Medienmitteilung – Milchpolitik

AP 2014-2017: SMP verlangt Ver­bes­se­run­gen bei den Ver­ord­nun­gen

27.06.2013 – Der Vorstand hat heute die Stellungnahme der Schweizer Milchproduzenten SMP zu den Ausführungsbestimmungen zur Agrarpolitik 2014-2017 verabschiedet. Gefordert werden insbesondere eine markante Erhöhung der RAUS- und BTS-Beiträge sowie vernünftige und praxisgerechte Anforderungen bei der graslandbasierten Milch- und Fleischproduktion.

Die Ablehnung der Differenzierung der Versorgungssicherheitsbeiträge auf der Grünfläche in Abhängigkeit des Tierbesatzes hat für viele Rindviehhalter massive Einbussen bei den Direktzahlungen zur Folge. Mit einer Erhöhung der Tierwohlbeiträge für RAUS und BTS, die pro Grossvieheinheit ausgerichtet werden, können die Einbussen für diese Betriebe etwas abgefedert werden. Die Erhöhung ist auch angebracht, weil das Tierwohl in der Gesellschaft einen hohen Stellenwert hat und die Mehraufwendungen bisher ungenügend abgegolten sind. Eine Erhöhung der RAUS-Beiträge um 40 Prozent und der BTS-Beiträge um 20 Prozent ist angemessen.

Die neu vorgesehenen Beiträge für graslandbasierte Milch- und Fleischproduktion werden voraussichtlich vor allem mehr Administration und Kontrollaufwand bringen. Damit sie trotzdem Anreize bieten und eine gewisse Wirkung erzielen, müssen die Anforderungen so festgelegt werden, dass Betriebe mit unerwünscht hohem Kraftfuttereinsatz oder besonders geringem Grasanteil veranlasst werden, ihre Fütterung anzupassen. Die vorgeschlagenen Anforderungen müssen dafür deutlich auf mindestens  85 Prozent Grundfutter und mindestens 70 Prozent (in höheren Lagen 80 Prozent) graslandbasiertes Futter in der Ration korrigiert werden.

Ein grosses Problem bleibt der immer grössere administrative Aufwand für die Bauernfamilien. Das Bundesamt für Landwirtschaft und der Bundesrat sind aufgefordert, nochmals alle Möglichkeiten zu suchen, um die mit der Agrarpolitik 2014-2017 verbundene Administration zu vereinfachen und die Betroffenen zu entlasten.

Die Schweizer Milchproduzenten unterstützen die neuen Anreize zur Umsetzung der Qualitätsstrategie und zur Förderung von Marktinitiativen. Allerdings müssen die konkreten Bestimmungen dazu noch in diversen Punkten angepasst werden.

Aus­künf­te

Hanspeter Kern
Präsident SMP
Mobile: 079 418 52 16

Kurt Nüesch
Stv. Direktor SMP
Mobile: 079 661 41 59

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