Medienmitteilung – Milchproduktion

Mark­t­ent­las­tung ButterKä­serei­milch­pro­du­zen­ten verlangen ver­ur­sa­cher­ge­rech­te Be­tei­li­gung an der But­ter­ab­räu­mung

21.05.2010 – Die Käsereimilchproduzenten verlangen, dass die vier Millionen Franken, welche Fromarte der Branchenorganisation Milch für die Marktentlastung von Butter zugesichert hat, so weit wie möglich verursachergerecht verteilt werden. Die Vertreter der SMP-Kommission Käsereimilch unterstützen eine Beteiligung an der Marktentlastung von 3‘000 Tonnen Butter, die einen Finanzierungsbedarf von insgesamt 15 Millionen Franken aufweist, ausdrücklich. Sie lehnen jedoch die Empfehlung von Fromarte, den Milchproduzenten mit silagefreier Fütterung linear 1,5 Rappen pro Kilogramm verkäster Milch für die Periode Mai bis Juli 2010 abzuziehen, ab, da diese Verteilung ausschliesslich linear erfolgt. Die Käsereimilchproduzenten haben deshalb die SMP beauftragt, einen verursachergerechteren Kostenteiler zu verhandeln und empfehlen, mit Verhandlungen zwischen Milchproduzenten und Käsern zuzuwarten, bis die Ergebnisse vorliegen.

Wie sollen die silofreien Milchproduzenten verursachergerecht an die von der Branchenorganisation Milch (BO Milch) beschlossene Entlastung des Buttermarktes von 3‘000 Tonnen beitragen? Zu Wochenbeginn verschickte Fromarte, welche als Vereinigung von 520 Käsereien der BO Milch vier Millionen Franken an die Butterlagerabräumung mit Kosten von insgesamt 15 Millionen Franken zugesichert hat, einen Brief an alle 611 Verarbeiter von silofreier Milch. Fromarte kündigte darin an, dass die TSM Treuhand GmbH allen Verarbeitern auf der silofreien Milch für die Periode Mai bis Juli 2010 pro Kilogramm Milch 1,5 Rappen in Rechnung stellen wird. „Fromarte empfiehlt, diese Abgabe den Milchproduzenten weiter zu verrechnen und auf der Milchgeldabrechnung separat als BOM-Abzug auszuweisen“.

Bei diesem Vorschlag der Fromarte handelt es sich um eine rein lineare Verteilung der notwendigen Abgaben. Die Kommission Käsereimilch erwartet demgegenüber, dass wie bei der Molkereimilch auch bei der Käsereimilch eine verursachergerechte Lösung umgesetzt wird. Sie hat deshalb die SMP beauftragt, den Vorschlag der Fromarte in Verhandlungen entsprechend zu modifizieren.

Käsereimilchproduzenten wollen ihren Teil zur Abräumung leisten
Die Produzentenvertreter in der Kommission Käsereimilch deklarieren mit aller Deutlichkeit, dass die silofreien Milchproduzenten die Massnahme der BO Milch zur Marktabräumung ohne Einschränkung unterstützen und auch bereit sind, die notwendigen Finanzmittel bereitzustellen.

Verursachergerechter Verteiler ist möglich
Die Kommission ist der Überzeugung, dass eine lineare Beteiligung im Umfang des Ansatzes, den die Molkereimilchproduzenten ohne Mehrmengen leisten müssen, vertretbar ist. Auf diese Weise kann ein Teil der benötigten Mittel generiert werden. Der Restbetrag soll über das bestehende und funktionierende Instrument der Rahmabgabe eingezogen werden. Damit wird auch dem Verursacherprinzip Rechnung getragen. Wer mehr Rahm zur Herstellung von Butter abliefert, statt diesen im Käse zu verarbeiten, trägt auch mehr zum Aufbau der Butterlager bei und soll entsprechend stärker in die Finanzierung der Butterabräumung eingebunden werden.

Mit Verhandlungen noch zuwarten
Im Auftrag der Kommission Käsereimilch wird die SMP in den kommenden Tagen die Verhandlungen für einen verursachergerechteren Kostenteiler führen und anschliessend über das Ergebnis informieren. Bis dieses vorliegt, empfiehlt die Kommission den Käsereimilchproduzenten, mit Verhandlungen mit ihrem Milchkäufer zuzuwarten.

Aus­künf­te

André Aeby
Präsident Kommission Käsereimilch SMP
Telefon 032 935 14 18 / Mobile 079 719 48 24
E-Mail elevageaebyas@sunrise.ch

Christoph Grosjean-Sommer
Kommunikation Wirtschaft und Politik
Telefon 031 359 53 18 / Mobile 079 645 81 36
E-Mail christoph.grosjean@swissmilk.ch

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