Medienmitteilung – Milchpolitik

De­le­gier­ten­ver­samm­lung SMPKlare Zu­stim­mung zu den sta­tu­ta­ri­schen Ge­schäf­ten

11.04.2012 – Die Delegiertenversammlung der Schweizer Milchproduzenten SMP verabschiedete die statutarischen Geschäfte und beschloss die Weiterführung der Produzentenbeiträge in unveränderter Höhe. Wo und wie diese Mittel eingesetzt werden, zeigten SMP-Präsident Peter Gfeller und SMP-Direktor Albert Rösti unter anderem mit Einblicken in die Tätigkeiten des Milchmarketings, mit der Einflussnahme auf die Agrarpolitik und mit dem Engagement zur Verbesserung der Situation der Milchproduzenten am Milchmarkt auf.

An der Delegiertenversammlung der Schweizer Milchproduzenten SMP bildeten nebst der Abnahme der statutarischen Geschäfte die Informationen zum Milchmarketing, zur Agrarreform 2014-2017 und zum Milchmarkt drei Schwerpunkte. In seinen Ausführungen zu den laufenden Geschäften hob SMP-Direktor Albert Rösti einige Höhepunkte aus den aktuellen Milchmarketing-Tätigkeiten zur Absatzförderung von Schweizer Milch und Milchprodukten hervor. Die Neugestaltung der Website swissmilk.ch im vergangenen Sommer war ein voller Erfolg. Monatlich besuchen über 300'000 Userinnen und User die Seite, doppelt so viele wie vor dem Relaunch. Am Laufen ist derzeit der Plakat-Malwettbewerb zum Tag der Milch vom Samstag, 28. April 2012, an welchem 70 Schulklassen mitmachen. Und im Mai startet eine neue Plakatkampagne mit einem überraschenden Motiv zum Thema "Velotour".

Forderungen zur AP 2014-17 bekräftigt
SMP-Präsident Peter Gfeller bekräftigte die zentralen Forderungen der Milchproduzenten zur Agrarreform 2014-17: An den Tierbesatz gekoppelte Versorgungssicherheitsbeiträge auf dem Grünland, die Gleichstellung von Produzentenorganisationen und Branchenorganisationen bezüglich der Allgemeinverbindlichkeit von marktbezogenen Selbsthilfemassnahmen und die Ergänzung und Weiterführung der Bestimmungen zu den Milchkaufverträgen. Während diese Forderungen in der Botschaft des Bundesrates an das Parlament noch ungenügend berücksichtigt wurden, so sind weitere Anliegen, insbesondere die Weiterführung der Zulagen für verkäste Milch und für silagefreie Fütterung in gleicher Höhe bereits enthalten. Dennoch äusserte Gfeller starke Bedenken: "Wenn im politischen Prozess keine klaren Korrekturen erkennbar werden, dann muss das Szenario <Rückweisung an den Bundesrat> ernsthaft in Erwägung gezogen werden."

Unzufrieden mit dem Milchmarkt
In der Diskussion schliesslich kam die Unzufriedenheit der Milchproduzenten mit der Marktsituation zum Ausdruck. Während auch im vergangenen Jahr die Milchproduktion wieder um 1,0 Prozent anstieg, und diese zusätzliche Milch vorwiegend in wertschöpfungsschwache Segmente floss, besteht unter den Milchverkaufsorganisationen ein harter Konkurrenzkampf mit entsprechendem Druck auf die Produzentenmilchpreise. Peter Gfeller rief den Delegierten in Erinnerung, dass weder die Branchenorganisation Milch noch die Milchüberschüsse, sondern die wirtschaftliche Situation der Milchproduzenten das grösste Problem sei. Und Albert Rösti ergänzte: "Um hier etwas zu verbessern genügt es nicht, nett zu sein, sondern man muss die Interessen der Produzenten mit Vehemenz vertreten." Dass die Branchenorganisation Milch im letzten Jahr überhaupt - wie nun viel gerühmt - Marktentlastungsmassnahmen durchführte, sei nur dank dem Druck der SMP und unter Mithilfe der politischen Diskussion zustande gekommen. Und dies zeige, dass rein privatrechtlich die Branchenorganisation nicht in der Lage sei, das Problem der Milchproduzenten zu lösen.

Aus­künf­te

Peter Gfeller
Präsident SMP
Mobile 079 335 09 73
E-Mail peter.gfeller@swissmilk.ch

Albert Rösti
Direktor SMP
Telefon 031 359 52 11 / Mobile 079 255 88 56
E-Mail albert.roesti@swissmilk.ch

Christoph Grosjean-Sommer
Kommunikation Wirtschaft und Politik
Telefon 031 359 53 18 / Mobile 079 645 81 36
E-Mail christoph.grosjean@swissmilk.ch

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Delegiertenversammlung SMP (PDF, 63 KB)
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