Medienmitteilung – Milchmarkt

Situation am Milch­markt – For­de­run­gen bleiben un­ver­än­dert

22.10.2015 – Die Organisation der Schweizer Milchproduzenten SMP teilt die heute an einer Veranstaltung auf dem Berner Bundesplatz gestellten Forderungen an die Politik wie auch an die Akteure der Milchbranche weitgehend. Im Zentrum stehen für die SMP die Bewältigung und der Umgang mit der schwierigen Währungssituation, die Weiterführung der Erstattung von 85% beim Schoggigesetz und das Halten des A-Richtpreises bei 68 Rappen.

Seit dem Währungsschock vom 15. Januar 2015 fordert die SMP die Politik wie auch die Akteure in der Milchbranche auf, den Spielraum für die Verbesserung der Situation der Milchproduzenten zu nutzen. Für die Milchproduzentenfamilien ist es existenziell, dass alle Beteiligten ihre Verantwortung wahrnehmen. Die gemeinsam getroffenen Massnahmen zur Marktentlastung über LactoFama wie auch die mit Partnern erfolgreich durchgeführte Kampagne „Swiss milk inside“ haben wesentlich dazu beigetragen, dass die Situation nicht noch dramatischer geworden ist. Es geht nun darum, auf diesem Weg weiterzufahren und alles daran zu setzen, den Markt weiter zu stabilisieren und Verbesserungen zu realisieren. Für die SMP stehen dabei die folgenden drei Ansatzpunkte im Zentrum:

Währungssituation bleibt weiterhin ein grosses Problem für die Milchbranche
Die aktuelle Situation ist für die Milchproduzenten deshalb sehr schwierig, weil zur internationalen Preissituation auch noch die schwierige Währungssituation gekommen ist. Aus diesem Grund hat die SMP zusammen mit der Branche und dem Schweizer Bauernverband bereits im Januar 2015 gefordert, Mittel für flankierende Massnahmen zur Abfederung der negativen Auswirkungen bereit zu stellen. In der Zwischenzeit hat sich der Wechselkurs leicht erholt, was Spielraum bieten würde, den Produzenten etwas weiter zu geben.

Das Schoggigesetz ist für die Milch von zentraler Bedeutung
Der Bundesrat muss alles daran setzen, das Ausgleichsinstrument für verarbeitete landwirtschaftliche Grundstoffe – das Schoggigesetz - weiter zu führen und mit ausreichend Mittel auszustatten. Ziel muss es sein, die 85% Erstattungsrate zu halten. Die Produzentenorganisationen sind danach gefordert die Verhandlungen mit den verarbeitenden Betrieben so zu führen, dass keine Abzüge mehr gemacht werden. Ohne diese Massnahme wird sich der Milchpreis weiter dem europäischen Niveau annähern und viele Schweizer Arbeitsplätze gefährden.

Starker A-Richtpreis nur mit enger Zusammenarbeit
Erklärtes Ziel der Milchproduzenten ist es, den A-Richtpreis von aktuell 68 Rappen pro Kilogramm Milch zu halten und diesen auch zu realisieren. Dieses Ziel kann nur erreicht werden, wenn alle Milchproduzenten die bereits eingeleiteten Massnahmenkonsequent und transparent umsetzen. Dazu gehört insbesondere eine korrekte und konsequente Umsetzung der Segmentierung auf allen Stufen. Damit besteht die Basis, um sich gemeinsam mit den Branchenpartnern an den Verhandlungstisch zu setzen. Grundsätzlich ist ein guter A-Richtpreis im Interesse aller Beteiligten.

Weitere Aus­künf­te

Kurt Nüesch
Direktor
079 661 41 59

Reto Burkhardt
Kommunikation
079 285 51 01

Diese Me­di­en­mit­tei­lung zum Her­un­ter­la­den

Situation am Milchmarkt – Forderungen bleiben unverändert (PDF, 70 KB)
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