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Milch­ei­weis­sall­er­gieUn­ver­träg­lich­keit beim Baby

Milcheiweissallergie oder Kuhmilcheiweissallergie ist eine Allergie gegen bestimmte Eiweisse in der Milch. Sie betrifft fast nur Säuglinge. Unter Therapie verwächst die Allergie meistens.

Milcheiweisallergie beim Säugling ist therapierbar.

Gut zu wissen:

  • Betrifft fast nur Säuglinge und Kleinkinder.
  • Ärztliche Kontrolle notwendig.
  • Gute Heilungschancen.
  • Milcheiweissallergie ist keine Laktoseintoleranz.

All­er­gie­aus­lö­ser Milch­ei­weiss

In der Kuhmilch befinden sich die Allergieauslöser Kasein (80% des Gesamteiweisses) sowie die Molkenproteine, Alfa-Laktalbumin und Beta-Laktoglobulin. Kasein kommt in allen Tiermilchen vor, also auch in Ziegen-, Schaf- und Stutenmilch. Alfa-Laktalbumin und Beta-Laktoglobulin sind nur in der Kuhmilch zu finden. Die meisten betroffenen Kinder reagieren nicht allein auf ein bestimmtes Milcheiweiss. Meist werden mehrere Allergene der Milch nicht vertragen, deshalb muss fast jegliche Art von Tiermilch gemieden werden.

Ausnahme

Reagiert Ihr Kind nur auf Alfa-Laktalbumin und/oder Beta-Laktoglobulin allergisch, aber nicht auf das Kasein, können Sie gekochte oder verbackenen Kuhmilch, wie zum Beispiel im Zopf, sowie Käse und Jogurt vertragen. Dies sollten Sie genau abklären.

Warum Säug­lin­ge?

Milcheiweiss ist das erste Fremdeiweiss, mit dem ein Baby in Berührung kommt. Deshalb ist die Milcheiweissallergie die häufigste Nahrungsmittelallergie im Säuglingsalter: Etwa 2 bis 3% sind betroffen. Durch die Reifung der Darmschleimhaut verlieren die Kinder zu 50% bis zum ersten Geburtstag und zu rund 90% bis zum Schuleintritt die Allergie wieder.

Symptome Milch­ei­weis­sall­er­gie

Bei der Milcheiweissunverträglichkeit können einerseits Sofortreaktionen (innerhalb 2 Stunden) wie Hautausschlag und Juckreiz oder Atembeschwerden bis hin zum anaphylaktischen Schock auftreten. Andererseits können Spätreaktionen (nach 6-48 Stunden bis zu einer Woche) auftreten. Spätreaktionen betreffen meist das Verdauungssystem (z.B. Bauchkoliken, Durchfall). In jedem Fall muss eine Fachperson konsultiert werden.

Diagnose nur durch Arzt

Aufgrund verschiedener Typen und Symptome ist die Diagnose Kuhmilcheiweissallergie nicht einfach. Deshalb sollten Sie eine Fachperson hinzuziehen und sich beraten lassen. Je nachdem, wie schwerwiegend die Allergie ausfällt, muss Ihr Kind lange auf Milchprodukte verzichten. Ein von einer Fachperson ausgeführter Test entscheidet, ob Milchprodukte wieder in die Ernährung eingeführt werden können oder die Karenzzeit (ca. 6 bis 12 Monate) verlängert wird. Verzichten sollte Ihr Kind so lange, bis die Allergie ausgewachsen ist.

Milch­ei­weiss oder Laktose?

Die beiden Nahrungsmittelunverträglichkeiten Milcheiweissallergie und Laktoseintoleranz können leicht verwechselt werden, da sie ähnliche Symptome hervorrufen. Bei der Laktoseintoleranz handelt es sich um die Unverträglichkeit von Milchzucker, die vor allem im Erwachsenenalter auftreten kann. In diesem Fall sollte man aber nicht auf Milchprodukte verzichten, sondern die Ernährung anpassen.

Haben Sie Fragen?

Susann Wit­ten­berg

Oecotrophologin BSc
Telefon 031 359 57 57
ernaehrungsberatung@swissmilk.ch

Regula Thut Borner

dipl. Ernährungsberaterin HF
Telefon 031 359 57 58
ernaehrungsberatung@swissmilk.ch

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