Medienmitteilung – Milchpolitik

Markt­si­gna­le miss­ach­tet!

23.08.2018 – Die Milchproduzenten sind mit dem Entscheid des Vorstandes der BO Milch, den A-Richtpreis in der aktuellen Marktsituation unverändert zu belassen, nicht einverstanden. Der Vorstand der Schweizer Milchproduzenten SMP hat heute diese Missbilligung unisono und mit aller Deutlichkeit bekräftigt und damit der IG-Produzenten in der BO Milch den Rücken gestärkt. Die Milchproduzenten haben geschlossen eine A-Richtpreiserhöhung gefordert, was von den Marktpartnern diametral und fundamental anders beurteilt wurde. Die Auswirkungen der Trockenheit werden den Markt in den kommenden Monaten nicht nur in der Schweiz, sondern europaweit deutlich verändern; davon sind die Milchproduzenten überzeugt

Nicht nur in der Schweiz, sondern auch im angrenzenden Ausland und europaweit ist Futter für Milchkühe knapp. Der Deutsche Bauernverband beispielsweise rechnet mit einem trockenheitsbedingten Ernteausfall von einem Drittel. Das führt nun in den kommenden Monaten dazu, dass die Milcheinlieferungen zurückgehen und die Fett- und Eiweissgehalte tiefer ausfallen werden. Butter wird in der Schweiz so bis Ende Jahr (2018 wohl Mangelware werden. Gleichzeitig verteuert sich in diesem Umfeld das Futter für die Milchproduzenten massiv.

Die ersten Schätzungen der Milchvermarktungsorganisationen für August verzeichnen grosse Rückgänge bei den Einlieferungen. Zudem ziehen im Ausland die Produzentenpreise wieder an. Diese Marktentwicklungen sind aus der Sicht der Milchproduzenten sehr deutlich wahrnehmbar und es besteht Einigkeit bei den Produzenten, dass sich diese Effekte gegen den Herbst noch verstärken werden. Für die Milchproduzenten ist es deshalb mehr als unverständlich, weshalb diesen Zeichen keine nachvollziehbaren Taten folgen. Die Milchproduzenten erwarten ein Rückkommen.

Weitere Aus­künf­te

Reto Burkhardt
Leiter Kommunikation
079 285 51 01

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