Medienmitteilung – Milchpolitik

Wei­ter­ent­wick­lung der Agrar­po­li­tikSub­stan­zi­el­le Kor­rek­tu­ren er­for­der­lich

23.03.2011 – Die vom Eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartement in die Vernehmlassung gegebenen Vorschläge zur Weiterentwicklung der Agrarpolitik beinhalten einen starken Druck auf die produzierende Landwirtschaft. Bei der konkreten Ausgestaltung der Massnahmen braucht es noch bedeutende Korrekturen, damit auch die Milchproduzenten dazu ja sagen können.

Die Herausforderungen für die landwirtschaftliche Produktion in der Schweiz werden gross bleiben. Der Druck auf die Produzentenpreise ist und bleibt hoch, auch wenn mittel- und längerfristig die Nahrungsmittelversorgungen global wie auch in unserem Land wieder einen höheren Stellenwert erhalten wird. Die Schweizerische Landwirtschaft muss aber weiter in einem teuren Kostenumfeld, das sich voraussichtlich auch in den kommenden Jahren weiter verteuern wird, produzieren. Der Finanzrahmen für die Landwirtschaft muss deshalb für die Periode 2014-2017 zumindest entsprechend der allgemeinen Teuerung erhöht werden.

Positiv ist die Absicht zur Entwicklung einer starken Strategie zur Förderung und Kommunikation der Qualität der Schweizer Produktion und Produkte. Dies entspricht der Strategie, welche die SMP seit längerem verfolgt und unterstützt. Da diese Strategie aber langfristig ausgelegt ist, müssen parallel dazu zumindest in der Periode 2014-2017 auch die bewährten Instrumente der Marktstützung noch auf dem aktuellen Niveau gehalten werden.

Von zentraler Bedeutung für die Milchproduzenten ist die künftige Ausgestaltung der Direktzahlungen. Die vorgeschlagene bessere Ausrichtung auf die Ziele, um die Mittel auch längerfristig zu sichern, ist zu unterstützen. Bei der konkreten Ausgestaltung braucht es aber noch bedeutende Korrekturen. Es kann nicht sein, dass nachhaltig produzierende Betriebe bestraft werden und die Mittel einseitig nur noch auf das Eigentum an Nutzfläche und die Ökologie ausgerichtet werden. Die Umlagerung der tierbezogenen Beiträge in Flächenbeitrage darf nicht unabhängig vom Tierbesatz erfolgen.

Die SMP wird die Vorschläge des EVD in den kommenden Wochen eingehend prüfen und in Zusammenarbeit mit anderen Organisationen Stellung nehmen. Es bleibt zu hoffen, dass der Bundesrat die Anliegen der Landwirtschaft berücksichtigt und dem Parlament im kommenden Jahr eine Botschaft unterbreiten wird, welche dort von der Landwirtschaft unterstützt werden kann und eine Mehrheit finden wird.

Aus­künf­te

Albert Rösti 
Direktor SMP 
Telefon 031 359 52 11 / Mobile 079 255 88 56
E-Mail albert.roesti@swissmilk.ch

Kurt Nüesch 
Stellvertretender Direktor SMP
Telefon 031 359 54 11
E-Mail kurt.nueesch@swissmilk.ch

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Weiterentwicklung der Agrarpolitik (PDF, 58 KB)
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