Schweizer Milch

Recherchiert & probiert: Lohnt sich die Jersey-Glace?

back to top
Schweizer Milch

Recherchiert & probiert: Lohnt sich die Jersey-Glace?

Hast du schon mal von Jersey-Kühen gehört? Ich hatte es nicht. Aber dass aus ihrer Milch eine besonders gute Glace entstehen soll, hat mich neugierig gemacht. Mein eiskalt recherchiertes und probiertes Urteil findest du hier.

Glace- und Kuhliebe

Ich liebe Glace und ich liebe Kühe. Irgendwie absolut logisch, denn beides hängt schliesslich zusammen: Ohne Kühe keine Milch, ohne Milch keine Rahm- und Joghurtglace und ohne Rahm- oder Joghurtglace ... nun ja, DIESEN Fall möchte man nun wirklich nicht zu Ende denken. Vor allem nicht in diesem heissen Sommer.

Ich versteh nur Jersey.

Durch meine Kollegen von Vom Milchbuur habe ich vor kurzem zum ersten Mal von Jersey-Kühen gehört. Die sollen eine ganz besonders gehaltreiche Milch geben. Und aus genau der produziert Familie Zemp aus Ebnet auf ihrem Hof die mittlerweile sehr bekannte Schintbühl-Glace – auch hier bei mir nur Fragezeichen. Da hilft nur eins: Diese spezielle "Jersey-Glace" muss probiert werden. Aber dazu später mehr.

Zunächst möchte ich das genauer recherchieren. Nach der Bildersuche wäre bereits klar: Die kleinen Jersey-Kühe sehen einfach oberherzig aus. Also special Milch hin oder her. Ich bin schon überzeugt.

Jersey-Kühe: klein, aber oho

Jersey-Kühe: klein, aber oho

Her mit den Jersey-Fakten!

Der Faktencheck ergibt ausserdem:

  • Gemessen an ihrem überschaubaren Körpergewicht geben Jersey-Kühe – übrigens wohl die älteste Rinderrasse der Welt – sehr viel Milch.

Viel Milch, okay. Dass sie eine besonders tolle Milch liefern sollen, ist natürlich für Glaceholics wie mich der entscheidendere Punkt. Aber was ist denn nun so toll?

  • Jersey-Milch hat erstens einen hohen Fettgehalt (ca. fünf bis sechs Prozent). Also ein klarer Geschmacks-Pluspunkt.
  • Dazu kommt noch der hohe Eiweissgehalt (ca. vier Prozent) der Milch.
  • Diese Kombination soll die Glace nicht nur fein, sondern auch gut verträglich machen.
Schintbühl-Glace: hofeigene Produktion mit regionalen Rohstoffen

Schintbühl-Glace: hofeigene Produktion mit regionalen Rohstoffen

Hinter den Kulissen der Jersey-Glace-Produktion

Also nicht weiter verwunderlich: Mittlerweile setzen immer mehr Milchbauern, Käse- oder Glaceproduzenten auf Jersey-Kühe. Familie Zemp z. B. hält und züchtet schon seit 2007 Jersey-Rinder. Mehr dazu erzählt euch die Familie am besten selber: Im Vom Milchbuur-Video sehr ihr nicht nur die herzigen Jersey-Kühe, ihr erfahrt auch mehr über die Glace und das Leben auf dem Hof von Familie Zemp:

Die Stunde der Geschmacks-Wahrheit

Auf die Recherche folgt dann tatsächlich noch das Vergnügen. Ich darf die Schintbühl-Glace probieren und das Wichtigste herausfinden: Schmeckt man die besondere Jersey-Kuh-Milch denn nun in der Glace? Ich sage es mal so: Die Glace ist geschmacklich der Oberhammer. Sehr cremig. Ganz klar: Das muss der höhere Fettgehalt sein. Das zusätzliche Eiweiss habe ich nicht geschmeckt. Da hilft wohl nur eins: weiter probieren. Irgendwann in diesem Sommer schmecke ich auch das bestimmt noch raus.