quelle: Strategische Einstellungsmessung, Swissmilk, 2021

Quelle: Strategische Einstellungsmessung, Swissmilk, 2021

Das Auge kauft mit.

Das Auge kauft mit.

Wie konsumiere ich? (30 Min.)

Nach der Auseinandersetzung mit dem Lebensmittelkonsum verschiedener Familien nehmen die Schülerinnen und Schüler nun ihren eigenen Konsum unter die Lupe. Dazu lösen sie das Arbeitsblatt «Wie konsumiere ich?» in Einzel- und Partnerarbeit. Sie beantworten Fragen zu ihrem persönlichen Konsumverhalten und überlegen, von welchen Einflussfaktoren (siehe auch Statistik) sie sich leiten lassen. Danach werden ein paar Stimmen im Plenum angehört, um ein Bild der Klasse zu erhalten und (mögliche) Trends zu diskutieren.

Die Schülerinnen und Schüler erhalten nun den Auftrag, ihren Wocheneinkauf zu dokumentieren. Sie sollen dabei selber Fotos vom Wocheneinkauf ihrer Familie machen oder alternativ von einem typischen Mittag- oder Abendessen. Sie bringen die Fotos ausgedruckt oder digital in den Unterricht mit. Diese werden dann in Gruppen oder im Plenum betrachtet, und die Schülerinnen erzählen kurz, was sie gekauft haben und welche Faktoren diesen Einkauf beeinflusst haben. Wichtig ist, dass nicht gewertet wird.

Ideen zur weiteren Vertiefung

  • Die entstandenen Bilder können beispielsweise im Klassenzimmer aufgehängt werden; so entsteht eine kleine Foto-Ausstellung unter dem Titel: «So konsumiert unsere Klasse»
  • Die Familien der Schülerinnen und Schüler könnten bei einem Elternabend ein typisches Familiengericht mitbringen, oder die Klasse organisiert einen kleinen Pausenschmaus mit ausgewählten Klassen-Snacks.
  • Den Lehrfilm «Clever einkaufen und Food Waste vermeiden» schauen und Tipps fürs bewusste Einkaufen auf einem Plakat festhalten
  • Food Waste thematisieren
  • Gemeinsam sammeln, wo überall Lebensmittel eingekauft werden können. Was unterscheidet den Einkauf auf einem Wochenmarkt vom Einkauf bei einem Grossverteiler? Die SuS listen Einkaufsstätten auf und diskutieren Vor- und Nachteile (z.B. langsam und regional vs. schnell und verarbeitet).

Kompetenzbereiche und Lernziele

WAH 3.1. Einflüsse auf Konsum

Die Schülerinnen und Schüler...

a.) können Lebensstile vergleichen und Gemeinsamkeiten und Unterschiede beschreiben (z.B. Eigentum, Gewohnheiten, Ressourcenverbrauch, Umgang mit Wahlfreiheit, Werthaltungen).

b.) können unterschiedliche Einflüsse auf die Gestaltung des Konsumalltages erkennen und benennen, sowie deren Bedeutung für das eigene Konsumieren reflektieren (z.B. Marktangebot, finanzielle Ressourcen, Medien, soziales Umfeld).