Medienmitteilung – Milchmarkt

Ge­mein­sa­mer Standard für eine nach­hal­ti­ge Milch­pro­duk­ti­on

26.01.2018 – Der Vorstand der Schweizer Milchproduzenten SMP hat an seiner Sitzung vom 25. Januar 2018 die aktuelle Marktsituation analysiert. Dabei fällt auf, dass Verarbeitung und Detailhandel zunehmend unterschiedliche Nachhaltigkeitsstandards für die Milchproduktion ihrer Lieferanten festlegen wollen. Der SMP-Vorstand ist sich sehr klar, dass sich Schweizer Milch und Milchprodukte auch bezüglich Nachhaltigkeit gegenüber der ausländischen Konkurrenz unterscheiden müssen. Dazu wäre es aber hilfreich, nur einen einzigen Standard für die Schweiz zu haben. Aus diesem Grund sehen sie es als Ziel für 2018, diese Diskussion unter den Produzenten proaktiv zu führen. Daraus soll ein Produzentenstandard entstehen, welcher die konkreten Erwartungen an eine nachhaltige Produktion von Schweizer Milch klar definiert. Damit wird ein wichtiger Schritt in der gemeinsamen Umsetzung der Mehrwertstrategie Schweiz gemacht. Zum guten Image der Schweizer Milch gehören gesunde und nachhaltig aufgezogene Kälber. Aus diesem Grund engagiert sich die SMP im Kälbergesundheitsdienst und liess sich vom Geschäftsführer Dr. Martin Kaske über den Stand der Aufbauarbeit informieren.

In seiner ersten Sitzung des Jahres verabschiedet der SMP-Vorstand jeweils die strategischen Ziele für das kommende Jahr. Auch 2018 werden die Mehrwerte der Schweizer Milch im Fokus stehen.

Mit nachhaltiger Milchproduktion zu mehr Erlös
Zunehmend wird klar, dass verschiedene Milchkäufer Ansprüche an ihre Milchlieferanten bezüglich Nachhaltigkeit haben und diese in einem spezifischen Standard festlegen. Jeder Akteur will sich dabei profilieren und definiert eigene Anforderungen. Aus Sicht der SMP ist der Schweizer Markt schon aus logistischen Gründen und Kosteneffizienznachteilen zu klein für verschiedene Nachhaltigkeitsstandards. Zudem macht es keinen Sinn, dass sich Verarbeiter und Detailhändler mit eigenen nachhaltigen Milchen untereinander auf der Basisstufe auf Kosten der Milchproduzenten konkurrenzieren. Der SMP-Vorstand sieht es als seine Aufgabe an, hier proaktiv für eine „horizontale“ Lösung und damit für eine einheitliche Differenzierung gegenüber dem Ausland zu sorgen. Ein solcher Produzentenstandard kann nur entstehen, wenn sich alle Akteure gemeinsam an den Tisch setzen und bereit sind, ihre Kräfte zugunsten der gesamten Wertschöpfungskette und damit der Schweizer Milch zu bündeln.

Gesunde Kälber als Basis für gutes Image der Schweizer Milch
Die Gesellschaft verlangt neben artgerechter Tierhaltung auch einen minimalen Einsatz von Medikamenten. Gesunde Kälber sind dafür Voraussetzung. Da auch dies ein Mehrwert von Schweizer Milch sein muss, engagierte sich die SMP bei der Gründung des Kälbergesundheitsdienstes KGD. Der Vorstand liess sich vom Geschäftsführer des KGD über den aktuellen Stand der Arbeiten informieren. Der KGD will über eine flächendeckende Unterstützung der Tierhalter und ihrer Bestandestierärzte den Einsatz insbesondere von Antibiotika stark verringern. Neben dem positiven Image beim Konsumenten bringen die gesünderen Tiere dem Produzenten einen direkten wirtschaftlichen Nutzen. Pro Kalb können bis zu 250 CHF Mehrerlös erzielt werden. Der SMP-Vorstand unterstützt eine weitere Zusammenarbeit mit dem KGD.

Weitere Aus­künf­te

Reto Burkhardt
Leiter Kommunikation
079 285 51 01

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Gemeinsamer Standard für eine nachhaltige Milchproduktion (PDF, 60 KB)
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