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Allergieprävention durch Verzicht?

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Allergieprävention durch Verzicht?

Hast du Sorge wegen einer Lebensmittelallergie bei deinem Kind? Wir verraten dir, warum Verzicht keine Lösung ist. Und wie du einer Milcheiweissweissallergie und Co. sinnvoll vorbeugen kannst.

Allergieprävention: Verzicht ist keine Lösung.

Hast du gewusst? Theoretisch können alle Lebensmittel eine Allergie auslösen. In der Allergieprävention gingen Forscher davon aus, dass Babys möglichst lange vor allergieauslösenden Stoffen geschützt werden müssen. Untersuchungen der letzten Jahre haben aber gezeigt: Verzicht bewirkt offenbar genau das Gegenteil. Statt eine Allergie zu verhindern, fördert Verzicht sie. Potenziell allergieauslösende Lebensmittel wie Fisch, Eier, Milch oder glutenhaltige Nahrungsmittel solltest du deshalb nicht weglassen. Setze stattdessen auf eine ausgewogene, vielseitige Ernährung, die alle regionalen Lebensmittel nutzt. So schützt du dein Baby bestmöglich vor einer eventuellen späteren Allergie.

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Milcheiweissallergie - was tun?

Stillen als Allergieprävention?

In der Tat. Heute gilt: Muttermilch ist die beste Vorsorge gegen Allergien. Sie enthält schützende Antikörper und Spuren aus den Lebensmitteln, die du als stillende Mutter isst. Stille daher vier bis sechs Monate ausschliesslich. So lernt das junge Immunsystem deines Babys die verschiedensten Stoffe kennen und tolerieren. In der Stillzeit solltest du dich abwechslungsreich und ausgewogen ernähren. Und damit auch Kuhmilch, Weizen, Eier und Fisch nicht ausschliessen.

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Wissenswertes zur Ernährung in der Stillzeit

Mit Brei nicht warten

Die Beikosteinführung ist Training für das Immunsystem. Deshalb solltest du auch hier nicht auf bestimmte Lebensmittel verzichten. Experten raten: Meide mögliche Allergene nicht. Konfrontation ist die bessere Methode, damit dein Kind eine Toleranz gegenüber den Lebensmitteln entwickeln kann. Der beste Zeitpunkt dafür scheint zwischen der 17. und 24. Lebenswoche zu liegen. Füttere dein Baby also auch mit Lebensmitteln wie Fisch, Milchprodukte, Getreide, Eier und gemahlene Nüsse. Wichtig dabei: Probiere immer nur einzelne Lebensmittel im Abstand von etwa drei Tagen aus. So kannst du mögliche Unverträglichkeiten erkennen. Das Allergierisiko kannst du zwar nie ganz verhindern, so aber zumindest mindern.

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Babynahrung: Rezepte und Tipps

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Tipps zur Allergieprävention:

  1. Halte keine Diät während der Schwangerschaft und Stillzeit.

  2. Stille mindestens vier Monate.

  3. Beginne mit Beikost nach dem vollendeten vierten Monat und spätestens mit Beginn des sechsten Monats.

  4. Führe Fisch innerhalb des ersten Lebensjahres ein.

  5. Füttere dein Baby nicht mit sojabasierter Säuglingsmilch: Sie selbst kann Allergien auslösen.

  6. Vermeide schimmelpilzförderndes Innenraumklima.

  7. Setze das Kind keinem Zigarettenrauch aus und meide sonstige Luftschadstoffe.

Ernährungsfragen? Wir helfen gerne.

Susann Wittenberg

Oecotrophologin BSc
Telefon 031 359 57 57

Regula Thut Borner

Ernährungsberaterin SVDE
Telefon 031 359 57 58