Richtpreisanpassung umsetzen!

Der Vorstand der Schweizer Milchproduzenten SMP hat vom Beschluss des BO Milch-Vorstandes zur A-Richtpreiserhöhung um 2 Rappen per 1. Januar 2021 positiv Kenntnis genommen. Jetzt geht es um die konkrete Umsetzung. Im 2021 wird auch die SuisseBilanz weiter angepasst, wie vom BLW verkündet. Das betrifft alle Milchproduzenten. Die Milchproduzenten fordern, dass dazu mit der Verwaltung in Zukunft eine offene Diskussion geführt werden kann, was bisher nicht der Fall war. Zudem dürfen keine technisch veralteten Grundlagen beim Milchvieh verwendet werden. Sehr Mühe bereiten den Milchproduzenten "kreative" Aktivitäten mit Veredelungsverkehr, die den verbleibenden Grenzschutz bei der Milch in letzter Konsequenz bedrohlich erodieren könnten.

Positive Signale zur Umsetzung des A-Richtpreises
Die Erhöhung des A-Richtpreises ist im aktuellen Marktumfeld mit gutem Absatz und knappen Butterlagern zwar keine Selbstverständlichkeit, aber sehr marktkonform. Die Produzenten haben sich einstimmig für eine Richtpreiserhöhung eingesetzt. Diese muss jetzt in den Verhandlungen eingefordert werden. Erste Signale deuten darauf hin, dass die Milchverarbeiter und der Detailhandel die Erhöhung des Richtpreises umsetzen und die Milch- und Rahmpreise (Käsereien) erhöhen werden. Die Entwicklung wird im SMP-Milchpreismonitoring zeitnah beobachtet.

Suisse Bilanz – Praxis einbeziehen!
Mit der SuisseBilanz werden die Stoffflüsse auf dem Landwirtschaftsbetrieb bilanziert. Die Eckwerte der SuisseBilanz werden nun für 2021 weiter angepasst resp. verschärft. Dies wird nach ersten Schätzungen bei sehr vielen Betrieben deutliche Spuren hinterlassen. Sehr störend ist, dass viele Eckwerte für diese komplexen Berechnungen (beispielsweise der Futterverzehr beim Milchvieh, Maiserträge etc.) veraltet sind und nicht dem Stand der Technik entsprechen. Störend ist auch, dass die Praxis in diesem verwaltungsinternen Prozess kaum einbezogen wurde. Die SMP fordert daher, dass in der Begleitgruppe ("groupe technique") unbedingt auch "Praktiker" Einsitz nehmen und die "Techniker" in der Gruppe auf die Umsetzbarkeit hinweisen. Zudem macht es wenig Sinn, die Bilanzierung auf ein Jahr auszurichten.

Weitere Auskünfte

Reto Burkhardt
Leiter Kommunikation SMP
reto.burkhardt@swissmilk.ch
079 285 51 01

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