Unsere Umwelt

Vom Gras ins Glas: Kuh und Nährstoffkreislauf

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Vom Gras ins Glas: Kuh und Nährstoffkreislauf

Eine der wichtigsten Rohstoffe ist für den Menschen nicht verdaubar: Saftiges Schweizer Gras. In Form von Milch machen die Kühe uns die Nährstoffe zugänglich.

Für Menschen nicht verdaubar

Rund zwei Drittel der landwirtschaftlich nutzbaren Flächen in der Schweiz eignen sich nicht für Ackerbau. Auf den verbleibenden Wiesen, Weiden und Alpmatten wachsen jedoch rund 8 bis 10 Millionen Tonnen Wiesenfutter, dessen Nährstoffgehalt hoch ist. Im Gegensatz zu anderen Nutzpflanzen ist diese Ressource für den Menschen aber nicht verdaubar. Um die Nährstoffe der Schweizer Wiese auch für uns Menschen zugänglich zu machen, sind wir auf tierische Unterstützung angewiesen.

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Was ist "ein Grasland"?

Schweizer Wiesen: ideal für Milchproduktion

Zum Glück haben wir unsere Kühe: Für sie bietet das heimische Grasland die ideale Ernährungsgrundlage. Das Wiesenfutter macht etwa 80 Prozent ihrer Futteraufnahme aus. Ergänzt wird es – insbesondere im Winter – durch Silage, Heu und etwas Kraftfutter. Im Sommer frisst eine Kuh jeden Tag bis zu 80 Kilogramm Wiesenfutter und spült mit bis zu 100 Litern Wasser nach. Dieses Futter dann zu verdauen, ist kein leichtes Unterfangen. Für Menschen wäre es gar unmöglich. Mit vier Mägen kann ein Rind jedoch wahre Wunder vollbringen. Wie die Verdaaung genau funktioniert, ist auf der Seite zum "Wunderwerk Kuhmagen" im Detail beschrieben.

Unsere Kühe

So funktioniert die Verdauung bei Kühen.

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Das essen unsere Milchkühe.

Schweizer Nährstoffe, veredelt

Nach der Verdauung produziert die Milchkuh in den Milchbläschen des Euters aus den Nährstoffen des Wiesenfutters Milch. Diese enthält wertvolles Milchfett, Milchzucker, Proteine, Vitamine und Mineralien, die schliesslich auch für den Menschen eine wertvolle Nahrungsgrundlage darstellen. Jeden Tag gibt eine Schweizer Kuh durchschnittlich zwischen 20 und 25 Liter Milch: Jeder Liter ist nicht nur Resultat langer Verdauungsarbeit, sondern auch ein bisschen veredeltes Schweizer Gras. Aus einem halben Hektar Wiese können auf diese Art 38 Kilo Butter oder 500 Kilo Appenzellerkäse entstehen. Damit ist die Kuh ohne Frage eine der beeindruckendsten Veredlerinnen der Schweiz.

Unsere Milchprodukte

Milch – natürlich gesund und gut

Die Kuh ist eine der beeindruckendste Veredlerinnen der Schweiz.

Unsere Milchkühe: herrliche Tiere mit viel Nutzen.
Unsere Milchkühe: herrliche Tiere mit viel Nutzen.

Ein Geben und Nehmen

Nur 10 bis 20 Prozent der verdauten Nährstoffe werden in Milch umgewandelt. Der Grossteil wird von der Kuh über Kot und Harn wieder ausgeschieden. Diese Exkremente gelangen als Gülle zurück auf die Wiese und schliessen in den Nährstoffkreislauf: Gülle wirkt als natürlicher Dünger und gibt dem Boden die Nährstoffe zurück, die vorher von Gras, Klee und Kräutern entzogen wurden. Du siehst, unsere Bauern legen viel Wert darauf, den Nährstoffkreislauf in seiner natürlichen Art wirken zu lassen. Doch auch der Anteil, der dem Kreislauf mit der Milch entzogen wurde, muss wieder hinzugefügt werden, damit die Wiese nicht auf Dauer verarmt. Das geschieht mit etwas zusätzlichem Düngereinsatz, oder durch Beimischung von Kraftfutter. So bleibt die Wiese auch auf Dauer eine gute Nährstoffquelle für die Schweiz - unseren Kühen sei Dank.