Medienmitteilung – Milchmarkt

Spielraum zur Ver­bes­se­rung des Milch­prei­ses ist zu nutzen!

24.09.2015 – Die Organisation der Schweizer Milchproduzenten SMP fordert die Marktakteure auf, den Spielraum zur Verbesserung der Milchpreise, die der Markt zulässt, vollumfänglich und ohne Verzögerung zu nutzen. Dazu erwartet sie auch von der Politik, dass die Rahmenbedingungen für die Milchproduktion im Milchland Schweiz rasch verbessert und keinesfalls weiter verschlechtert werden.

Der Vorstand der Schweizer Milchproduzenten SMP hat sich an seiner heutigen Sitzung eingehend mit der äusserst schwierigen Lage auf dem Milchmarkt befasst. Auch wenn sich die Preise international und in der EU bisher noch nicht markant gegen oben bewegt haben, gibt es bei der Molkereimilch Spielraum für Verbesserungen, die von den Marktakteuren ohne Verzug umzusetzen sind. Wichtige Gründe dafür sind die Entwicklung des Wechselkurses zum Euro, der sich um die CHF 1.10 einzupendeln scheint, wie auch die geringeren Milcheinlieferungen, die seit Mitte Jahr deutlich unter Vorjahr liegen. International sind die Preise an der Handelsplattform Global Dairy Trade - einem wichtigen Indikator für die kommende Entwicklung - seit dem Tiefpunkt anfangs August markant angestiegen. Die Verarbeiter sind aufgefordert, ein deutliches Zeichen zu setzen, dass es ihnen mit dem Bekenntnis zur nachhaltigen und langfristigen Sicherung des „Milchplatz Schweiz“ ernst ist.

Mit grosser Sorge hat der Vorstand zudem zur Kenntnis nehmen müssen, dass offenbar beabsichtigt ist, das Schoggigesetz als einen der wichtigen noch verbliebenen Pfeiler der Schweizer Milchmarktordnung im Rahmen der laufenden WTO-Verhandlungen zu „opfern“. Die SMP erwartet vom Bundesrat, dass er alles daran setzt, eine einseitige Preisgabe dieses sehr wichtigen Instruments ohne entsprechenden Gegenwert für unser Land zu verhindern.

Zu den politischen Rahmenbedingungen hat der Vorstand von den ersten Ergebnissen der Umfrage zur Agrarpolitik 2014-2017 Kenntnis genommen, welche die SMP im Frühjahr zusammen mit dem Schweizer Bauernverband (SBV) durchgeführt hat. Die Ergebnisse zeigen eine grosse Unzufriedenheit insbesondere auch der Milchproduzenten mit den politischen Rahmenbedingungen. Nach der weiteren Aufarbeitung bilden die Ergebnisse eine wichtige Grundlage für die künftigen Forderungen von SBV und SMP zur Verbesserung der politischen Rahmenbedingungen.

Im Weiteren hat der Vorstand die Ergebnisse seiner Strategieüberprüfung von anfangs September ausgewertet. Die strategische Ausrichtung, die vor zwei Jahren festgelegt worden ist, bleibt insgesamt unverändert. Bei den Schwerpunkten der Tätigkeit und den konkreten Massnahmen gibt es hingegen diverse Anpassungen, die in den kommenden Wochen weiter konkretisiert und umgesetzt werden. Unter anderem geht es um die Verstärkung der internen und externen Kommunikation sowie der Vertretung der Interessen der Milchproduzenten in der Politik. Im Bereich „Milchmarkt“ werden die Möglichkeiten zur Einflussnahme auf die Milchmenge im aktuellen Umfeld nochmals systematisch aufgearbeitet, damit der Vorstand im Dezember in Kenntnis aller Fakten über allfällige Massnahmen entscheiden kann.

Weitere Aus­künf­te

Hanspeter Kern
Präsident
079 418 52 16

Kurt Nüesch
Direktor
079 661 41 59

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