Medienmitteilung – Milchpolitik

Der "grü­ne Tep­pich" wird konkreter

18.05.2018 – Der Vorstand der Schweizer Milchproduzenten SMP hat an seiner Sitzung vom 17. Mai 2018 vom positiven Entscheid der BO Milch Kenntnis genommen, den A-Richtpreis für die kommenden Monate unverändert bei 68 Rappen je Kilogramm zu belassen. Der Vorstand unterstützt im Weiteren das Projekt für einen einheitlichen, nationalen Grundstandard für Schweizer Milch und lässt sich über den Stand informieren. Das Projekt wird inzwischen breit getragen, muss aber am Ende auch zu Mehrerlösen bei den Produzenten führen. Als konkrete Handlung zur weiteren Förderung von nachhaltiger Schweizer Milch, stehen allen Mitgliedern von SMP ab 1. Januar 2019 ausgewählte komplementärmedizinische Dienstleistungen zu Vorzugskonditionen für das Milchvieh zur Verfügung.

Im Zentrum der Vorstandssitzung stand die Diskussion um einen nachhaltigen Produzentenstandard in der Milchproduktion.

Unveränderter A-Richtpreis für das 3. Quartal 2018 bestätigt

Der SMP-Vorstand hat sich über die aktuelle Marktentwicklung orientieren lassen. Auf dem Absatzmarkt und bei den internationalen Preisen sind leicht positive Impulse zu erkennen. Dazu gehört auch die Entwicklung des Euro-Wechselkurses der letzten Monate. Gleichzeitig gilt es zu berücksichtigen, dass die in den Monaten April und Mai 2018 gelieferte C-Milch noch zu einer Marktentlastung von rund 1‘100 Tonnen Butter führen wird. Vor diesem Hintergrund war es im Vorstand der Branchenorganisation Milch am 16. Mai 2018 einzig über Verhandlungen möglich, den A-Richtpreis für weitere drei Monate, im 3. Quartal 2018, unverändert bei 68 Rappen je Kilogramm (franko Rampe) zu belassen. Die aktuellen Beschlüsse der BO Milch sind für die Milchproduzenten ein positives Zeichen für Stabilität.

Einheitlicher Grundstandard für Schweizer Milch
Bei den Michproduzenten läuft aktuell die Diskussion für die konkrete Ausgestaltung eines einheitlichen, nationalen Grundstandards für Schweizer Milch auf Hochtouren, was aufgrund der Entwicklungen auf dem Markt auch unabdingbar ist. Dazu braucht es weiter das konstruktive Zusammenwirken aller Produzentengruppen inner- und ausserhalb der SMP. Das Projekt wird inzwischen sehr breit getragen. Für den SMP-Vorstand ist unabdingbar, dass sich ein solcher Standard inhaltlich gegenüber dem Ausland differenziert und letztlich auch von der Branche getragen sein muss, um die gewünschte Breitenwirkung zu entfalten.

Engagement zugunsten aller SMP-Milchproduzenten
Die Reduktion des Antibiotikaeinsatzes hat einen hohen gesellschaftlichen und politischen Stellenwert. Die SMP unterstützen das Projekt StAR, indem sie ihren Mitgliedern in Zukunft einen vereinfachten und deutlich verbilligten Zugang (Rabatte) zu der komplementärmedizinischen Beratung des Vereins Kometian ermöglicht. Dadurch erhält der Produzent, welcher Mitglied bei SMP ist, aktive Unterstützung bei der Reduktion des Antibiotikaeinsatzes auf seinem Milchviehbetrieb. Der SMP-Vorstand hat den Zusammenarbeitsvertrag genehmigt, welcher ab 2019 gelten wird. SMP wird damit zum wichtigsten privaten Sponsor von Kometian. Dieses Engagement ist gleichzeitig ein Mosaikstein zur weiteren Reduktion des Antibiotikaeinsatzes und für nachhaltige Schweizer Milch.

Weitere Aus­künf­te

Reto Burkhardt
079 285 51 01

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Der "grüne Teppich" wird konkreter (PDF, 60 KB)
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