Medienmitteilung – SMP

De­le­gier­ten­ver­samm­lung SMP 07.11.2012Entscheid zur Ba­sis­be­fra­gung bleibt aus­ge­setzt, SMP-Vor­stand soll später ent­schei­den.

07.11.2012 – Die Weichenstellung bei der Agrarpolitik mit der Reform 2014 – 2017 war ein zentrales Thema an der Delegiertenversammlung der Schweizer Milchproduzenten SMP. Vorsichtig optimistisch nahmen die Delegierten das Signal auf, dass sich die Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Ständerates mit knappem Mehr für die Abstufung der Grünlandbeiträge nach Tierbesatz aussprach. Die Delegierten wählten Christian Arnold (ZMP) und Marc Benoit (Prolait) neu in den Vorstand und unterstützten den SMP-Vorstand darin, über die Basisbefragung zu Massnahmen am Milchmarkt zu einem späteren Zeitpunkt zu entscheiden.

Die Umgestaltung der Agrarpolitik mit der Reform 2014 – 2017 beschäftigt die Milchproduzenten. Dies kam an der ordentlichen Herbst-Delegiertenversammlung der Schweizer Milchproduzenten SMP vom Mittwoch, 7. November 2012, deutlich zum Ausdruck. Denn wie auch immer das Parlament entscheiden wird, die Milchbauern werden gefordert sein, die veränderten Rahmenbedingungen in ihre Betriebsstrategie aufzunehmen. Mit Nachdruck hielt SMP-Präsident Peter Gfeller die wichtigsten politischen Forderungen aufrecht: Die Absicherung der Verkäsungs- und Siloverzichtszulage im Gesetz sowie die Abstufung der Grünlandbeiträge in Abhängigkeit des Tierbesatzes. Mit Befriedigung stellte Peter Gfeller fest, dass sich die Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Ständerates am Vortag mit einer - wenn auch knappen - Mehrheit dafür aussprach.

Bei den Tätigkeiten rund um die Organisation des Milchmarktes musste die SMP jedoch eingestehen, dass die gesteckten Ziele verfehlt wurden. Die Möglichkeiten, minimale Markt stabilisierende Massnahmen zu treffen, dürften sich unter den aktuellen politischen Voraussetzungen und dem Willen der Marktakteure wohl auf die Segmentierung des Milchmarktes beschränken. „Aus unserer Sicht ist die Umsetzung der Segmentierung aber eine sehr anspruchsvolle Aufgabe“, sagte Peter Gfeller. Damit die Segmentierung ihre Wirkung entfalten könne, müsse sie einigen Anforderungen genügen. Absolute Transparenz sowie die effektive Freiwilligkeit, C-Milch zu liefern oder nicht, seien zentrale Kriterien. Sowohl der Präsident wie auch der Direktor Albert Rösti drückten ihre Hoffnung aus, dass die Delegiertenversammlung der Branchenorganisation Milch den Antrag der SMP auf drei Vorstandssitze gut heissen werde. Die SMP sei bereit, in der Branchenorganisation Milch wieder eine aktive Rolle einnehmen.

Auf Antrag des Walliser Milchverbandes nahmen die Delegierten auch zur Basisbefragung Stellung, welche der Vorstand SMP im August angestossen hatte. Mit grossem Mehr folgten die Delegierten dem Vorstand. Der Entscheid über die Umfrage solle später gefällt werden, wenn mehr Klarheit darüber besteht, welche Rahmendbedingungen die Politik und die Branchenorganisation setzt, um gemeinsame Massnahmen zur Stabilisierung des Milchmarktes treffen zu können.

Ersatzwahlen in den Vorstand
Für die aus dem SMP-Vorstand zurückgetretenen Mitglieder Benjamin Henchoz (Prolait) und Moritz Erni (ZMP) wählte die Delegiertenversammlung Marc Benoit, Präsident Prolait, sowie Christian Arnold, Vorstand ZMP, in den Vorstand. Als Ersatz für Marc Benoit und den zurückgetretenen Suppleant Markus Wyss (BEMO), wählten die Delegierten Didier Roch (Prolait) und Thomas Hirsbrunner (BEMO).

Mit System erfolgreich Milch produzieren
Im Anschluss an die Delegiertenversammlung hielt Markus Höltschi vom LBBZ Hohenrain, ein aufschlussreiches Referat über die strategische Betriebsführung. Höltschi rief dazu auf, seine eigene Betriebsstrategie zu überdenken und nicht zu zögern, auch in schlechten Zeiten Anpassungen vorzunehmen. Denn nur wer ein System habe und dieses auch konsequent anwendet, könne erfolgreich Milch produzieren, sagte Höltschi.

Aus­künf­te

Peter Gfeller
Präsident SMP
Mobile 079 335 09 73
E-Mail peter.gfeller@swissmilk.ch

Albert Rösti
Direktor SMP
Telefon 031 359 52 11 / Mobile 079 255 88 56
E-Mail albert.roesti@swissmilk.ch

Christoph Grosjean-Sommer
Kommunikation Wirtschaft und Politik
Telefon 031 359 53 18 / Mobile 079 645 81 36
E-Mail christoph.grosjean@swissmilk.ch

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