Ernährungsfachleute

Laktoseintoleranz

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Laktoseintoleranz

Beraten Sie regelmässig Personen mit Laktoseintoleranz? Für diese kann der Alltag unangenehm sein. Um Sie im Beratungsgespräch zu unterstützen, bieten wir verschiedene Hilfsmittel an.

Zu wenig Laktase, zu viel Laktose

Babys starten mit einer guten Produktion des milchzuckerspaltenden Enzyms Laktase ins Leben. Das ist notwendig, denn sonst würden sie die Muttermilch nicht vertragen. Doch im Laufe des Lebens produziert der Körper weniger Laktase. Er kann dann auf zu viel Milchzucker überempfindlich reagieren. Dies äussert sich in Bauchschmerzen, Blähungen und Durchfall. Eine Laktoseintoleranz kann aber auch als «Nebenerscheinung» eines Darmleidens auftreten und vergeht wieder, sobald dieses abgeklungen ist.

Fach-Dokumentation

Bauchschmerzen und Blähungen nach dem Essen können ganz unterschiedliche Ursachen haben. Treten diese regelmässig auf, sollten sich Betroffene testen lassen. Welche Tests es gibt und wie diese zu bewerten sind, finden Sie in den Beratungsunterlagen. Ebenfalls gibt es Infos zu den typischen Symptomen, den Differenzialdiagnosen, zu den geeigneten Milchprodukten sowie ein Hilfsmittel für die Ernährungstherapie.

Dokumentation für Fachpersonen

Patienten-Dokumentation

Milchzucker kommt natürlicherweise in der Milch von Säugetieren wie Kühen, Schafen oder Ziegen vor. Jedoch ist er in keinem anderen natürlichen tierischen oder pflanzlichen Lebensmittel wie Fleisch oder Gemüse zu finden. Auf den Info- und Arbeitsblättern finden Sie unter anderem die Laktosegehalte in Milchprodukten, Informationen zur Verdauung von Milchzucker und zur laktosefreien Ernährung sowie Rezeptideen.

Laktose-Spaltung ohne und mit Laktoseintoleranz bei gesunden und bei laktoseintoleranten Menschen.

Laktose-Spaltung ohne und mit Laktoseintoleranz bei gesunden und bei laktoseintoleranten Menschen.

Dokumentation für Patienten

Broschüre Laktoseintoleranz

Geeignete Milchprodukte

Auf Milchprodukte sollte niemand verzichten, da sie wichtige natürliche Nährstoffspender sind – unter anderem für Eiweiss, Fettsäuren, Kalzium, Magnesium, Jod, Zink, Kalium, Phosphor sowie die Vitamine A, B₂ und B₁₂. Die meisten Laktoseintoleranten vertragen eine bestimmte Menge Milchzucker. Generell gilt:

  • Milch und Frischkäse wie Quark oder Hüttenkäse können durch laktosefreie Varianten ersetzt werden.
  • Joghurt wird oft gut vertragen, denn ein Teil des Milchzuckers wird während der Fermentation abgebaut. Zudem helfen die enthaltenen Milchsäurebak­terien bei der Verdauung.
  • Gereifte Käse wie Emmentaler oder Tilsiter sind problemlos verträglich, denn sie sind laktosefrei – das gilt auch für Fondue- und Raclettekäse.
  • Weichkäse wie Brie oder Camembert enthalten Laktose höchstens noch in Spuren.
  • Butter enthält kaum Milchzucker und wird in der Regel gut vertragen.

Was ist Laktoseintoleranz?

Von Natur aus laktosefrei:

  • Wasser, Mineralwasser, Tee, Kaffee

  • alle Früchte- und Gemüsesorten, Frucht- und Gemüsesäfte, Kräuter

  • alle Getreidesorten, Teigwaren, Kartoffeln

  • Brot ohne Milchzusatz

  • Hülsenfrüchte wie Linsen, Bohnen, Kichererbsen

  • Fleisch, Geflügel, Fisch, Eier, Tofu, Quorn, Seitan

  • Nüsse, Samen, Kerne, alle rein pflanzlichen Fette und Öle

  • Honig, Melasse, Haushaltszucker

  • reines Speisesalz, reine Gewürze, reine Kräutermischungen

Laktoseintoleranz

Mehr Informationen für Patienten und Interessierte.