Aktuelle Milch­prei­seSMP-Milch­preis­mo­ni­to­ring

Im Rahmen des Milchpreismonitorings publiziert die SMP monatlich eine Milchpreisstatistik je Milchkäufer und Käsesorte.

Milch­preis­über­sicht

Die SMP publiziert monatlich im Internet eine Zusammenfassung der ausgewerteten Milchpreise. Die Milchpreismelder erhalten regelmässig den vollständigen Milchpreisbericht mit zusätzlichen Grafiken und detaillierten Tabellen je Milchkäufer und Käsesorte.

Der aktuelle Milch­preis­mo­ni­to­ring-Be­richt

Bericht Milchpreismonitoring Oktober 2018 (PDF, 460 KB)

Milch­prei­se 2018 in Bewegung

Markt­kom­men­tar vom 21.12.2018

Vor gut eineinhalb Jahren ist der Preis für Molkereimilch in der Schweiz so tief gesunken wie letztmals in den 1960er Jahren. Gemäss SMP-Milchpreismonitoring erreichte im März 2017 der Standardproduzentenpreis SPP (Jahresmenge 180‘000 kg, Gehalt 40 g Fett, 33 g Eiweiss pro kg Milch) den Tiefstwert von 52.9 Rappen (Durchschnitt der 12 Vormonate R12). Seither erholt sich der Preis langsam wieder. Bis Oktober 2018 ist der Preis (SPP R12) um 4 Rappen auf 56.9 Rappen gestiegen. Gegenüber Oktober 2017 beträgt der Anstieg 2.5 Rappen. Das Preistief 2016/2017 ist mit einer hohen Milchproduktion und viel C-Milch verbunden gewesen. Der Preisanstieg im Frühjahr 2017 ist vor allem auf einen Rückgang der Produktion und weniger C-Milch zurückzuführen. Positiven Einfluss hat auch der ab Juli 2017 bessere Wechselkurs CHF-Euro gehabt. Ab Herbst 2017 hat dann vor allem die Erhöhung des Richtpreises für A-Milch um 3 Rappen für eine Preiserholung gesorgt.

Beträchtliche Preisunterschiede

Die Milchpreise in der Schweiz variieren stark, sowohl nach Produktionsart (Fütterung mit Silage oder silofrei, Bio oder ÖLN u.a.) als auch nach Milchkäufer. Bei der Molkereimilch hat die Differenz vom tiefsten zum höchsten Preis (SPP R12) im Oktober 7.3 Rappen betragen. Die Lieferanten der Molkerei Lanz haben 61.4 Rappen und diejenigen von Milco 53.9 Rappen erhalten. Die Erstmilchkäufer mit hohen Preisen verarbeiten vorwiegend Produkte für den Schweizer Markt.

Für Käsereimilch sind im September 2018 im Durchschnitt 72.4 Rappen bezahlt worden (exkl. Siloverzichtszulage). Im Durchschnitt sind für die silofreie Produktion 18.3 Rappen mehr bezahlt worden als für Molkereimilch. Bei der Käsereimilch werden noch grössere Differenzen beobachtet als bei der Molkereimilch. Dies sowohl zwischen den verschiedenen Käsesorten als auch zwischen den einzelnen Käsereien innerhalb einer Käsesorte. Mit 79.6 Rappen wird bei den Sorten Gruyère AOP und Vacherin Fribourgeois AOP am meisten bezahlt. Die Lieferanten von Emmentaler AOP Käsereien haben 63.7 Rappen erhalten.

Biomilchproduzenten haben für Molkereimilch in den letzten 12 Monaten rund 82 Rappen erhalten. Im August 2017 wurde der Preis um 3 Rappen erhöht. Sowohl Produktion (Umstellung auf Bio) als auch Absatz sind 2018 gestiegen.

Unterschiedliche Preisanpassung

Die Preisanpassung von plus 2.5 Rappen bei der Molkereimilch vom Oktober 2018 gegenüber Oktober 2017 (SSP R12) ist unterschiedlich umgesetzt worden. Über dem Durchschnitt haben ELSA, mooh und Strähl den Preis erhöht. Im Durchschnitt liegen Aaremilch, Arnold, LRG, Thurmilch, und Züger. Cremo, Emmi, FTPL, Fuchs-Imlig, Lanz, Milco, Schwyzer Milchhuus und ZMP haben den Preis weniger stark erhöht als der CH-Durchschnitt.

Der ELSA Preis ist insofern speziell, dass er nur einen kleinen Anteil der Milchbeschaffung der ELSA abbildet. Ein grosser Anteil der Milch wird nicht bei Direktlieferanten sondern über den Milchhandel beschafft. Andere Milchkäufer sind stärker auf Exporte und Regulierung angewiesen, was für deren Preisbildung eine grosse Rolle spielt.

Preismelder gesucht

Grundlage für das SMP-Milchpreismonitoring sind Milchgeldabrechnungen, die Milchproduzenten der SMP monatlich zustellen. Die SMP garantiert den Preismeldern Anonymität und Vertraulichkeit, belohnt sie mit einem schönen Geschenk, sowie Informationen zu den Milchpreisen. Für folgende Erstmilchkäufer sucht die SMP neue Preismelder: Aaremilch, Arnold, Cremo, Elsa, Milco, Strähl, Züger, Klein- und Mittelmolkereien (z.B. Lanz, Fuchs u.a.), alle Erstmilchkäufer von Biomilch, sowie für die Käsesorten Sbrinz AOP, Tête de Moine AOP, Vacherin Fribourgeois AOP und alle Käsesorten aus Biomilch. Mehr dazu auf www.swissmilk.ch/milchpreis .

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