Medienmitteilung – SMP

De­le­gier­ten­ver­samm­lung SMPAustritt aus BO Milch ist Alarm­si­gnal der Milch­pro­du­zen­ten

30.11.2011 – Der Austritt der Organisation Schweizer Milchproduzenten SMP aus der Branchenorganisation Milch ist ein Alarmsignal, ein Hilfeschrei der Milchproduzenten, weil deren Anliegen missachtet wurden. Die SMP ist bereit, mit fundierten Lösungsvorschlägen die BO Milch zum Funktionieren zu bringen. Über einen Wiedereintritt der SMP in die BO Milch soll diskutiert werden, wenn die Ursachen, die zum Austritt geführt hätten, behoben seien, lautete der Tenor an der SMP-Delegiertenversammlung vom Mittwoch, 30. November 2011 in Bern.

An der Delegiertenversammlung der Organisation Schweizer Milchproduzenten SMP vom Mittwoch, 30. November 2011, standen die Informationen und Diskussionen rund um die sinkenden Milchpreise, die brennendsten Marktfragen sowie die Zukunft der Branchenorganisation Milch (BO Milch) im Zentrum. In seinem Eröffnungswort nahm SMP-Präsident Peter Gfeller den ungenügenden Arbeitsverdienst von durchschnittlich 12 Franken als Ausgangspunkt, um die Lösungsansätze aufzuzeigen, wie die Milchproduzenten langfristig bessere Einkommen erzielen könnten. "Wir Milchproduzenten müssen an den Schrauben Milchabsatz, Markterlös, Direktzahlungen und Kosten gemeinsam in die richtige Richtung drehen", fasste Gfeller die Strategie zusammen.

Von allen Schrauben bereitet insbesondere den Molkerei- und Emmentalermilchproduzenten der erodierende Milchpreis die grössten Sorgen. Gfeller kritisierte deshalb die jüngste, von der BO Milch eingeleitete Milchpreissenkung, als unverantwortlich, ungerechtfertigt und nicht nachvollziehbar. SMP-Direktor Albert Rösti zeigte auf, dass die Rahmenbedingungen in der Schweiz für die Milch im geschützten und gestützten Bereich einen um 15 bis 20 Rappen pro Kilogramm Milch höheren Milchpreis als in der zur EU ermöglichen würde. Doch diese Preisdifferenz werde oft nicht mehr realisiert, weil ein zu grosses Angebot und die ungleiche Verteilung der Marktmacht den Milchpreis enorm drücken.

Beides sind zentrale Elemente, die in einer funktionierenden Branchenorganisation gelöst werden könnten, damit auch die Milchproduzenten mit der Milchproduktion wieder ein Auskommen verdienen könnten. Der Austritt der SMP aus der Branchenorganisation Milch sei ein Alarmsignal, ein Hilfeschrei der Milchproduzenten, weil deren Anliegen missachtet wurden. Die SMP ist bereit, mit fundierten Lösungsvorschlägen die BO Milch zum Funktionieren zu bringen. Über einen Wiedereintritt der SMP in die BO Milch solle diskutiert werden, wenn die Ursachen, die zum Austritt geführt hätten, behoben seien, so der Tenor aus der Mitte der SMP-Delegierten. An der Delegiertenversammlung zeigte sich das vielfältige Meinungsspektrum unter den Milchproduzenten. Einzelne Votanten forderten die SMP zum sofortigen Wiedereintritt in die BO Milch, andere meinten, die SMP könnte ausserhalb der BO Milch besser agieren und auf einen Wiedereintritt verzichten.

Ersatzwahlen in den SMP-Vorstand
Für die zurückgetretenen Vorstandsmitglieder Daniel Jenni (Milchverband der Nordwestschweiz Miba) und Hans Ruckstuhl (Vereinigte Milchbauern Mitte-Ost VMMO) wählten die Delegierten neu Miba-Präsident Daniel Schreiber, Wegenstetten AG, sowie VMMO-Vorstandsmitglied Urs Weder, Ganterschwil SG, in den SMP-Vorstand.

Aus­künf­te

Peter Gfeller
Präsident SMP
Mobile 079 335 09 73
E-Mail peter.gfeller@swissmilk.ch

Albert Rösti
Direktor SMP
Telefon 031 359 52 11 / Mobile 079 255 88 56
E-Mail albert.roesti@swissmilk.ch

Christoph Grosjean-Sommer
Kommunikation Wirtschaft und Politik
Telefon 031 359 53 18 / Mobile 079 645 81 36
E-Mail christoph.grosjean@swissmilk.ch

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