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MilchNa­tür­lich gesund und gut

73 Liter Milch konsumieren wir in der Schweiz im Durchschnitt jedes Jahr. Doch was ist Milch überhaupt? Seit wann trinkt der Mensch Kuhmilch? Und wie viel Milch brauchen wir für eine gesunde Ernährung?

Was ist Milch?

Milch ist die erste Nahrung, die junge Säugetiere von ihrer Mutter erhalten. Sie liefert dem Jungtier alle Nährstoffe, die es für ein gesundes und schnelles Heranwachsen braucht. Besonders erwähnenswert sind das hochwertige Eiweiss, das leicht verdauliche Milchfett und der Milchzucker. Zudem enthält die Milch fast alle Mineralstoffe und Vitamine in einem beinahe idealen Verhältnis. Das macht sie auch für Erwachsene zu einem wichtigen Nahrungsmittel.

2dl Vollmilch = 1 Portion

Milch und Milchprodukte sind für Kinder und Erwachsene eine gute Kalziumquelle. Drei Portionen pro Tag gelten als ideal: 1 Glas (2dl) Vollmilch entspricht einer Milchportion.

Milch gehört dazu

Ohne Milch ist eine gesunde Ernährung schwierig umzusetzen. So ist sie zum Beispiel eine sehr gute Quelle für Kalzium und Eiweiss und enthält zudem noch Vitamin D. Dieses Nährstofftrio benötigt der Körper für den Aufbau und den Erhalt der Knochenmasse. Aber auch für gesunde Zähne ist Kalzium wichtig. Ohne Milch ist es ausserdem schwierig, den Tagesbedarf an Vitamin B2 zu decken. Zum Vergleich: Um den Körper täglich mit 1,3mg Vitamin B2 zu versorgen, müsste eine erwachsene Person 6,5kg Äpfel, 1,3kg rohe Teigwaren, 870g Vollkornbrot oder 650g Rindfleisch essen. Besonders wertvoll sind Milchprodukte für Vegetarier. Mit Milch und Milchprodukten sowie Eiern lässt sich der Eiweissbedarf gut decken.

Schlank mit Milch

Milch & Milchprodukte enthalten Kalzium und Eiweiss. Beide Nährstoffe unterstützen den Körper bei der Fettverbrennung und hemmen die Fettneubildung.

Die Ge­schich­te der Milch

Der Mensch ist der einzige Säuger der Welt, der auch Milch von anderen Tierarten trinkt. Vor etwa 12´000 Jahren entdeckten die ersten Menschen die Landwirtschaft für sich – und damit auch die Milch. Etwa 4´000 Jahre später entstanden die ersten Milchprodukte wie Jogurt oder Käse. Die Sumerer, Ägypter, Griechen, Römer und Germanen waren die ersten Kulturen, die systematisch Milchvieh züchteten. Sie gewannen Milch von Kühen, Schafen, Ziegen, Pferden, Eseln, Büffeln und Kamelen. Im 16. Jahrhundert wurde Milch zum ersten Mal in grossen Mengen produziert. Und im 19. Jahrhundert entdeckte man die ersten Methoden der Haltbarmachung – namentlich den Kühlschrank, die Pasteurisation und die Homogenisierung. Dies ermöglichte es den Menschen, Milch und Milchprodukte ohne gesundheitliche Risiken zu konsumieren.

Milch gleich Kuhmilch

Wenn von Milch die Rede ist, ist immer Kuhmilch gemeint. So schreibt es die Lebensmittelverordnung vor. Die Milch anderer Säugetierarten muss als solche bezeichnet werden. So ist Ziegenmilch zum Beispiel immer Ziegenmilch, und Schafmilch ist Schafmilch.

Milch­wirt­schaft in der Schweiz

Die ersten historischen Zeugnisse über die Milchwirtschaft in der Schweiz stammen aus dem 9. und dem 10. Jahrhundert. Im Mittelalter und in der frühen Neuzeit fand die Milchverarbeitung ausschliesslich auf der Alp statt. Erst im frühen 19. Jahrhundert entstanden die ersten Talkäsereien. Seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts werden Milchprodukte vor allem in Grossmolkereien produziert. Weitere Informationen über die Milchwirtschaft und die Rinderzucht in der Schweiz finden Sie hier:

Wie lange ist Milch haltbar?

Frische Milch enthält relativ viele Keime. Dadurch verdirbt sie schnell. Verschiedene Methoden der Haltbarmachung sorgen dafür, dass die Milch auch nach Tagen oder Wochen noch gesund und geniessbar ist. Pasteurisierte Milch ist im Kühlschrank etwa zehn Tage haltbar, UHT-Milch bei Zimmertemperatur bis zu 12 Wochen. Beachten Sie das Verbrauchsdatum auf der Packung. Es verrät Ihnen, bis wann Sie das Lebensmittel ohne gesundheitliche Risiken geniessen dürfen.

Milch macht Bauchweh

Nicht alle Menschen vertragen die Milch gleich gut. Eine besonders häufige Form der Unverträglichkeit ist die Laktoseintoleranz (Milchzuckerunverträglichkeit). Sie macht sich durch Verdauungsbeschwerden wie Blähungen, Unwohlsein oder Durchfall bemerkbar.

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