Medienmitteilung – Milchmarkt

Suche nach ge­eig­ne­ten ge­mein­sa­men Mass­nah­men geht weiterDer Preis­druck trifft die Milch­bau­ern hart

28.08.2012 – Der Preisdruck trifft die Milchbauern hart. Viele Produzenten sind nicht bereit, dies so hinzunehmen. Die bäuerlichen Basisorganisationen Uniterre, Big-M und Bäuerliches Zentrum Schweiz BZS unterbreiteten dem SMP-Vorstand Vorschläge, mit welchen Massnahmen die Position der Milchproduzenten am Markt gestärkt werden könnte. Der SMP-Vorstand beabsichtigt, mit einer Basisbefragung auszuloten, wo unter den Milchproduzenten ein genügend grosser Wille für gemeinsame Massnahmen vorhanden ist.

Der Schweizer Markt für Molkereimilch ist in die tiefste Krise wohl seit den 1930er Jahren, der damaligen Weltwirtschaftskrise, abgerutscht. Rekordhohe Milcheinlieferungen führen zu Preisdruck und machen in diesem Jahr Exporte von Butter und Magermilchpulver im Umfang von rund zehn Prozent der Molkereimilchmenge zu Weltmarktpreisen notwendig. Die wirtschaftlichen Folgen für die Milchbauernfamilien sind gravierend.

Mitverantwortlich für diese Krise ist der seit der Aufhebung der Milchkontingentierung verschärfte Konkurrenzkampf unter den Milchproduzenten und unter den Milchhandelsorganisationen. Denn wo gemeinsame Instrumente zur Stabilisierung fehlen, entstehen Marktschwankungen und Überschüsse, die eine unaufhaltsame Abwärtsspirale bei den Produzentenpreisen antreiben. Die Preissenkungen von anfangs August machten dies einmal mehr deutlich sichtbar.

Viele Milchproduzenten sind nicht bereit, dies so hinzunehmen. Die Basisorganisationen Uniterre, Big-M und Bäuerliches Zentrum Schweiz BZS unterbreiteten dem SMP-Vorstand Vorschläge, in welche Richtung die SMP Wege finden soll, um die Marktstellung der Milchproduzenten gegenüber dem Milchhandel und den Milchverarbeitern auf gleiche Augenhöhe zu bringen.

Der SMP-Vorstand entschied aufgrund bisheriger Erfahrungen, die Willensfindung und Lösungssuche an eine breit abgestützte Arbeitsgruppe zu delegieren, welche Massnahmen zur Entlastung des Milchmarktes suchen und prüfen soll.

Die Diskussion zwischen dem SMP-Vorstand und den Basisorganisationen zeigte jedoch einmal mehr eines klar und deutlich auf: Am Anfang jeder Verbesserung steht der Wille der Milchproduzenten, einen breit abgestützten Vorschlag auch gemeinsam umzusetzen. Um festzustellen, ob und in welche Richtung unter den Milchproduzenten ein genügend grosser Wille vorhanden ist, marktbezogene Massnahmen zu unterstützen, wird die SMP allenfalls bei allen Milchproduzenten eine Befragung durchführen lassen.

Aus­künf­te

Kurt Nüesch
Stv. Direktor SMP
Telefon 031 359 52 11 / Mobile 079 661 41 59
E-Mail kurt.nueesch@swissmilk.ch

Christoph Grosjean-Sommer
Kommunikation Wirtschaft + Politik SMP
Telefon 031 359 53 18 / Mobile 079 645 81 36
E-Mail christoph.grosjean@swissmilk.ch

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