Medienmitteilungen27.01.2017

Die Marktlage nun nutzen, um den Milchpreis zu erhöhen

Der Vorstand der Schweizer Milchproduzenten SMP diskutierte am 26.1.2017 in Bern die aktuelle Marktsituation. Das wirtschaftliche Umfeld ist momentan geprägt von sinkenden Milcheinlieferungen und einem deutlich gesunkenen Butterlager. Die Lage auf dem Milchmarkt hat sich verbessert. Trotzdem erholt sich der Schweizer Produzentenmilchpreis noch nicht. Die SMP fordert die Milchkäufer deshalb auf, die Segmentierung konsequent umzusetzen, damit Preissteigerungen nun realisiert werden können. Gesuche um Veredelungsverkehr sind daher in der momentanen Lage abzulehnen.

Die weiterhin sehr schlechten Produzentenpreise führten zu engagierten Diskussionen. Aktuell sorgen die neuen Milchkaufverträge für Unmut, weil im Schatten davon die Segmentierung verwässert und Milchpreisanpassungen verzögert werden.

Segmentierung einhalten und Preis anpassen

International sind die produzierten Milchmengen rückläufig und die Preise haben deutlich angezogen. Einzelne Molkereien haben bereits Mühe, genügend Milch zu bekommen, um die Anlagen auslasten zu können. Dies ist allerdings einzig eine Frage des Preises. In der Schweiz ging die Milchmenge 2016 um rund 1.2 % zurück und die Butterlager konnten 2016 netto um 2'000 Tonnen abgebaut werden. Um Preissteigerungen zu erreichen, ist es sehr wichtig, dass die Segmentierung eingehalten wird. Sollte es Verträge geben, wo versteckt C-Milch mit B-Milch vermischt wird, muss die Sanktionskommission der BO Milch handeln.

Nachfolgelösung Schoggigesetz: Landwirtschaft geeint

Nachdem alle Stellungnahmen zur Vernehmlassung des öffentlich-rechtlichen Teils der Nachfolgelösung eingereicht sind, ist der SMP-Vorstand sehr froh, dass auch für den privatrechtlichen Teil eine Lösung vorliegt: Er begrüsst es sehr, dass nun auch der Vorstand des Schweizer Bauernverbandes die Vorschläge der Getreide- und Milchproduzenten einstimmig unterstützt. Damit konnten die Interessen aller Akteure aus allen Regionen der Schweiz eingebunden werden. In der Frage des Veredelungsverkehrs zeigt sich, dass unbedingt Transparenz herrschen muss. Erste Gesuche um Veredelungsverkehr sind bereits eingetroffen. Damit die Branchenlösung noch besser verstanden wird, wird SMP das System breit kommunizieren.

SMP unterstützt Heumilch Schweiz

Das Projekt Heumilch ist ein innovatives Projekt mit nationaler Ausstrahlung. Aus diesem Grund hat der Vorstand einer Starthilfe für den Verein Heumilch zugestimmt. Für die SMP war dabei zentral, dass sich auch die Fromarte, Switzerland Cheese Marketing und das BLW beteiligen. SMP wird das Projekt weiterhin aktiv begleiten und zum erfolgreichen Gelingen beitragen.

Neue Kompetenz im Fachgremium Marketing

Sämtliche Marketingmassnahmen der SMP werden über ein internes Controllingsystem getestet und von einem namhaft zusammengestellten Fachgremium strategisch begleitet und abgesegnet. Robert Muri (EMMI), Hans Willener (Input Consulting AG) und Kurt Nüesch (ehemaliger Direktor SMP) haben ihren ordentlichen Rücktritt eingereicht. Sie wurden durch Marc Heim (Stv. CEO Emmi / Chef Emmi Schweiz AG), Andreas Aebi (Präsident ASR und Nationalrat) und Stephan Hagenbuch (Direktor SMP) ersetzt.

KGD: Thomas Hirsbrunner vertritt Milchproduzenten

Der Vorstand der SMP hat bereits im Dezember 2016 beschlossen, dem Verein Kälbergesundheitsdienst (KGD) beizutreten. So unterstützen die Milchproduzenten die Umsetzung des Präventionskonzeptes für eine gute Tiergesundheit nach dem Motto: "Vorbeugen statt Heilen". Als Vertreter der Milchproduzenten hat nun der SMP-Vorstand Thomas Hirsbrunner, Präsident Bemo, in den Vorstand des KGD delegiert.

Weitere Auskünfte

Stephan Hagenbuch
Direktor SMP
079 292 97 52

Reto Burkhardt
Leiter Kommunikation SMP
079 285 51 01

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