Rezepte & Kochideen

Kürbissorten: Tipps, Verwendung & Rezepte

back to top
Rezepte & Kochideen

Kürbissorten: Tipps, Verwendung & Rezepte

Hallo, Herbstliebling. Fünf Kürbissorten haben es uns besonders angetan: Welcher Kürbis für Suppe, welcher fürs Gratin? Schale mitessen? Erfahre mehr zu Geschmack und Verwendung – passende Rezepte inklusive.

So schmeckt der Herbst.

Ob als cremige Kürbissuppe, im Kürbisrisotto oder Gratin – das Herbstgemüse passt zu Pasta, Reis und Kartoffeln gleichermassen. Auch in süssen Backrezepten für feuchte Kuchen oder Muffins ist Kürbis eine Geheimzutat.

Der meist nussig bis süsslich-fruchtige Allrounder hat keinen sehr starken Eigengeschmack. Jede Sorte verträgt deshalb gut Gewürze wie Curry, Chilli oder Ingwer, kombiniert mit Geschmacksträgern wie Mascarpone oder Rahm. Feinstes Beispiel: die Kürbissuppe. Gut gewürzt und verfeinert mit Schweizer Rahm oder Crème fraîche, ist sie DAS herbstlich-winterliche Soulfood-Gericht. Lass dich inspirieren.

Kürbissorten: bunte Vielfalt

Typisch Schweiz: Sobald die ersten Kürbisse reif sind, leuchten sie uns auf Bauernhöfen, auf dem Markt und in den Geschäften wieder farbenfroh entgegen. Es gibt über 800 Kürbissorten, darunter ca. 500 Speisekürbisse. Da kann man schon mal leicht den Überblick verlieren - sofern man ihn jemals hatte ... Hättest du z. B. gewusst, dass Uchiki Kuri, Oranger Knirps und Potimarron drei verschiedene Namen für ein und denselben Kürbis sind? Oder dass Butternut- und Muskatkürbis zu den Moschuskürbissen gehören? Wir stellen dir die wichtigsten Kürbissorten vor und geben Tipps zur Zubereitung.

1. Hokkaidokürbis: der Allrounder

  • Fruchtfleisch: gelb bis orange, hart, mehlig bis trocken, leicht süsslich und nussig, erinnert an Kastanien oder eine Kombination von Rüebli und Kartoffeln.
  • Schale: Die knallig orange Schale wird beim Kochen weich und muss nicht entfernt werden. Wird der Kürbis nur kurz gebraten (z. B. geraffelt in Gemüsetätschli), sollte man ihn schälen, da die Garzeit eventuell nicht reicht, um die Schale weich zu garen.
  • Verwendung: für Suppen, als Ofen- und Pfannengemüse, als Püree, in Spalten gebacken, zum Backen, für Süssspeisen
Der Hokkaidokürbis, auch Oranger Knirps genannt

Der Hokkaidokürbis, auch Oranger Knirps genannt

2. Muskat: der Würzige

  • Fruchtfleisch: gelb bis orange, intensiv fruchtig-aromatisch
  • Schale: Die grüne, bräunliche oder orange Schale ist zwar grundsätzlich essbar, da sie aber hart und dick ist, wird sie meist entfernt.
  • Verwendung: roh oder gekocht, für Suppen, als Püree, als Ofen- und Pfannengemüse, für Chutney und Konfitüre. Das feuchte Fruchtfleisch eignet sich gut zum Backen von Kuchen, Cakes und Muffins.
Der Muskatkürbis verdankt dem Duft seinen Namen.

Der Muskatkürbis verdankt dem Duft seinen Namen.

3. Butternut: der Nussige

  • Fruchtfleisch: hellorange, fest, schmeckt dezent süss, erinnert an Erdnüsse.
  • Schale: Die blass gelbliche Schale ist essbar, aber sehr hart und braucht daher lange, bis sie weich wird. Je nach Zubereitungsart wird sie daher besser entfernt. Gut geht das mit einem Sparschäler.
  • Verwendung: roh und gekocht, ideal zum Backen, als Ofen- und Pfannengemüse, für Suppen, als Püree
Butternut: Der Name ist Geschmacks-Programm.

Butternut: Der Name ist Geschmacks-Programm.

4. Spaghetti-Kürbis: der Witzige

  • Fruchtfleisch: Beim Kochen bilden sich Kürbis-Spaghetti. Das Fruchtfleisch schmeckt mild und erinnert an Zucchini.
  • Schale: gelb, grün
  • Verwendung: Den Spaghetti-Kürbis gart man am Stück im Wasser (ca. 30 Minuten), die Schale wird vorher eingestochen. Den garen Kürbis halbieren und die "Spaghetti" mit einer Gabel aus der Schale ziehen. Oder: Kürbis halbieren und im Backofen garen. Schmeckt zum Beispiel mit Tomatensauce.
Warum Spaghettikürbis? Beim Aufschneiden weisst du es.

Warum Spaghettikürbis? Beim Aufschneiden weisst du es.

5. Patisson: der Winzling

  • Fruchtfleisch: gelb, weiss oder grün, nussig. Kleinere Exemplare schmecken nussig-würzig, grössere Exemplare sind neutraler im Geschmack.
  • Schale: Die weisse, gelbe, orange oder grüne Schale muss nicht entfernt werden.
  • Verwendung: roh (vor allem kleinere Exemplare) und gekocht, als Pfannengemüse, gefüllt als Ofengemüse, ideal zum Sauer-Einlegen
Patisson, treffender Spitzname: Ufo-Kürbis

Patisson, treffender Spitzname: Ufo-Kürbis

Drei praktische Kürbis-Küchentipps:

Kürbisse anpflanzen – so gehts:

Du möchtest selber Kürbisse pflanzen? So gehts: Kürbissetzlinge können im April an einem warmen, sonnigen Plätzchen am Fenster gezogen werden. Ins Beet dürfen sie dann nach den Eisheiligen, also ab Mitte Mai. Wenn alles gut geht, darf man sich dann über eine üppige Ernte im Sommer und Herbst freuen.

Das brauchen Kürbisse zum Wachsen:

  • Feuchtigkeit: In den ersten Wochen "in Freiheit" die Pflanze darum gut giessen. Danach erst giessen, wenn die Erde jeweils wieder trocken ist.

  • Platz: Kürbispflanzen neigen zum Wuchern. Darum in einem Umkreis von ein bis zwei Metern keine anderen Pflanzen setzen.

  • Nährstoffe: Der Boden muss sehr nährstoffhaltig sein. Das erreicht man zum Beispiel, indem man den Boden vor dem Pflanzen mit Kompost anreichert. Dünger bekommt den Pflanzen hingegen nicht gut. Optimal gedeihen die Früchte übrigens direkt neben dem Komposthaufen.

  • Stroh: Kürbisse liegen gerne auf dem Trockenen. Darum eine üppige Strohschicht rund um die Pflanze streuen.

Damit Kürbisse nicht faulen, sollte man sie auf Stroh betten.

Damit Kürbisse nicht faulen, sollte man sie auf Stroh betten.