Medienmitteilung – Milchpolitik

SMP kämpft gegen weitere Preis­sen­kungWeitere Milch­preis­sen­kung auf der Ver­trags­men­ge

08.04.2010 – Die SMP wehrt sich vehement gegen eine weitere Milchpreissenkung auf der Vertragsmenge. Dies ist für die Milchproduzentenfamilien nicht tragbar.

Nachdem die Branchenorganisation Milch Ende März die Abräumung von 62 Millionen Kilogramm Milch beschloss, den Richtpreis unverändert liess, die BO Milch Ja sagte zur teilweisen Abfederung der fehlenden Mittel im Schoggigesetz und Unternehmungen gute Abschlüsse realisierten, ist für die SMP der weiterhin offensichtliche Preisdruck nicht nachvollziehbar.

Unbestritten ist aber auch für die SMP, dass nach wie vor zu viel Milch auf dem Markt ist. Der Ausweg aus diesem Marktungleichgewicht muss unter den aktuellen Gegebenheiten zwingend mit den Instrumenten der BO Milch gefunden werden, und dies bedeutet eine konsequente Anwendung des Mengenindexes. Obwohl die SMP bereits an zwei vorangehenden Sitzungen der BO Milch beantragte, den Mengenindex auf 93 Prozent zu reduzieren, konnte sich die BO Milch nicht zu einem solchen Entscheid durchringen. Der jetzige Preisdruck zeigt aber, dass genau dies nötig ist, um Marktstabilität zu erhalten. Heute ist klar zu erkennen, dass nur eine weitere Indexreduktion auf nationaler Ebene grössere Preiseinbussen auf der gesamten Vertragsmenge verhindern kann. Dementsprechend führt die SMP Gespräche auf allen Ebenen und sie wird an der nächsten Sitzung der Branchenorganisation Milch diesen Antrag erneut stellen. Damit auch die Milchproduzenten an der realisierbaren Wertschöpfung im Milchmarkt teilhaben können, sind sie darauf angewiesen, dass auch die Produzentenseite in der BO Milch den SMP-Antrag geschlossen unterstützt.

Aus­künf­te

Albert Rösti
Direktor SMP
Telefon 031 359 52 11 / Mobile 079 255 88 56
E-Mail albert.roesti@swissmilk.ch

Christoph Grosjean-Sommer
Schweizer Milchproduzenten SMP
Telefon 031 359 53 18 / Mobile 079 645 81 36
E-Mail christoph.grosjean@swissmilk.ch

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