Unsere Kühe

Wenn die Kuh mal krank ist.

back to top
Unsere Kühe

Wenn die Kuh mal krank ist.

Auch Kühe werden mal krank. Dann werden sie krankgeschrieben – damit sie schnell wieder gesund werden und die Milch weiterhin allen Qualitätsansprüchen entspricht.

Wenn die Kuh krank wird.

Es kann mal eine Grippe sein, häufiger jedoch eine Infektion an Klauen oder am Euter. Hier finden Bakterien ideale Bedingungen. Eine solche Entzündung ist nicht harmlos und für die Kuh schmerzhaft. Selbstverständlich setzt ein Bauer daher alles daran, dass das Tier schnell wieder gesund wird. Damit das geschieht, muss jede Erkrankung umgehend behandelt werden. Gegen Infektionen bekommt die Kuh zum Beispiel Antibiotika.

Keine Toleranz

Für Schweizer Milch gelten strenge Grenzwerte. Eine kranke Kuh wird daher sofort "krankgeschrieben". Denn insbesondere für die Produktion von Rohmilchkäse gelten ganz besonders niedrige Grenzwerte für Keimbelastung und Zellwerte. Auch Rückstände von Antibiotika und Medikamenten haben in der Milch nichts verloren. Zur Leistungssteigerung sind sie - genauso wie Hormone - daher nicht zugelassen.

Die Keimbelastung erlaubt Rückschlüsse auf die Hygiene im Melkprozess.

Die Keimbelastung erlaubt Rückschlüsse auf die Hygiene im Melkprozess.

Die Kontrollkategorien

In regelmässigen Milchprüfungen werden daher drei Kategorien kontrolliert. Die Keimbelastung erlaubt Rückschlüsse auf die Hygiene im Melkprozess. Mit einem Test auf Hemmstoffe wird ausgeschlossen, dass die Milch Antibiotikarückstände enthält. Und die Zellwerte geben Auskunft über die Gesundheit der Kuh. Ist ein Resultat zu hoch und sind entsprechende Grenzwerte in der Milch überschritten, wird der Betrieb sofort gesperrt, bis die Kontamination ausfindig gemacht wurde.

Unsere Umwelt

Das essen unsere Milchkühe.

Antibiotika als ultima ratio

Wir haben jedoch nicht nur die Milch im Auge. Denn die Abgabe von Antibiotika ist nicht immer unbedenklich. Bei übermässigem Einsatz können Bakterien Resistenzen entwickeln und auf die Medikamente nicht mehr ansprechen. Im Extremfall entstehen so multiresistente Keime, die auch für den Menschen gefährlich werden können. Auch wenn die Resistenzlage im Vergleich zu Süd-, Mittel- und Osteuropa in der Schweiz eher günstig ist, ist das nicht als Entwarnung zu verstehen. Antibiotika werden in der Schweiz immer vorsichtiger eingesetzt. Um mögliche Resistenzbildungen verhindern zu können, dürfen kritische Antibiotika nicht ohne Tierarzterlaubnis verabreicht werden.

Der Einsatz von Antibiotika ist in den letzten zehn Jahren um 40 Prozent zurückgegangen.

Der Einsatz von Antibiotika ist in den letzten zehn Jahren um 40 Prozent zurückgegangen.

Natürliche Medizin

Der Verband Schweizer Milchproduzenten (SMP) setzt sich daher aktiv dafür ein, den Antibiotikaverbrauch zu senken. Und das mit Erfolg: Der Einsatz von Antibiotika ist in den letzten zehn Jahren um 40 Prozent zurückgegangen. Seit 2018 besteht zudem eine intensive Kooperation mit dem Verein Kometian, bei dem Mitgliedsbauern kostenfrei komplementärmedizinische Beratungen beziehen können, um den Einsatz von Antibiotika zu vermeiden. Weiter führt das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen 2019 eine Antibiotika-Datenbank in der Tiermedizin ein. Damit wird der Einsatz von Antibiotika noch transparenter und Missstände können einfach entdeckt werden.

Die Melkmaschinen müssen regelmässig gewartet werden, um die notwendige Stallhygiene sicherzustellen.

Die Melkmaschinen müssen regelmässig gewartet werden, um die notwendige Stallhygiene sicherzustellen.

Königsweg Prävention

Die beste Strategie ist jedoch immer noch die artgerechte Haltung. Saubere, trockene und gut belüftete Ställe mit ausreichend Platz und Tageslicht sind das A und O für glückliche Tiere. Darüber hinaus ist auf Hygiene im Melkstand zu achten. Mit einer guten Vor- und Nachbereitung des Euters können Bakterien entfernt und Entzündungen verhindert werden. Die Melkmaschinen müssen ebenfalls regelmässig gewartet werden, um die notwendige Stallhygiene sicherzustellen. Für uns ist klar: Nur glückliche und gesunde Kühe geben die qualitativ hochwertige Milch, die wir garantieren.

Unsere Kühe

Damit sich die Kuh wohlfühlt: Auslauf und Tageslicht