Medienmitteilung – Milchmarkt

Schog­gi­ge­setz – Jetzt gilt es die Über­gangs­zeit zu nutzen

22.12.2015 – Anders als andere Länder, konnte die Schweiz an der WTO-Konferenz von Nairobi ihre Agrarinteressen nicht erfolgreich verteidigen. Die wirtschaftliche Bedeutung des Entscheides ist mittelfristig für die Milchwirtschaft einschneidend. Über das Schoggigesetz werden aktuell rund 250 Mio. kg Milch abgesetzt. Mit Blick auf 2020 gilt es nun, bis zum Zeitpunkt der Ratifizierung gleichwertige Massnahmen zu implementieren, um nachhaltigen Schaden für den Werkplatz Schweiz und die Schweizer Milchproduktion zu verhindern.

Die SMP und die Branche haben sich bisher bei jeder Gelegenheit für die Erhaltung der heutigen Regelung beim Schoggigesetz eingesetzt. Es war in der aktuellen politischen Grosswetterlage allerdings nicht auszuschliessen, dass diese Form der Exportförderung früher oder später unter ultimativen Druck geraten würde. Doch eher überraschend war aber, wie leicht die Schweiz ihre Position aufgegeben hat, während verschiedene Formen der Exportförderung anderer Länder weiterhin toleriert werden.

Zeit bis zur Ratifizierung und bis 2020 nutzen
Zuerst geht es jetzt einmal darum, die relevanten Entscheide der Ministerkonferenz von Nairobi vom 19. Dezember 2015 im Detail zu analysieren. Klar ist, dass das Instrument für die Schweiz bis Ende 2020 im bisherigen Rahmen weiterhin zur Verfügung steht und spätestens nach Ablauf der Übergangsfrist zu eliminieren ist. Zudem wurde der Branche im Vorfeld von höchster Stelle versichert, dass die Mittel auch nach 2020 zugunsten der „Milch“ unbestritten seien. Für die Schweizer Milchproduzenten muss die Zeit nun genutzt werden, einen WTO-konformen Weg zu finden, die Mittel für die Milchproduktion über 2020 hinaus zu erhalten. Die SMP wird alles daran setzen, dass bis zur Ratifizierung des WTO-Vertrages im Bundesparlament eine Nachfolgeregelung vorliegt, welche der Schweizer Milchproduktion und dem Werkplatz Schweiz dient

Weitere Aus­künf­te

Reto Burkhardt
Leiter Kommunikation SMP
079 285 51 01

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