Medienmitteilung – Milchmarkt

Sinkende Einkommen un­ter­strei­chen die Not­wen­dig­keit der Mass­nah­menSinkende Einkommen in der Land­wirt­schaft

05.09.2011 – Die Forschungsanstalt Agroscope Reckenholz-Tänikon ART publizierte heute die Zahlen zu den landwirtschaftlichen Einkommen 2010. Sie bestätigen die von den Betriebsleitern und Branchenkennern längst erfasste Tatsache, dass vor allem gesunkene Produzentenpreise sich mit aller Härte auf die landwirtschaftlichen Einkommen durchschlagen. Die Direktzahlungen vermögen die Erlöseinbussen nicht mehr zu decken. Die Schweizer Milchproduzenten sehen sich deshalb in ihrem Kampf für bessere Rahmenbedingungen bestätigt.

Für die Milchproduzenten ist die seit Jahren ungenügende Einkommenssituation in einer Schweiz mit sehr hohen Lebenshaltungskosten unhaltbar. Es ist offensichtlich und dringend, dass Massnahmen greifen müssen, damit die Einkommenssituation der Milchbauern verbessert werden kann. Die Organisation Schweizer Milchproduzenten SMP sieht sich deshalb im Kampf für bessere Rahmenbedingungen bestätigt. Für die Milchproduzenten stehen unverändert folgende Massnahmen im Vordergrund:

Stabilisierung Milchmarkt
Für die Stabilisierung des Milchmarktes braucht es zwingend das gesamte Massnahmenpaket, wie es die Branchenorganisation Milch am 3. Mai 2011 beschloss. Bei einem Scheitern wäre zusätzlicher Preisdruck nicht mehr auszuschliessen. Deshalb steht die Branchenorganisation Milch in einer besonderen Verantwortung, bei der Umsetzung den Willen der Delegiertenversammlung zu respektieren und dem Gesamtpaket zivilrechtlich wie auch politisch zum Durchbruch zu verhelfen.

Agrarpolitik 2014-2017
Die SMP verlangt unter anderem, dass bei den Direktzahlungen ein an den Besatz an Raufutterverzehrern gekoppelter Zusatzbeitrag auf der Grünfläche entrichtet wird und dass ausdrücklich auch den Produzentenorganisationen eine Allgemeinverbindlichkeit gewährt werden kann für Entlastungsmassnahmen im Fall von Marktungleichgewichten.

Massnahmenpaket Käse
Die SMP fordert mehr Budgetmittel für die Verkäsungszulage sowie die Promotion zur Absatzförderung. Weitere Forderungen zur Abfederung der währungsbedingten Verluste im Käsemarkt wird die SMP demnächst einbringen.

Die SMP fordert die Akteure aus Wirtschaft und Politik eindringlich auf, Farbe zum Milchland Schweiz zu bekennen und den massiv unter dem wirtschaftlichen Druck stehenden Bauernfamilien endlich die notwendige Unterstützung und damit auch die verdiente Anerkennung zu geben.

Aus­künf­te

Albert Rösti
Direktor SMP
Telefon 031 359 52 11 / Mobile 079 255 88 56
E-Mail albert.roesti@swissmilk.ch

Christoph Grosjean-Sommer
Kommunikation Wirtschaft und Politik
Telefon 031 359 53 18 / Mobile 079 645 81 36
E-Mail christoph.grosjean@swissmilk.ch

Weiterempfehlen
Drucken