
Richtig gelagert halten Lebensmittel länger
Richtig gelagert halten Lebensmittel länger
Unterrichtsplanung
Zeitbedarf: 2–3 Lektionen
Leitfrage
Wie und wo sollten Lebensmittel gelagert werden, damit sie möglichst lange haltbar bleiben?
Aufbewahrung von Lebensmitteln (45 min)
Die Schüler:innen erhalten unterschiedliche Bilder von geöffneten Kühlschränken (siehe Quellen und Materialien). In Gruppen vergleichen sie ihre Bilder. Sie halten Unterschiede und Gemeinsamkeiten fest. Stellen sie ein System bei der Ordnung fest? Was wäre die korrekte Ordnung im Kühlschrank? Im Arbeitsblatt «Kühlschrank richtig einräumen» zeichnen sie die aus ihrer Sicht korrekte Ordnung in die Vorlage ein. Das Resultat wird im Plenum diskutiert. Die Lehrperson verteilt die Lösung (Darstellung der optimalen Kühlschrankordnung) und erklärt die Temperaturverteilung.
Diskussion im Plenum: Nicht alle Lebensmittel müssen im Kühlschrank gelagert werden. Welche Aufbewahrungsorte gibt es sonst noch (Vorratsschrank, Speisekammer, Keller usw.) und was wird dort gelagert? Die Lehrperson hält das Resultat der Diskussion auf der Wandtafel fest.

Im Kühlschrank hat alles seinen richtigen Platz.
Haltbarkeit von Lebensmitteln (45 min)
Diskussion im Plenum: Welche Angaben zur Haltbarkeit finden wir auf Produkten, die wir im Laden kaufen? Was bedeutet «Mindestens haltbar bis», was «Zu verkaufen bis»? Und was «Zu verbrauchen bis»? Die Lehrperson verteilt ein Merkblatt mit der Definition der Haltbarkeitsangaben auf Lebensmitteln (siehe Quellen und Materialien).
Über die Angaben des Herstellers auf der Verpackung hinaus gibt es weitere Möglichkeiten, festzustellen, ob ein Lebensmittel nicht mehr geniessbar ist. Hinweise liefern unter anderem Aussehen, Geruch und Geschmack des Lebensmittels. Die Lehrperson zeigt den Schüler:innen ein Lebensmittel und bespricht mit ihnen anhand dieses Beispiels exemplarisch, ob man dieses Lebensmittel noch verwenden sollte. Beispielsweise kann die Lehrperson ein älteres Ei, eine grüne oder keimende Kartoffel oder einen Apfel mit fauligen Stellen mitbringen.
Anschliessend bringen die Schüler:innen ihre Erfahrungen mit verdorbenen Lebensmitteln in folgende Gruppenarbeit ein: Sie wählen im Arbeitsblatt «Haltbarkeitstest mit den Sinnen» pro aufgeführte Lebensmittelgruppe ein Lebensmittel aus und beschreiben, wie sie anhand von Geruch, Geschmack/Konsistenz und Aussehen erkennen, dass das Lebensmittel nicht mehr geniessbar ist. Das Resultat wird im Plenum diskutiert. Die Lehrperson verteilt die Lösungen und bespricht mit den Schüler:innen die darin aufgeführten Handlungsempfehlungen.
Weiterführend/optional: Organische Abfälle entsorgen (30-45 min) in Verknüpfung mit der Nahrungszubereitung
Jedes Jahr landen in der Schweiz etwa 500'000 Tonnen Bioabfall in der Mülltonne (Lebensmittelverluste, BAFU, 2025). Was ist eigentlich Bioabfall? Welche Möglichkeiten gibt es, organische Abfälle zu entsorgen? Was sind die Vorteile des Kompostierens gegenüber der Entsorgung von Rüstabfällen im Müll? Und wie können Gemüse- oder Obstreste weiterverwertet werden (Konzept «Leaf to root» und «Regrow», siehe Quellen und Materialien)? Die Schüler:innen gehen diesen Fragen in Gruppen- oder Einzelrecherchen nach.
Diese Aufgabe kann mit der Nahrungszubereitung kombiniert werden. Dazu werden die Jugendlichen angehalten, während der Zubereitung der Gerichte ihre Rüstabfälle zu sammeln. Diese werden am Ende der Unterrichtseinheit besprochen. Dabei ist die Frage leitend, welche Teile der Rüstabfälle man hätte weiterverwenden können.
Alternativ kann den Jugendlichen vorgängig der Auftrag erteilt werden, möglichst wenig Rüstabfälle zu produzieren. Am Schluss der Nahrungszubereitung werden die Abfälle verglichen, und die Gruppe mit den wenigsten Rüstabfällen erklärt, wie sie dies geschafft haben.
Ideen für weiterführende Aktivitäten
- Einige Lebensmittel, die wir als Abfall kennen, können weiterverwertet werden. So kann beispielsweise aus der Schale von Knollengemüse Bouillon hergestellt werden. Oder Pesto aus Rüeblikraut)
- Die Lehrperson plant gemeinsam mit den Schüler:innen das Einmachen von Lebensmitteln. Lebensmittel einzumachen und so zu konservieren hilft, Food Waste zu vermeiden – hier geht es zu den Einmach-Rezepten.
Quellen und Materialien
