Medienmitteilung – Milchmarkt

A-Richt­preis steigt per 1. Juni um 3 Rappen

27.02.2013 – Der Vorstand der Branchenorganisation Milch (BO Milch) hat den Richtpreis für A-Milch per 1. April 2013 auf 66.0 Rp./kg und per 1. Juni 2013 auf 69.0 Rp./kg (franko Rampe, exkl. MwSt.) festgelegt. Der Vorstand hat zudem eine konsequente Umsetzung der beschlossenen Segmentierung bekräftigt und die Verantwortung für die Restfinanzierung im Rahmen des „Schoggigesetzes“ sowie von allfälligen Überschussverwertungen (Milchfett) an die betroffenen Marktakteure entlang der Wertschöpfungskette (Lieferanten) delegiert. Damit werden bei der BO Milch die Fonds sistiert und der Finanzierungsbeitrag von derzeit 1.0 Rp./kg Milch entfällt per 1. Mai 2013.

Als Basis für die Richtpreisfestlegung von A-Milch dient gemäss Beschluss neu der umgerechnete und an die aktuelle Segmentierung angepasste Molkereimilchpreisindex des Bundesamtes für Landwirtschaft (Eichung: ∅ 2005 ab Hof, inkl. MwSt.). Dazu kommt eine Bereinigung durch Transportkosten (3.5 Rp./kg) zuzüglich Mehrwertsteuer, so dass eine Orientierungsgrösse für den Richtpreis errechnet werden kann (franko Rampe, exkl. MwSt.). Diese neue Festlegung basiert nun aus Sicht der Produzenten auf sehr realitätsgerechten Grundlagen.

Bei der konkreten Beurteilung für die kommenden Monate war sich der Vorstand der BO Milch unisono einig, dass der Milchpreis steigen wird; einzig auf der Zeitachse gab es unterschiedliche Einschätzungen. Basierend auf den neuen Grundlagen hat der Vorstand nach sehr intensiven und langen Verhandlungen den A-Richtpreis für das zweite Quartal 2013 festgelegt und zwar per 1. April 2013 auf 66.0 Rp./kg und per 1. Juni 2013 auf 69.0 Rp./kg. Die konkrete Umsetzung ist Sache der Marktakteure. Zudem gilt es neben dem Aufschlag per Juni die aktuell bestehenden Lücken zwischen dem A-Richtpreis und dem ausbezahlten Preis im A-Segment zu schliessen.

Der Vorstand hat sich zudem über den Stand der Umsetzung der Segmentierung orientieren lassen und dabei eine transparente und kompromisslose Umsetzung bekräftigt. Die Geschäftsstelle der BO Milch hat dieses Geschäft deshalb weiterhin mit höchster Priorität zu behandeln. Alle betroffenen Akteure werden sofort schriftlich informiert und, soweit Umsetzungslücken bestehen sollten, abgemahnt.

Nach eingehender Diskussion hat der Vorstand beschlossen, die bestehenden Fonds (Marktentlastungsfonds, Interventionsfonds zum Preisausgleich „Schoggigesetz“) auslaufen zu lassen. Künftig sollen allfällige Marktentlastungsmassnahmen (Milchfett) auf der vertikalen Linie durch die Marktpartner direkt ausgeglichen werden (beschlossene Segmentierung). Zudem sind die Milcheinlieferungen strukturell rückläufig.

Zur Abfederung des Rohstoffausgleichs im Rahmen des Schoggigesetzes und als Ergänzung zu den Bundesmitteln wird bei der BO Milch kein Fonds mehr geführt. Die Produzenten bedauern dies ausdrücklich. Sie haben sich in diesem Punkt auch im Interesse des Werkplatzes Schweiz und einstimmig für eine horizontale Lösung eingesetzt. Dies reichte allerdings nicht, um das notwendige doppelte Abstim-mungsquorum zu erreichen. Gezwungenermassen werden die Produzenten deshalb kurzfristig sofort vertikale Lösungen umsetzen, um den Veredelungsverkehr zu verhindern und die bestehenden Marktanteile im Exportgeschäft zumindest zu halten.

Aus­künf­te

SMP-Vertreter im Vorstand der BO Milch:

Hanspeter Kern
Mobile 079 / 418 52 16

Stefan Hagenbuch
Telefon 031 359 54 81 / Mobile 079 292 97 52

Weiterempfehlen
Drucken