Unsere Umwelt

Von grünen Matten und effizientem Klee

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Von grünen Matten und effizientem Klee

Die Schweiz ist weltweit bekannt für ihre grünen Wiesen und saftigen Alpweiden mit feinsten Gräsern und Kräutern. Damit eignet sich das Grasland Schweiz perfekt für die Milchwirtschaft.

Herausforderung für den Ackerbau

Es ziert zu Recht unzählige Postkarten: das malerische Landschaftsbild der Schweiz, geprägt von grünen Matten und kantigen Felsen. Was idyllisch aussieht, ist eine Herausforderung für den Ackerbau. Denn aus topografischen und klimatischen Gründen eignet sich nur ein kleiner Teil der Landwirtschaftsfläche für den Anbau von Gemüse, Obst und weiteren Kulturpflanzen.

Nur ein kleiner Teil der Landwirtschaftsfläche eignet sich für den Anbau von Gemüse, Obst und weiteren Kulturpflanzen.

Nur ein kleiner Teil der Landwirtschaftsfläche eignet sich für den Anbau von Gemüse, Obst und weiteren Kulturpflanzen.

Was ist "ein Grasland"?

Konkret: Die Gesamtfläche der Schweiz beträgt 41'285 km2. Rund 35,8% davon lassen sich für die Landwirtschaft nutzen. Knapp ein Drittel davon für den Anbau von Lebensmitteln, zwei Drittel hingegen bleiben bedeckt mit Grasflächen, darunter Wiesen, Weiden und Alpmatten, auf denen dank der regelmässigen Niederschläge Gras, Klee und Kräuter besonders üppig wachsen. Sie sind eine perfekte Futtergrundlage für unsere Kühe und andere Wiederkäuer.

Das Beweiden des Grünlands durch die Kühe führt zu einer Vielfältigkeit der Grasnarbe, welche wiederum eine grosse Biodiversität in der Flora und Fauna der Wiesen ermöglicht. Zudem sind Wiesen wichtig, damit Regen und Oberflächenwasser versickern können. Dank der guten Bewurzelung bieten sie einen Schutz vor Erosion.

Eine Kunstwiese fördert den Humusaufbau, bindet damit CO2 und trägt somit zur Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit bei. Ohne Beweidung würden diese offenen Grünlandflächen aufforsten und mit konkurrenzstarken Unkräutern und Gestrüpp zuwachsen.

100 Prozent Schweiz sind:

  • 32,8% unproduktive Fläche (inkl. Siedlungsgebiet)

  • 31,3% Wald und Gehölz

  • 35,8% landwirtschaftliche Nutzfläche (inkl. Alpwirtschaft). 11,25% sind Acker, 24,55% Grasland.

Über den grünen Klee

Es ist denn auch gerade das gesunde Gemisch aus Gräsern, Klee und anderen Kräutern, welches das Schweizer Weideland auszeichnet. Im Gegensatz zu ihren europäischen Kollegen, die vor allem reine Grasbestände anbauen, können Schweizer Bauern dadurch beachtliche Mengen an Stickstoffdünger einsparen. Dieser wird im Ausland vielfach eingesetzt, um die Erträge zu erhöhen. In der Schweiz passiert dies auf natürlichere Art, denn viele Kleearten können den zum Wachstum notwendigen Stickstoff aus der Luft fixieren. So ist Dünger unnötig.

Schweizer Kühe verzehren im europäischen Vergleich nur wenig Kraftfutter.

Schweizer Kühe verzehren im europäischen Vergleich nur wenig Kraftfutter.

Über 70% der landwirtschaftlichen Nutzfläche ist Grasland. Eine perfekte Grundlage für die Milchwirtschaft.

Nahrungsmittel für Mensch und Tier

Der hohe Anteil an Wiesen hat auch einen Einfluss auf das Futter der Kühe. Denn Schweizer Kühe verzehren im europäischen Vergleich nur wenig Kraftfutter. Die Bewohnerinnen und Bewohner der Schweiz danken. Denn so kann die knappe ackerfähige Fläche vorwiegend für den Anbau von Pflanzen für die menschliche Ernährung genutzt werden. Die Fütterung der Nutztiere steht nicht in Konkurrenz zur menschlichen Ernährung.

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Bei uns finden Milchkühe ohne Mühe Futter.

Milch und Schweiz: das passt.

Die natürliche Beschaffenheit unseres Landes passt also aus verschiedenen Gründen perfekt zur Milchwirtschaft. Milch und Milchprodukte haben dementsprechend einen hohen Stellenwert in der Ernährung von Herrn und Frau Schweizer. Dass Milchproduktion in der Schweiz standortgerecht ist, zeigt auch eine Studie von Agroscope, nach der es aufgrund der hohen Niederschlagswerte und des hohen Graslandanteils in der Schweiz keine ressourcenschonende Alternative zur Ernährung mit Milch und Milchprodukten gibt.

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