Jogurt und Sauermilch

Fein, gesund und vielseitig

Ob nature oder mit Früchten. Ob im Müesli, in der Salatsauce, zum Abschmecken von Suppen oder zum Backen. Jogurt und Sauermilch sind hervorragende Zutaten für eine abwechslungsreiche und gesunde Küche.

Die Geschichte des Jogurts

Sauermilchprodukte gehören zu den ältesten Milchprodukten überhaupt. Schon früh erkannten Viehzüchter, dass saure Milch länger haltbar ist als frische Milch. Vermutlich stellten die Thraker, die Urbevölkerung der Balkanhalbinsel, bereits im 6. bis 4. Jh. v. Chr. Jogurt aus Schafmilch her. In späterer Zeit, vor allem ab dem 16. Jh., war Jogurt ein beliebtes Heilmittel bei Verdauungsproblemen. Das Wort Jogurt stammt aus der türkischen Sprache und bedeutet so viel wie "gegorene Milch".

1 Becher = 1 Portion

Milch und Milchprodukte sind für Kinder und Erwachsene eine unverzichtbare Kalziumquelle. Drei Portionen pro Tag sind ideal. 180 g Jogurt entsprechen einer Milchportion.

So wird Jogurt hergestellt

Bis zum Anfang des 20. Jh. war es üblich, die Milch der Selbstsäuerung zu überlassen. Erst die Entdeckung von Milchsäurebakterien wie des Bacillus bulgaricus machte es möglich, Mikroorganismen gezielt zur Fermentierung der Milch zu verwenden. Während des Säuerungsprozesses bauen die Milchsäurebakterien einen Teil des Milchzuckers zu Milchsäure ab. Das Milcheiweiss flockt aus, die Milch wird sauer und erhält eine dickflüssige bis stichfeste Konsistenz.

Heute wird Jogurt ausschliesslich aus pasteurisierter Milch hergestellt. Die Fermentierung geschieht bei einer Temperatur von ca. 40 bis 42°C. Nach ungefähr drei Stunden wird das Jogurt auf 4 bis 5°C abgekühlt, um den Säuerungsvorgang zu stoppen. Bei stichfesten Produkten findet dieser Prozess direkt in der Verkaufspackung statt, dickflüssige Produkte werden erst nach dem Umrühren abgefüllt.

Was darf im Jogurt alles drin sein?

Die Lebensmittelverordnung schreibt vor, dass 100 g Jogurt oder Sauermilch maximal 30 g andere Zutaten wie Früchte, Nüsse, Cerealien, Schokolade, Zucker oder natürliche Zutaten wie Kaffee oder Vanille enthalten dürfen. Die natürliche Färbung kann mit Frucht- und Gemüsesäften oder deren Konzentraten verstärkt werden. Ebenfalls erlaubt sind Gelier- und Verdickungsmittel. Künstliche Farb- und Konservierungsmittel gehören hingegen nicht in ein Schweizer Jogurt. Jogurt gibt es in vier verschiedenen Fettgehaltsstufen: aus Vollmilch, teilentrahmt, aus Magermilch und mit Rahm angereichert.

Das Jogurt in der Küche

Von der Salatsauce bis zur Quiche: Jogurt ist in der Küche äusserst vielseitig verwendbar. Lassen Sie sich von unseren Rezeptideen inspirieren!

Rezepte mit Jogurt

Rüebli-Orangen-Suppe
Jogurtkuchen
Pikanter Thymian-Gugelhopf
Schwarzwurzelsalat
Farfallesalat
Kohlrabi-Apfel-Drink
Hackfleisch-Mozzarelline-Kugeln
Rhabarber-Götterspeise
Gugelhopf
Sellerie-Kartoffelsalat
Apfel-Drink mit Zitronenmelisse
Zweifarbige Orangenmousse
Grüne Gazpacho
Caramelisiertes Chicorée-Apfel-Gemüse
Lachsforellen mit Zitronen-Dill-Jogurt
Spargelrollen mit Schnittlauchjogurt
Fleischbeutelchen mit Paprikabutter
Maisbrötchen
Jogurt-Fladenbrot
Blumenkohlsalat mit Linsen-Jogurt
Marzipan-Apfel-Müesli
Würziges Kalbsgeschnetzeltes an Mandel-Jogurt-Sauce mit gedämpftem Broccoli
Apfel-Orangen-Jogurt
Gemüse-Müesli
Raclette "Fischers Fritz" mit Räucherforellentatar und Basilikum
Mini-Sbrinz-Brötli
Grillierte Kalbsbrust mit Fenchel
Zitronen- Mousse mit Pfefferminzsauce
Spargeln, Ofenbraten und Kräuterjogurt
Blattsalat mit Soissonsbohnen an Jogurtsauce

Erdbeeren-Festival

Erdbeeren- und Rhabarber-Rezepte zum Backen und für feine Desserts, Tipps & Tricks und weitere Infos über köstliche Erdbeeren.

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