Medienmitteilung – Milchpolitik

Schweizer Milch­pro­du­zen­ten wollen Wert­schöp­fung sichernAus­ser­or­dent­li­che De­le­gier­ten­ver­samm­lung vom 25. November 2014

25.11.2014 – An der ausserordentlichen Delegiertenversammlung der Schweizer Milchproduzenten haben die SMP-Delegierten nach zahlreichen Informationsveranstaltungen fast diskussionslos dem Finanzierungsbeschluss für saisonale Massnahmen zur Marktstabilisierung gemäss den Antrag des SMP-Vorstandes verabschiedet. Die Aktionäre von LactoFama AG hatten bereits früher die schriftlichen Zusicherungen zur Co-Finanzierung abgegeben.

Bereits an der Versammlung vom 15. April 2014 hatte der Präsident der Schweizer Milchproduzenten SMP, Hanspeter Kern, den Delegierten in Aussicht gestellt, dass sie das letzte Wort über eine Finanzierung von Marktstabilisierungsmassnahmen in der Regie der Milchproduzenten haben werden. Die SMP-Delegierten haben heute an der ausserordentlichen Versammlung dem Antrag des Vorstandes mit  136 JA- zu 10 NEIN-Stimmen bei 4 Enthaltungen sehr deutlich zugestimmt, per 1. Dezember 2014 0.35 Rappen je Kilogramm vermarkteter Milch für saisonale Marktstabilisierungs-massnahmen zu entrichten. Die Abstimmung zur Finanzierung verlief fast ohne Diskussionen. Im Weiteren zahlen die aktuell 12 Aktionäre aus dem Kreis der grössten Vermarktungsorganisationen zusätzliche 0,10 Rappen an die Finanzierung. Der SMP-Präsident kommentierte dies als sehr klaren Entscheid zu einer Sachfrage, welcher zudem eine nicht zu unterschätzende Wirkung gegen aussen habe. Rege diskutiert wurde jedoch im Vorfeld eine Anpassung der entsprechenden Reglemente.

Direktor Kurt Nüesch bot den anwesenden Delegierten und Gästen einen konzentrierten Überblick über die laufenden Geschäfte. Die globale Entwicklung auf den Milchmärkten geht auch am schweizerischen Markt nicht spurlos vorbei. 2015 werde deshalb ein anspruchsvolles Jahr für die Milchproduzenten und die Milchwirtschaft werden. Aktuell geht es aber auch darum, in der Budgetdebatte 2015 alle Kürzungsanträge zulasten der Milch- und Landwirtschaft mit vereinten Kräften abzuwehren. Die AP 2014-17 ist noch zu jung, um alle relevanten Auswirkungen in den vollen Dimensionen zu erkennen. Die SMP wird im kommenden Frühjahr zusammen mit dem Schweizer Bauernverband Erhebungen zu den Auswirkungen durchführen und daraus die nötigen Schlüsse und Forderungen ableiten. Daniel Schreiber, Präsident MIBA, forderte die SMP zusätzlich auf, einen konkreten Bericht zu den Auswirkungen der AP 2014-17 auf die Milchproduktion bis zur nächsten Delegiertenversammlung zu erstellen, was der SMP-Präsident offen entgegennahm.

Weitere Aus­künf­te:

Hanspeter Kern
Präsident
079 418 52 16

Kurt Nüesch
Direktor
079 661 41 59

Stefan Hagenbuch
stv. Direktor, Kommunikation
079 292 97 52

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