Gschicht vo hie

Behind the scenes: "Milchbuur" goes TikTok

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Behind the scenes: "Milchbuur" goes TikTok

Alle sind auf TikTok, nur ich nicht. Der Hype ist für mich (noch) nicht nachvollziehbar. Grund genug, bei den Drehs zu "Bim Milchbuur" dabei zu sein. Im neuen Format zeigen sich die Produzentinnen und Produzenten auf der Trendplattform.

"Vom Milchbuur" zu "Bim Milchbuur"

Berufshalber kenne ich natürlich "vom Milchbuur". Die Plattform, auf der man die besten Hofläden mit den feinsten regionalen und saisonalen Produkten findet. Solltet ihr eigentlich auch kennen, sonst guckt doch mal auf der Karte und findet den Hofladen in eurer Nähe. Nun sind wir vom Team Swissmilk aber "Bim Milchbuur" selbst und drehen TikToks. Genau, TikToks. Die Milchproduzentinnen und -produzenten stellen sich mit kurzen und [Insert: beliebiges, positives Adjektiv der Jugendsprache] Videos einem jungen Publikum vor. Sie zeigen ihre tägliche Arbeit und beantworten Fragen. Da ich vermutlich soviel von TikTok verstehe wie ein GenZler von MySpace wollte ich beim Dreh dabei sein.

Kurze Besprechnung vor Drehbeginn.

Kurze Besprechnung vor Drehbeginn.

Kleine Ausrüstung, grosse Wirkung

Ganz ohne Plan bin ich ja nicht. Ich weiss, wie TikTok funktioniert, einzig den Hype verstehe ich nicht. Dass aber Verticals gefilmt werden, ist mir schon klar. Keine grosse Überraschung also, dass die Crew nicht mit einem Lieferwagen voll Equipment auffährt, sondern lediglich mit Smartphones und ein paar Extras ausgerüstet ist. Sollte reichen. "Verticals sind das angesagte Format auf fast allen Social-Media-Plattformen", meint auch Ronny, unser SoMe-Profi. Entgegen dem Videotrend entscheide ich mich bei den Fotos fürs Querformat. Mag ich besser und wer Verticals will: Schaut doch das Resultat der Dreharbeiten auf unserem TikTok-Profil an.

Das Drehbuch immer zur Hand.

Das Drehbuch immer zur Hand.

Auf dem Steinhof Ruprecht

Einer unserer "TikTok"-Bauern ist Jonas vom Steinhof Ruprecht. Ein moderner Betrieb, der auch die Anforderungen von "swissmilk green" erfüllt und als Freizeitangebot ein Maislabyrinth betreibt. Bei unserem Dreh steht der Mais allerdings noch tief. Nichts mit Labyrinth. Auf dem Hof angekommen und schon geht es los: Kurze Vorstellungsrunde und Handy zücken. Jonas stellt fast schon routiniert seinen Betrieb vor der Kamera vor. Wie ich erfahre, auch kein Wunder. Jonas ist bereits auf TikTok und kennt sich aus.

Handy an und Kamera ab!

Handy an und Kamera ab!

Vom Melkroboter zur Biodiversität

Der Steinhof ist wirklich modern. So können die Kühe zum Beispiel selbst entscheiden, wann sie gemolken werden wollen. Den Rest des Tages verbringen sie so, wie ihnen beliebt. Auf dem Feld, im Stall oder an der Kratzbürste. Jonas gibt auch einen Einblick, welche Bedeutung die Biodiversität für den Betrieb hat. Egal ob im Stall oder auf dem Feld: Das Handy bleibt gezückt. Kuhfladen hin oder her, das Team bleibt konzentriert, auch wenn es grad rutschig unter dem Turnschuh ist (jep, Gummistiefel wären von Vorteil).

Der Zeitplan ist straff und auch die Kühe stehen im Rampenlicht.
Der Zeitplan ist straff und auch die Kühe stehen im Rampenlicht.

Abschluss mit B-Rolls und Drohnenflug

Der Dreh dauert lediglich einen halben Tag. Effizient, würde ich sagen. Zum Abschluss gibt es ein Mittagessen und die Aufnahmen von B-Rolls (also das Beigemüse für schöne Stimmung) ohne Jonas. Und so ganz ohne anderes Equipment geht es dann noch nicht. Unser Regisseur macht noch einen Drohnenflug über den Hof, während ich ein wenig die Kälbchen streichle. TikTok im Kasten und ich verstehe den Hype noch immer nicht, dafür habe ich miterlebt, dass auch für diese Plattform äusserst professionell gearbeitet wird. Ich freue mich auf das Resultat und ja, ich werde mich dafür auf TikTok anmelden. Dann klappt es vielleicht auch mit dem Verständnis.