Medienmitteilungen09.03.2018

Tierwohl ist den Milchproduzenten in der Praxis ein Anliegen

Das Tierwohl und die Fütterung der Nutztiere sind für die Konsumentinnen und Konsumenten in der Schweiz sehr wichtige Anliegen. Eine Recherche der Organisation der Schweizer Milchproduzenten SMP zeigt, dass über 90% der Milch-Betriebe und der Schweizer Milchkühe im Fütterungsprogramm GMF oder den Bewegungsprogrammen RAUS und BTS mitmachen.

Für die Schweizer Milchproduktion ist es zentral, klare Fakten zu haben, um die Mehr-werte der Schweizer Milchproduktion gegenüber derjenigen im Ausland aufzuzeigen. Eine Analyse der Zahlen von 2016 zeigt nun, dass eine sehr hohe Zahl der Schweizer Milchkühe von mindestens einem Tierwohlprogramm profitieren. 65 % werden nach dem Programm der graslandbasierten Milchproduktion gefüttert, 47% werden in besonders tierfreundliche Stallhaltungssystemen BTS gehalten und gar 84% erhalten im Programm RAUS regelmässigen Auslauf. Fakt ist, dass bereits heute ein Viertel aller Milchkühe von allen drei Programmen profitiert.

Fast alle Betriebe beteiligen sich

94% der Betriebe machen entweder beim Programm GMF, RAUS oder BTS mit. Dieser hohe Wert zeigen, dass die Milchproduzenten bereits heute die Zeichen der Zeit wahrnehmen und viel Zeit und Geld in das Tierwohl investieren.

44% der Milchkühe profitieren von BTS und RAUS

Die 65% nach GMF gefütterten Milchkühe sind der Beweis dafür, dass es den Milchproduzenten ernst ist, die Futtergrundlage der Schweiz, das Raufutter, als Hauptfutterkomponente zu verwerten. Immer wieder entstehen Diskussionen, wie viele Betriebe und Kühe sowohl bei BTS wie auch bei RAUS teilnehmen. Die Recherche zeigt, dass 44% der Milchkühe und damit fast die Hälfte der Milchmenge aus Betrieben stammt, wo sowohl die Vorgaben von BTS als auch diejenigen von RAUS erfüllt sind.

76% in mindestens zwei Programmen – starke Argumente

Verschiedene Milchverarbeiter haben ihre Anforderungen bezüglich Tierwohl kundgetan und verlangen von den Milchlieferanten die Beteiligung an dem einen oder anderen Programm. Dies hat allerdings wortwörtlich seinen Preis! Auch in Zukunft wollen die Schweizer Milchproduzenten weiterhin Mehrpreise im Laden erzielen können. Nur so ist es möglich, im Schweizer Kostenumfeld weiterhin Milch produzieren zu können.

Weitere Auskünfte

Heinz Minder
Milchpreismonitoring
Kommunikation Projekte
031 359 53 18
heinz.minder@swissmilk.ch

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