Medienmitteilung – Milchmarkt

Milch­pro­du­zen­ten nehmen die AP 2022+ ins Visier

12.05.2017 – Der Vorstand der Schweizer Milchproduzenten SMP hat an seiner Sitzung vom 11.5.2017 den Bericht des Bundes "Perspektiven im Milchmarkt" zur Kenntnis genommen. Aufbauend darauf werden nun die strategische Stossrichtung für die Schweizer Milchproduktion definiert und die Forderungen für die AP 2022+ abgeleitet. Zudem war sich der SMP-Vorstand einig, dass der Weiterentwicklung des Tierwohlprogrammes RAUS die Anzahl teilnehmender Betriebe nicht negativ beeinflussen darf. Sonst fehlt eine wichtige und in der Gesellschaft breit akzeptierte Voraussetzung für die Mehrwertstrategie Milch. Die Stellungnahme zum Agrar-paket 2017 wurde entsprechend verabschiedet. Die neu verabschiedete Strategie des Basismarketings Schweizer Milch basiert auf den Grundpfeilern Herkunft, Gesundheit und Genuss.

Der Bericht "Perspektiven im Milchmarkt" zeigt deutlich auf, in welcher Richtung der Bundesrat die Milchproduktion in der Schweiz entwickeln will. Einerseits ist erfreulich, dass die sektorielle Öffnung der weissen Linie kein Thema mehr ist, anderseits muss darauf geachtet werden, dass jetzt nicht viele Produktionsbetriebe noch weiter benachteiligt werden. Die SMP nimmt die vorgeschlagenen Themenfelder aus dem Bericht auf und beurteilt diese vor den eigenen Vorstellungen der zukünftigen Entwicklungen.

SMP bringt sich in die Diskussion um die Zukunft ein
Eine Arbeitsgruppe mit internen und externen Personen wird beauftragt, die strategische Stossrichtung für die Milchproduktion auszuarbeiten. Dies wird die Grundlage sein, damit der Vorstand im Sommer 2017 die eigenen Ansprüche und Forderungen an die Agrarpolitik 2022 formulieren kann. Diese werden in die Diskussion um die AP 2022+ eingebracht.

Agrarpaket 2017 – zukunftsgerichtete Betriebsstrategien und den Absatz fördern
Die Stellungnahme zum Agrarpaket 2017 steht momentan in der ganzen Landwirtschaft im Fokus. Auch für den Vorstand der SMP ist es zentral, dass darin die Rahmenbedingungen für die Milchproduktion verbessert werden. Im Agrarpaket 2017 ist dabei das RAUS-Programm von entscheidender Bedeutung. Wenn die heute vorgesehene Verschärfung der Teilnahmeregelung eintritt, fallen tausende Betriebe aus dem Programm. Da dies gerade grössere Betriebe stark betreffen kann, sind auch viele Milchkühe davon betroffen. Mit einer Erhöhung der Beiträge muss insbesondere die Weidehaltung explizit gefördert werden. Der Bundesrat fordert in seinem Bericht zu den Perspektiven im Milchmarkt die Produzenten auf, sich gegenüber dem Ausland zu differenzieren und will gleichzeitig den Zugang der Milchkühe zur Weide administrativ erschweren. Das kann nicht der Weg sein. Der Vorstand der SMP begrüsst, dass hierzu eine breite Allianz mit den gleichen Anliegen gefunden wurde.
Für die Milchproduktion ist ein guter Absatz zentrale Voraussetzung für einen ausgewogenen Markt. Aus diesem Grund engagiert sich die SMP dafür, dass der Ko-Finanzierungsgrad bei der Absatzförderung unverändert bei 50% belassen wird.
Mit dem Fokus auf diese Punkte verabschiedet der Vorstand der SMP seine Stellungnahme zum Agrarpaket 2017.

Herkunft – Gesundheit – Genuss
Die Strategie des Basismarketings Milch wird regelmässig überprüft und die Massnahmen entsprechend abgeglichen. Der Vorstand bestätigte die neue Ausrichtung auf die drei Grundpfeiler Herkunft, Gesundheit und Genuss. Diese Ausrichtung ist nicht grundsätzlich neu, aber mit einer Verstärkung der Massnahmen, welche die Mehrwerte der Schweizer Milch (Herkunft) hervorheben, kann auf die aktuellen Herausforderungen reagiert werden. Die Differenzierung gegenüber dem Ausland wird in nächster Zeit eine der Hauptherausforderungen bleiben.

Weitere Aus­künf­te

Reto Burkhardt
Leiter Kommunikation SMP
079 285 51 01

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Milchproduzenten nehmen die AP 2022+ ins Visier (PDF, 61 KB)
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