Grüner Teppich: Es fehlt noch der Preis für die Mehrwerte!

Der Vorstand der Schweizer Milchproduzenten nimmt vom Grundsatzentscheid im Vorstand der BO Milch zur Einführung des "Grünen Teppichs" (Standard für nachhaltige Schweizer Milch) positiv Kenntnis. Der Mehraufwand muss aber abgegolten werden. Eine abschliessende Beurteilung ist für den SMP-Vorstand deshalb erst möglich, wenn auch die Höhe des Nachhaltigkeitszuschlages als Preis für die Mehrwerte bis Mitte September 2018 bekannt ist. Zur Strategie für eine nachhaltige Futtermittelversorgung hat der SMP-Vorstand zur Kenntnis genommen, dass die Marktpartner aufgrund der offenen Grenzen keine Zusicherungen abgeben wollen, die finanziellen Auswirkungen mitzutragen oder zu überwälzen. Der Vorstand verlangt deshalb eine Umsetzung, welche keine negativen wirtschaftlichen Auswirkungen auf die Milchproduktion in der Schweiz zur Folge hat. Der SMP-Vorstand hat an seiner Sitzung vom 23. August 2018 Hanspeter Egli, Präsident VMMO, zur Wahl als Vizepräsidenten der SMP zuhanden der Delegiertenversammlung vom 17. April 2019 nominiert. Ferner wurde Markus Berner als Vertreter der SMP-Mitgliedsorganisationen in den Kassenvorstand der Ausgleichskasse für milch- und landwirtschaftliche Organisationen gewählt.

In den nächsten Wochen geht es um die Wurst

Das Projekt "Grüner Teppich" wurde in den vergangenen Monaten so weit vorangetrieben, dass in der Milchbranche nun ein Grundsatzentscheid fällig wurde. Der Vorstand der BO Milch will den Weg des „Grünen Teppichs“ beschreiten. Der SMP-Vorstand hat sich nun über den Stand der Diskussionen orientieren lassen und unterstützt das weitere Vorgehen. Zentral und dringlich ist, einen Konsens zum Preiszuschlag für den „Grünen Teppich“ zu finden; denn für den SMP-Vorstand ist sonnenklar: Dieser Weg hat einen Preis, denn die Mehrwerte entstehen primär auf dem Bauernhof und führen zu einem Mehraufwand! Der Entscheid kann auch nicht aufgeschoben werden, denn die Milchproduzenten müssen bald wissen, bei welchen Programmen sie sich für 2019 allenfalls zusätzlich anmelden sollen.

Ziel des Projektes "Grüner Teppich" ist es, Schweizer Milch und Milchprodukte noch besser gegenüber ausländischen Produkten zu positionieren und so dem Druck von Importen zu begegnen. Daran haben die gesamte Schweizer Milch- und Käsewirtschaft ein übergeordnetes, gemeinsames Interesse. Es geht um das Vertrauen bei den Konsumentinnen und den Konsumenten. Die Stossrichtung ist aber auch agrarpolitisch von grosser Bedeutung und gibt ein deutliches Signal für eine standortgerechte, landwirtschaftliche Produktion.

Keine Kostensteigerungen für Milchproduktion

Der Vorstand der SMP nimmt Kenntnis vom Projekt für eine nachhaltige Futtermittelversorgung Schweiz. Abklärungen zeigen jedoch, dass die Marktpartner nicht bereit sind, die Mehrkosten bis an die Ladentheke umzusetzen. Auch die unklaren künftigen Rahmenbedingen durch die AP22+ sind für die Milchproduzenten ein weiterer unklarer Punkt. Der SMP-Vorstand verlangt deshalb eine Umsetzung, welche keine negativen wirtschaftlichen (finanziellen) Auswirkungen auf die Milchproduktion in der Schweiz hat. Das vorgelegte Konzept hätte Zusatzkosten von bis zu 0.6 Rp./kg Milch zur Folge.

Weitere Auskünfte

Reto Burkhardt
Leiter Kommunikation SMP
079 285 51 01
reto.burkhardt@swissmilk.ch

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