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KefirSau­er­milch­ge­tränk zum Löffeln

Kefir ist weder ein Jogurt noch ein typischer Jogurtdrink aus Schweizer Milch. Erfahren Sie alles Wissenswerte über die spannende Geschichte und den aussergewöhnlichen Herstellungsprozess von Kefir.

So wird Kefir her­ge­stellt

Traditionellerweise wurde Kefir aus Schaf- oder Ziegenmilch hergestellt, heute meist aus pasteurisierter Schweizer Vollmilch. Kefir ist eines der wenigen Sauermilchprodukte, das neben der Fermentierung durch Milchsäurebakterien einen Gärungsprozess durchläuft.

1 Becher = 1 Portion

Milch und Milchprodukte aus der Schweiz sind für Kinder und Erwachsene eine unverzichtbare Kalziumquelle. Drei Portionen pro Tag sind ideal. 1 Becher Kefir entspricht einer Milchportion.

Wieso heisst Kefir Kefir?

Als Nebenprodukt der Alkoholgärung entsteht Kohlenstoffdioxid bzw. Kohlensäure. Der türkische Begriff für schäumen (köpürmek) inspirierte die Russen zur Wortschöpfung Kefir.

Hefepilze sorgen für den typischen Geschmack

Für die Herstellung von Kefir sind spezielle Kefirkörner notwendig. Sie enthalten einen Hefepilz, der den Milchzucker in Alkohol umwandelt. Das Milchgemisch brütet ungefähr 12 bis 16 Stunden lang bei 10 bis 25 °C. Die Temperatur entscheidet, ob die Hefegärung oder die Fermentierung überwiegt. Bei niedrigen Temperaturen entsteht mehr Alkohol, bei höheren Temperaturen mehr Milchsäure. Industriell hergestellter Kefir enthält meist keinen Alkohol und schmeckt wesentlich milder als die traditionelle Variante.

Kefir hält den Körper in Schwung

Kefir ist schon seit langer Zeit für seine gesundheitsfördernde Wirkung berühmt. Spätestens seit einer Schrift des russischen Bakteriologen Ilja Iljitsch Metschnikow aus dem Jahr 1908 sahen viele einen Zusammenhang zwischen der hohen Lebenserwartung der Rumänen und Bulgaren und ihrem regelmässigen Genuss von Kefir und saurer Milch. Sicher ist: Wie alle Sauermilchprodukte unterstützt Kefir eine gesunde Darmflora und hilft dem Körper, Krankheitserreger abzuwehren.

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