Medienmitteilung – Milchmarkt

But­ter­prei­se jetzt schnell auf Niveau 2011 anheben!

19.07.2017 – Ein zentraler Grund, warum der A-Richtpreis nicht auf der Basis von 65 Rappen je Kilogramm franko Rampe (61 Rp./kg ab Hof) vergütet wird, sind die gesunkenen Markterlöse, insbesondere beim Butterabsatz, wie die aktuellen Zahlen des Bundesamtes für Landwirtschaft (BLW) zeigen. Die Organisation der Milchproduzenten SMP fordert deshalb im aktuellen Marktumfeld eine Anpassung der Butterpreise in Industrie und Detailhandel auf das Niveau von 2011 als der A-Richtpreis ebenfalls bei 65 Rappen lag. Gleichzeitig sind die Produzentenpreise anzupassen.

Zwischen Juli 2010 und März 2011 lag der A-Richtpreis der BO Milch wie heute bei 65 Rappen je Kilogramm franko Rampe. Die Preise für Industriebutter, also jene Preise, welche die Abnehmer bezahlen, lagen damals gemäss den Preiserhebungen des Bundesamtes für Landwirtschaft (BLW) bei rund 10.60 Franken je Kilogramm, heute sind sie sehr deutlich unter 10 Franken. Insbesondere auf März 2017 (!), also schon zu einem Zeitpunkt tiefer Milcheinlieferungen, sind die Preise in diesem Segment nochmals um knapp einen halben Franken gesunken. Auch der Vergleich des Rahmpreisindexes des BLW zeigt ein sehr ähnliches Bild. Dort beträgt die Differenz gegenüber der Periode 2010/11 über einen Franken je Kilogramm Butter (82%).

Günstiges Marktumfeld in der EU und der Schweiz

Die Butterpreise in der EU sind in den letzten Monaten und Wochen extrem angestiegen und betragen aktuell sehr erfreuliche 6‘000 bis 6‘200 Euro je Tonne (25 kg Blockware). Das Preisniveau darf als sehr, sehr gut bezeichnet werden. Gleichzeitig wird in den kommenden Monaten die Milchproduktion in der EU saisonal bedingt wieder sinken. Damit sinkt das Angebot. Der Euro hat sich zudem gegenüber dem Schweizer Franken gefestigt und liegt aktuell über 1.10 Franken je Euro.

In der Schweiz liegt die Butterproduktion je Kalenderwoche 2017 tiefer als im Vorjahr und kumuliert im laufenden Jahr rund 18 Prozent unter Vorjahr, die Verkäufe sind auf Kurs und die Lagersituation (konventionelle Butter) ist mit 4‘770 Tonnen (Woche 28) ebenfalls ausgeglichen für diese Jahreszeit. Bio-Butter ist sogar „Mangelware“.

Butterpreise in Industrie und Detailhandel sofort anpassen

Im Nachgang zu den Verhandlungen per 1. Juli 2017 gab es ein breites mediales Bekenntnis zur Einhaltung des A-Richtpreises aus Industrie und Detailhandel zugunsten der Milchproduzenten. Die aktuellen Fakten zeigen aber immer noch einen klaren Nachholbedarf bei den Markterlösen. Die Milchproduzenten fordern deshalb eine Anpassung der Butterpreise in Industrie und Detailhandel auf das Niveau von 2011 als der A-Richtpreis bei 65 Rappen lag.

Weitere Aus­künf­te

Hanspeter Kern
Präsident SMP
079 418 52 16

Stephan Hagenbuch
Direktor SMP
079 292 97 52

Reto Burkhardt
Leiter Kommunikation SMP
079 285 51 01

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