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Aktuelle Publikation

Milch und Milchprodukte erhöhen keinesfalls das Risiko für Hüftfrakturen

Oftmals wird behauptet, dass der Konsum von Milch und Milchprodukten die Knochengesundheit gefährde. Verwiesen wird dann meist auf eine schwedische Studie, die bei vermehrtem Konsum ein erhöhtes Hüftfraktur-Risiko festgestellt haben wollte. Um die Fragestellung zum Milchkonsum und dem Hüftfrakturrisiko zu klären, hat eine Arbeitsgruppe der Soochow University in  Suzhou (China) die Datenlage zusammengefasst. Dazu wurden 14 Langzeitbeobachtungsstudien in einer Meta-Analyse zusammenfassend ausgewertet.

Ergebnisse: Beim höchsten Konsum von Joghurt ergab sich im Vergleich zum geringsten Konsum ein um 22 % gesenktes relatives Risiko für Hüftfrakturen. Für Milchkonsum fand sich bei den vier thematisch treffenden US-amerikanischen Studien ebenfalls ein signifikant um 25 % gesenktes Risiko bei höchstem versus niedrigstem Konsum. In den entsprechenden vier schwedischen Studien hingegen konnte kein Zusammenhang festgestellt werden. Insgesamt war der Käsekonsum zwar im Trend, aber nicht statistisch signifikant mit einem geminderten Risiko assoziiert. Die Wissenschaftler schlussfolgern, dass es keine Evidenz für ein erhöhtes Knochenbruchrisiko durch Konsum von Milch und Milchprodukten gibt und dass eher ein Schutzeffekt erwartet werden kann.

Vollmilchkonsum bremst das Fortschreiten der Herzgefässverkalkung

Eine US-amerikanische Langzeitbeobachtungsstudie an 5273 Teilnehmern mit unterschiedlichem ethnischem Hintergrund (Multi-Ethnic Study of Atherosclerosis; MESA-Study) hat nach 12 Jahren Beobachtungszeit den Zusammenhang zwischen dem Konsum von Vollmilch und dem Fortschreiten einer Herzgefässverkalkung überprüft. Dazu war der koronare Kalzium-Score nach Agatston bei den Probanden einmal bei Aufnahme in die Studie und ein zweites Mal am Ende der Beobachtungszeit ermittelt und der Vergleich gezogen worden. Bestimmt wurde der Agatston-Score mittels Multidetektor-Computertomografie (MDCT). Nach Adjustierung hinsichtlich zahlreicher möglicher Einflussfaktoren zeigte sich, dass das Risiko eines Fortschreitens der Gefässverkalkung bei regelmässigem Vollmilchkonsum signifikant gesenkt war (OR = 0,765; 95% KI 0,600–0,977; P = 0,032). Besonders ausgeprägt war der Effekt bei Normalgewichtigen und bei Teilnehmenden unter 64 Jahre. Analysen zum möglichen Wirkmechanismus ergaben, dass der Konsum von Capronsäure, eine für das Milchfett typische, kurzkettige gesättigte Fettsäure, zu einem erheblichen Anteil den präventiven Effekt erklärt. Das ist ein weiterer Hinweis darauf, dass gesättigte Fettsäuren und die entsprechenden Lebensmittel neu und differenziert eingeschätzt werden müssen.

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