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Unterschied Vanille und Vanillin?

Vanillin ist der Aromastoff in der Vanilleschote. Gleichzeitig bezeichnet der Begriff den künstlich hergestellten Aromastoff, welche das natürliche Vanille-aroma möglichst naturecht nachahmt. Vanillin ist weltweit mengenmässig der wichtigste Aromastoff.

Echte Vanille wird aus den Schoten einer Orchideenart gewonnen. Die Hauptanbaugebiete sind Mexiko, Tahiti, Madagaskar und La Reunion.

Natürliche Produkte:
- Vanilleschoten, Vanillestängel: Die beste Qualität weist die Bourbon-Vanille aus. Sie stammt von der Insel La Reunion (ehemals Île Burbon). Die Schoten werden längs aufgeschnitten und die Samen ausgeschabt. Die aufgeschnittenen Stängel können auch in Flüssigkeit ausgekocht werden. Ein Stängel kann einmal verwendet werden und reicht zum Aromatisieren von 1l Flüssigkeit. Zum Aromatisieren von Zucker: einen Vanillestängel in eine Dose mit Zucker legen.
- Vanilleextrakt: Dieses Konzentrat wird gewonnen, indem man zerkleinerte Vanilleschoten mit Alkohol ansetzt und so das Aroma extrahiert. Das Extrakt lässt sich einfach dosieren. Für 1l Flüssigkeit genügt ein Teelöffel Extrakt.
- Vanillezucker: Er besteht aus Zucker und Vanilleextrakt (entspricht 10% Vanilleschoten). Auf 1l Flüssigkeit werden zwei Esslöffel (= ein Beutel) benötigt.

Künstlich erzeugte Produkte:
- Vanillin wird synthetisch hergestellt.
- Vanillinzucker ist eine Mischung aus Vanillin und Zucker. Für 1l Flüssigkeit wird ein Teelöffel Vanillinzucker benötigt.
- Vanillearoma ist ebenfalls ein künstliches Produkt. Kleinste Mengen genügen, um der Süssspeise ein intensives Aroma zu geben. Tipp: Damit nicht zu viel aus dem winzigen Fläschchen austritt, eine Gabelzinke ins schräg gehaltene Gläschen einführen und an dieser nach Bedarf Tropfen um Tropfen ausfliessen lassen. Für 1l Flüssigkeit genügen zwei bis drei Tropfen.