Dulce de leche: Prinzessin aller Pasten
Dulce de leche: Prinzessin aller Pasten
Es war einmal …
Es war einmal ein Königreich, umringt von Bergen aus Muffins und Cupcakes, wo Sirup in Strömen floss und Häuser nicht aus Backsteinen, sondern aus Wiener Waffeln gebaut waren. Dort, in diesem honigsüssen Land, regierten König Karamell und Königin Kondensmilch. Eines Tages entsprang ihrer Liebe ein Kind – eine Prinzessin, süsser als alle anderen Kinder. Ihr Name: Dulce de leche.
Der Ausflug in die Welt der Fantasie ist bei der Beschreibung der südamerikanischen Spezialität fast zwingend: So märchenhaft gut schmeckt sie. Die cremig-luxuriöse Paste krönt jeden Eisbecher, verzaubert jede Torte, adelt als Aufstrich sogar die einfache Scheibe Brot. Dabei ist sie eigentlich ein supersimples Produkt.
1. Was ist Dulce de leche?
Dulce de leche besteht aus Milch, Zucker und – nach Belieben – Vanille, Zimt oder etwas Salz. Die Mischung wird eingekocht, bis der Zucker caramelisiert und sich alles in eine cremige, goldbraune Paste verwandelt.
Noch einfacher ist die Zubereitung mit gezuckerter Kondensmilch: Die Tube oder Dose wird rund anderthalb Stunden im Wasserbad erhitzt und danach abgekühlt – fertig ist die "Milchkonfitüre".

Dulce de leche aus der eigenen Küche
- 3h40min
- Vegetarisch
2. Wozu verwendet man Dulce de leche?
Bevor man Dulce de leche weiterverwendet, ist Qualitätskontrolle angesagt. Hierzu so viel Dulce de leche wie möglich direkt aus der Dose in den Mund löffeln. Stimmt die Qualität, steht dem Einsatz der Paste nichts mehr im Weg: Sie schmeckt, leicht angewärmt, hervorragend zu Vanille- oder Schokoladenglace. Auch im Kaffee oder als Brotaufstrich macht sich die Caramelnote gut. Zur Höchstform läuft Dulce de leche aber als Zutat selbst gemachter Gebäcke auf – und sie ist ein absoluter Renner in der Kategorie "Geschenk aus der Küche".
3. Wer hats erfunden?
Was so fein ist, beanspruchen viele für sich. Doch wer Dulce de leche wirklich erfunden hat, weiss man bis heute nicht genau. Um die süsse Erfindung streiten sich mehrere Länder, allen voran Argentinien und Uruguay. Die schönste Legende ist die der vergesslichen argentinischen Köchin: Eine Bedienstete des Diktators Juan Manuel de Rosas liess einen Topf mit Milch zu lange auf dem Herd stehen. Ein verständliches Malheur, fand an jenem Tag im Jahr 1829 doch gerade ein wichtiges Treffen ihres Herrn mit dessen politischem Rivalen Juan Lavalle statt. Viel los auf dem Gutshof also. Als die Köchin ihr Versehen bemerkte, war aus Milch und Zucker eine dicke, braune Crème geworden. Der Rest ist Geschichte.






