Medienmitteilung – Milchmarkt

Sehr viel Swissness beim CH-Rau­fut­ter – Milch­pro­duk­ti­on senkt Food-Was­te!

25.09.2018 – Eine Recherche der Organisation der Schweizer Milchproduzenten SMP zeigt, dass Schweizer Raufutterverzehrer zu 91.6% mit inländischem Futter und zu 86.6% mit einheimischem Raufutter gefüttert werden. Damit ist die Schweiz im ausländischen Vergleich Spitze. Dieser Standortvorteil kann nur erhalten bleiben, wenn genügend Fläche zur Raufutterproduktion zur Verfügung steht. Nur 8.4% der Futtermittel werden importiert und davon sind rund die Hälfte Nebenprodukte aus der Lebensmittelherstellung.

Die Schweiz ist ein Wasser- und Grasland und die Milchproduktion ist standortangepasst. Fütterung von Milchvieh auf der Basis von Schweizer Raufutter ist demnach absolut sinnvoll. Allerdings ist die Fütterungspraxis für aussenstehende unübersichtlich. Bei genauem Hinsehen wird die Milchviehhaltung in ein noch positiveres Licht gerückt.

Schweizer Raufutterverzehrer fressen Schweizer Futter
Raufutterverzehrer (Hauptsächlich Milchvieh, Kälber, Rinder Schafe, Ziegen und Pferde) fressen zu 91.6% Futter mit Schweizer Herkunft. Der überragend grosse Teil davon ist mit 86.6% inländisches Raufutter. Der Anteil ausländisches Raufutter ist mit 2.2% sehr klein. Damit liegt es auf der Hand, dass die Produktion von Raufutter in der Schweiz erhalten oder gar gefördert werden muss. Der Bund kann mit geeigneten Anpassungen bei den Produktionssystembeiträgen wie bei der graslandbasierten Milch- und Fleischproduktion (GMF) in der künftigen AP22+, die richtigen Anreize setzen.

Milchkühe verhindern Food-Waste
Bei der Herstellung von Lebensmitteln aus Getreide fällt als Abfallprodukt Extraktionsschrot an, welches aber durchaus wertvoll ist und daher in der Tierfütterung eingesetzt wird. In der Milchviehfütterung ist vom eingesetzten Kraftfutter (rund 10% der Gesamtration)  rund 6.4% Extraktionsschrot aus der Nahrungsmittelproduktion. Dank der Milchviehfütterung wird dieser wertvolle Rohstoff also verwendet und nicht ungenutzt entsorgt. Das ist aktives "Anti-Food-Waste". Laut dem Sojanetzwerk Schweiz stammt zudem über 96% des eingesetzten Sojas/Sojaschrotes aus nachhaltigem und zertifiziertem Anbau (Sojanetzwerk Schweiz)

Auch Heimtiere fressen Rau- und Kraftfutter
Auch unter den Heim- und Zootieren gibt es Raufutterverzehrer. Als Heimtiere deklarierte Pferde, Nager und Zootiere sind für rund 2% der importierten Futtermittel verantwortlich, ohne für die menschliche Ernährung und die Nahrungsmittelversorgung einen Stellenwert zu haben.

Weitere Aus­künf­te

Thomas Reinhard
Projekte und Support
031 359 54 82

Reto Burkhardt
Leiter Kommunikation SMP
079 285 51 01

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