Unsere Umwelt

Bei uns finden Milchkühe ohne Mühe Futter.

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Unsere Umwelt

Bei uns finden Milchkühe ohne Mühe Futter.

Ein Paradies für eine Milchkuh, das ist unser Weideland Schweiz. Es garantiert unseren Kühen eine Versorgung mit gesundem Futter. Über 90% davon stammen aus schweizerischer Produktion.

Viel Gras für unsere Kühe

Die Schweiz ist weltweit bekannt für ihre saftigen Alpweiden und grünen Wiesenlandschaften. Ein optimales Zusammenspiel von Umweltbedingungen und Bodenbeschaffenheit machen unser Land zu einem typischen Grasland. Zwei Drittel unserer landwirtschaftlichen Flächen sind bedeckt von Wiesen, Weiden und Alpmatten, auf denen reichlich Futter für unser Vieh wächst. Die graslandbasierte Milch- und Fleischproduktion passt deshalb ideal zu unserem Land.

Unsere Umwelt

Vom Gras ins Glas

90% aus der Schweiz

Unsere gut 500'000 Schweizer Milchkühe benötigen im Jahr rund 8'389'000 Tonnen Futtermittel. Davon können wir 92%im Inland selbst produzieren. Unsere Kühe fressen hauptsächlich – zu 86% – Gras, Klee, Kräuter, Heu und Mais. Solches Raufutter ist für sie besonders natürlich und artgerecht und weist bei uns eine hohe Qualität und Nährstoffdichte auf. Deshalb verfüttern wir unseren Milchkühen im internationalen Vergleich auch viel weniger Kraftfutter.

Viel Raufutter, wenig Kraftfutter

Die tägliche Futterration einer Schweizer Milchkuh besteht zu vier Fünftel aus hiesigem Raufutter und zu einem Fünftel aus Kraftfutter. Kraftfutter ist ein wichtiger Ausgleich zum Raufutter, versorgt die Tiere mit genügend Energie und fördert – richtig dosiert – ihre Gesundheit. Verfüttert werden bei uns meist Futterweizen und Soja, aber auch viele Nebenprodukte aus dem Ackerbau, die für Menschen ungeniessbar sind. Unsere Milchkühe wandeln diese Stoffe in für uns hochwertiges Milchfett und Proteine um. Die Nährstoffe bleiben so im Kreislauf erhalten. Knapp die Hälfte des Kraftfutters stammt aus heimischer Produktion.

Schweizer Milchkühe fressen hauptsächlich Gras, Klee, Kräuter und Heu.

Futtermittel aus nachhaltiger Produktion

Die Milchkühe in der Schweiz erhalten nur streng kontrollierte, art- und umweltgerechte Futtermittel. Diese dürfen weder gentechnisch veränderte Organismen, Tiermehl noch Hormone oder Antibiotika zur Leistungsförderung enthalten. Importiert wird vor allem Futterweizen und Soja, wobei das in die Schweiz importierte Soja ausschliesslich aus nachhaltiger Produktion stammt.

Nachhaltiges Soja, das gibts!

Soja ist ein wichtiger Eiweisslieferant für Mensch und Tier. Aber was ist nachhaltiges Soja? Seit zehn Jahren beschäftigt sich das Soja Netzwerk mit dieser Frage und setzt sich für einen verantwortungsbewussten Anbau und eine nachhaltige Beschaffung von Futtersoja ein. In der Schweiz sind die Bedingungen für den Anbau von Soja nicht optimal. Es ist ein Nischenprodukt und wird mehrheitlich für die Produktion von Tofu verwendet. Soja für Futtermittel muss deshalb importiert werden. So sind in Südeuropa die klimatischen Bedingungen optimal und es gibt auch Soja aus der Donauregion. Eingeflogen in die Schweiz wird Soja nicht.

Das Soja Netzwerk konnte im Jahr 2019 in Zusammenarbeit mit der Futterindustrie 95% nachhaltig produziertes Soja importieren.

Nachhaltig produziertes Soja

  • darf nicht von einer Waldrodung stammen;
  • muss gentechfrei sein.

Kühe verhindern Food Waste.

Nicht alles aus der Lebensmittelverarbeitung ist für den Menschen geniessbar. Mehr als 350'000 Tonnen Nebenprodukte fallen in der Schweiz jährlich an. Reich an wertvoller Energie und Nährstoffen.

Da in der Nutztierhaltung nur wenig Kraftfutter verwendet wird, kommen eben diese Nebenprodukte zum Zug. Rund die Hälfte davon wird für Geflügel- und Schweinefutter verwendet. Die andere Hälfte gelangt in die Rindviehfütterung. Für den Menschen unbrauchbare Nebenprodukte können so veredelt bzw. zurück in den natürlichen Kreislauf gebracht werden. Nährstoffe und Energie gehen nicht verloren, letztlich auch für die Menschen nicht.

Was heisst das konkret? Milchkühe zum Beispiel wandeln diese Nährstoffe aus den Nebenprodukten in hochwertiges Milchfett und Proteine um, die dann wieder in die Lebensmittelproduktion einfliessen. Der Kreislauf schliesst sich – Nährstoffe gehen nicht verloren.

Das heisst auch, dass die Nutztierbestände einen wichtigen Beitrag zur Reduktion von Food Waste leisten. Sinken die Tierbestände, könnte eine Verwertung der Nebenprodukte aus der Lebensmittelproduktion möglicherweise nicht mehr sichergestellt sein.