Medienmitteilung – Milchpolitik

Die SMP-Re­so­lu­ti­on zeigt WirkungBe­schlüs­se der BO Milch vom 6. Mai 2010

06.05.2010 – Der Vorstand der Branchenorganisation Milch (BO Milch) hat sich an seiner Sitzung von gestern Donnerstag, 6. Mai 2010, zu Beschlüssen durchgerungen, die den Milchmarkt vorerst stabilisieren. Im Vordergrund steht der Entscheid, wie die Butterlager auf ein vermarktbares Volumen abgebaut werden können. Dazu hat die Branchenorganisation einen Verteilschlüssel zur Finanzierung des Butterlagerabbaus mittels Exporten festgelegt, der verursachergerecht auf die Milchverkaufsorganisationen umgelegt wird.

Die SMP trägt die Be­schlüs­se aus folgenden Gründen mit

  • Die Marktentlastung im Umfang von zirka 3‘000 Tonnen Butter (dies entspricht 64 Mio. kg Milch bzw. 35 Mio. kg Milchäquivalent Fett) stabilisiert den Milchfettmarkt und entspricht der seit Monaten gestellten Forderung der SMP zur Marktabräumung. Dies nimmt Preisdruck weg. Zudem erwarten wir, dass damit der Weg frei wird, um am international steigenden Preisniveau für Milchprodukte zu partizipieren.
  • Der Beschluss zeigt, dass die Daten vorhanden sind, um Steuerungsmassnahmen auf der Menge umzusetzen. Damit ist die Basis für die weitere Anwendung des Instrumentariums der BO Milch gelegt.
  • Indem die Marktentlastung bei den Molkereimilchproduzenten verursachergerecht nach dem 80/20-Schlüssel umgesetzt wird, ist eine wesentliche Forderung seitens der Milchproduzenten erfüllt. Das heisst, dass 80 Prozent der Kosten für den Butterexport jene Organisationen tragen, die ihre Produktion ausgedehnt haben, während 20 Prozent der Kosten linear von allen Organisationen getragen werden müssen.
  • Weil der Rahm aus den Käsereien auch zum Aufbau der Butterlager beigetragen hat, tragen diese auf der ohne Silagefütterung produzierten Milch 4 Millionen Franken zur Marktentlastung bei.

Die Organisation Schweizer Milchproduzenten SMP nimmt befriedigt zur Kenntnis, dass damit die Resolution, welche die SMP-Delegierten am 21. April 2010 zuhanden der BO Milch verabschiedeten, ihre Wirkung erzielt hat. Die SMP erwartet nun, dass die Marktorganisationen die Kosten der Marktentlastung ebenfalls verursachergerecht auf die ihnen angeschlossenen Milchproduzenten umlegen.

Auf der Basis der jüngsten Beschlüsse wird sich die SMP weiterhin voll dafür einsetzen, dass die BO Milch die ihr zur Verfügung stehenden Instrumente konsequent anwendet.

Aus­künf­te

Albert Rösti
Direktor SMP
Telefon 031 359 52 11 /  Mobile 079 255 88 56
E-Mail albert.roesti@swissmilk.ch

Christoph Grosjean-Sommer
Kommunikation Wirtschaft und Politik
Telefon 031 359 53 18 / Mobile 079 645 81 36
E-Mail christoph.grosjean@swissmilk.ch

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