Die Kuh und der ökologische Kreislauf

Wusstest du, dass Schweizer Kühe zu einer klimafreundlichen Landwirtschaft dazugehören? Wie sie als Teil des ökologischen Kreislaufs Biodiversität fördern, die Wiesen pflegen und den Boden unterstützen, das erfährst du hier.

Kurz erklärt: der ökologische Kreislauf

Unsere Umwelt wird durch zahlreiche vernetzte Ökosysteme aufrechterhalten und basiert auf einem Kreislauf. Jedes Lebewesen und jede Pflanze spielt eine wichtige Rolle in diesem ökologischen Kreislauf. Hier erfährst du mehr zu drei wichtigen Komponenten des Kreislaufs, bei denen unsere Lovely beteiligt ist:

  1. Der Boden ist nicht nur die Nährstoffquelle der Pflanze, sondern auch ein Kohlenstoffspeicher.
  2. Die Wiese ist nicht nur die Nahrungsquelle der Kuh, sondern hat auch ein Riesenpotenzial zur CO2-Bindung.
  3. Die Kuh fördert zudem die Biodiversität.
Echt stark: Lovely frisst die Wiese grüner.

Echt stark: Lovely frisst die Wiese grüner.

Lovely und die Wiese

Bestimmt ist dir die Photosynthese ein Begriff: Pflanzen brauchen für ihr Wachstum Sonnenlicht, Kohlenstoffdioxid (CO2) und Wasser (H2O). Sie nehmen CO2 aus der Atmosphäre auf und wandeln es um: Sauerstoff (O2) wird in die Luft abgegeben und der Kohlenstoff (C) wird im Boden gespeichert. Der positive Effekt: Je mehr CO2 Pflanzen binden, desto weniger bleibt in der Atmosphäre. Man spricht hier vom "CO2-Bindepotenzial" einer Pflanze.

Die bei uns in der Schweiz so typische Weidelandschaft hat dabei eine wichtige Rolle: Sie hilft, CO2 aus der Atmosphäre zu binden. Dabei gilt: Je dichter und dauerhafter eine Weide bewachsen ist, desto mehr CO2 können Pflanzen in den Boden einbringen. Für die Schweiz mit 3/4 der landwirtschaftlichen Nutzfläche als Grasland also ein grosser Vorteil.

Lovely fördert das CO2-Bindepotenzial von Schweizer Wiesen.

Und nun kommen unsere grasenden Milchkühe ins Spiel: Mit ihren Tritten und Bissen lösen sie einen Wachstumsimpuls bei den Pflanzen aus. Der wiederum regt zur Photosynthese und zur Kohlenstoffbindung im Boden an.

Zum Glück haben die Kühe bei uns in der Schweiz so viel zu fressen: Für sie bietet das heimische Grasland die ideale Ernährungsgrundlage. Die Kühe verdauen mit dem Gras eine Ressource, die sonst ungenutzt bliebe – und das äusserst effizient. Gleichzeitig erhalten und fördern unsere Kühe die Grünflächen.

Echt stark: Lovely fördert und liebt Bioviversität.

Echt stark: Lovely fördert und liebt Bioviversität.

Lovely und die Biodiversität

Was unsere Schweizer Milchkühe alles können. Wusstest du, dass sie die Vielfalt der Pflanzenarten und Insekten fördern – und zwar einfach durch ihr Grasen? Und das kommt so: Unsere Weiden tragen zu einer hohen Artenvielfalt bei. Eine vielfältige Vegetationsstruktur fördert dabei die Biodiversität der Flora und Fauna in den Wiesen.

Lovely fördert die Biodiversität.

Grasende Milchkühe erzeugen beim Weiden bestimmte Muster in der Vegetationsstruktur, die den Lebensraum von vielen Insekten und Pflanzen prägen. So tragen Lovely und ihre Freundinnen zur gewünschten vielfältigen Vegetationsstruktur bei.

Ohne Beweidung durch unsere Kühe würden die offenen Grünlandflächen aufforsten und mit Unkräutern sowie Gestrüpp zuwachsen. Solche Flächen sind unproduktiv. Merci Lovely, dass du dies verhinderst.

Echt stark, was unser Boden alles schafft.

Echt stark, was unser Boden alles schafft.

Lovely und der Boden

Wusstest du, dass unter unseren Schweizer Wiesen eine zweite Welt lebt? Viele Organismen im Boden stellen die Fruchtbarkeit der Pflanzen sicher. Die erste Schicht des Unterbodens ist der Humus, auch "Schwarzes Gold" genannt.

Humus bezeichnet das abgestorbene Material im Boden, d. h. Pflanzen, Insekten, Laub und Wurzeln. Kurz gesagt: Der Humus ist die Nahrung der Pflanzen. Diese binden bei der Photosynthese Kohlenstoffdioxid (CO2) aus der Atmosphäre und geben Kohlenstoff (C) in den Boden ab. Ein humusreicher Boden ist wertvoll, denn dieser ist nicht nur sehr fruchtbar, er kann den Kohlenstoff auch besonders gut binden

Warum eine Kohlenstoffbindung im Boden wichtig ist? Nun, je besser die Pflanzen das CO2 und der Boden den Kohlenstoff binden, desto weniger CO2 wird in die Atmosphäre freigesetzt. Zum Glück sind bei uns in der Schweiz 3/4 der landwirtschaftlichen Nutzfläche Grasland und damit einer der wichtigsten Kohlenstoffspeicher.

Lovely gibt dem Boden Zeit zum Arbeiten.

Durch ihr Grasen pflegen und erhalten Schweizer Kühe unsere Wiesen, verbessern die Bodenfruchtbarkeit und ermöglichen den Humusaufbau. Denn während die Kühe sich darum kümmern, muss die Wiese nicht bearbeitet werden. Milchkühe verschaffen der Weide also ihre verdienten Ruhepausen.

Was ist der Kohlenstoffkreislauf?

Jetzt haben wir viel vom ökologischen Kreislauf gesprochen. Wusstest du, dass der Kohlenstoffkreislauf Teil des ökologischen Kreislaufs ist? Kohlenstoff (C) ist in jedem Lebewesen vorhanden und kommt in verschiedenen chemischen Verbindungen vor, z. B. als Kohlenstoffdioxid (CO2). Diese Verbindungen werden stetig umgewandelt und zwischen den Schichten der Erde ausgetauscht, also z. B. in der Luft, in Lebewesen oder im Boden. Dieser Prozess ist der Kohlenstoffkreislauf.

Schweizer Kühe und der Kohlenstoffkreislauf| Lehrfilm | Swissmilk (2021)

Die Kuh ist keine Klimakillerin.

Und ja, auch Kuhemissionen sind Teil dieses Kreislaufs: Pflanzen wandeln bei der Photosynthese CO2 um, dabei wird Kohlenstoff im Boden gebunden. Kühe nehmen diesen beim Grasen auf, wandeln ihn um und setzen bei ihrer Verdauung Methan (CH4) frei. Das wiederum wird nach einiger Zeit erneut zu Kohlenstoffdioxid (CO2) zersetzt. Und der Kreislauf beginnt von vorn. Die Kuh hat damit eine wichtige Rolle im ökologischen Kreislauf und ist Teil einer klimafreundlichen Landwirtschaft.