Medienmitteilung – Milchmarkt

Erhöhung des A-Richt­prei­ses erzeugt Bewegung nach oben

22.09.2017 – Die Branchenorganisation Milch hat eine A-Richtpreiserhöhung um 3 Rappen auf 68 Rappen franko Rampe per 1. Oktober 2017 beschlossen. Die Organisation der Schweizer Milchproduzenten SMP hat nun die Auswirkungen auf die ausbezahlten Produzentenpreise erhoben, wie sie per 20. September 2017 angekündigt sind. Es zeigt sich, dass viele Milchkäufer die A-Preise um 3 Rappen erhöhen werden. Weiterhin wird der A-Richtpreis von aktuell rund 64-65 Rappen ab Hof aber selten erreicht. Das Augenmerk auf der weiteren Preisentwicklung bleibt deshalb bestehen.

Laut dem neuen Standardmilchkaufvertrag müssen die ausbezahlten Milchpreise spätestens am 20. des Monats für den kommenden Monat den Produzenten bekannt gegeben werden. Die SMP hat bei den Erstmilchkäufern nachgefragt.

Drei Rappen erhöht oder angekündet
Die SMP nimmt zur Kenntnis, dass die Anhebung des A-Richtpreises Wirkung zeigt. Viele Milchkäufer geben an, den A-Preis um rund 3 Rappen erhöhen zu wollen. Einige PO’s sind noch in Verhandlungen, beabsichtigen aber eine Erhöhung umzusetzen. Der A-Richtpreis der BO Milch von 68 Rappen franko Rampe entspricht rund 64-65 Rappen ab Hof. Auch wenn die ausbezahlten Preise weiterhin meistens tiefer sind, wurde eine leichte Verbesserung der Situation auf dem Molkereimilchmarkt erreicht.

B-Preisberechnung führt zu paradoxer B-Preissenkung

Der B-Richtpreis basiert auf dem Rohstoffwert eines Kilos Milch bei Verarbeitung zu Magermilchpulver für den Export auf den Weltmarkt und auf dem Butterpreis im Inlandmarkt. Weil die Magermilchpulverpreise international weiter tief sind und die Butterpreise in der Kalkulation des B-Preise fix sind, ergibt sich die paradoxe Situation, dass trotz international steigender Preise der B-Preis im Oktober gegenüber dem September um 0.9 Rappen auf 46.7 Rp. gesunken ist! Die SMP fordert deshalb seit langer Zeit zwei Sachen: Erstens müssen die Butterpreise im Detailhandel und in der Industrie, zusätzlich zur Anpassung an die Erhöhung des A-Milchpreises, deutlich angehoben und zweitens muss die Berechnungsgrundlage des offiziellen B-Richtpreises angepasst werden. In der EU sind die Preise für Butter-Blockware (25 kg-Block) inzwischen bei 7 Euro je Kilogramm (d.h.7 x 1.16 = 8.12 CHF/kg).

Tabelle: Milch­preis­er­hö­hun­gen per 1. Oktober

Milchkäufer welche 3 Rappen oder mehr auf den A-Milchpreis aufschlagen

Aaremilch; Biedermann; Cremo; Emmi; FTPL (Juli 2017); Lanz (3, netto 2 Rp.); LRG; Milco; mooh; Prolait; ZMP; Züger

 

Milchkäufer welche den A-Preis anheben werden, aber noch in Verhandlungen stehen. Betrag oder Zeitpunkt der Erhöhung noch nicht bekannt

Arnold; Fuchs-Imlig; Hochdorf; Schwyzer Milchhus; Strähl Käse

 

Milchkäufer ohne Angaben zum A-Milchpreis

ELSA; Thur Milch

 

Weitere Aus­künf­te

Heinz Minder
Wirtschaft und Internationales
079 267 05 22

Reto Burkhardt
Leiter Kommunikation SMP
079 285 51 01

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