Quelle: Milchpraxis, 1-2012
Festliegende Kühe treten vor allem rund um das Abkalben auf. Der häufigste Grund ist Kalziummangel. Es gibt aber noch viele andere Ursachen, die dazu führen können, dass eine Kuh nicht oder nur
sehr schwer aufstehen kann.
Fütterung & Tierhaltung
Milchproduktion
Tiergerechte Fütterung und optimale Tierhaltung ergeben hohe Tierleistungen. Täglich gilt es, die Tiere zu beobachten, die Beobachtungen richtig zu interpretieren und die nötigen Massnahmen zu treffen.
Tiere fachgerecht füttern und halten
Die art- und tiergerechte Fütterung ist die Grundlage für gesunde und leistungsfähige Tiere. Saubere, gut belüftete, geräumige und helle Ställe sowie trockene Liegeplätze sind das A und O einer fachgerechten Tierhaltung. Ein optimales Stallklima, gute Stallhygiene sowie gesunde und gepflegte Tiere sind wichtig für eine qualitative und wirtschaftliche Milchproduktion. Täglich gilt es, die Tiere zu beobachten, die Beobachtungen richtig zu interpretieren und die nötigen Massnahmen zu treffen. Fehlerhafte Milch kommt nicht in Verkehr. Mit regelmässiger Kontrolle der Euter kann einwandfreie, zellarme Milch sichergestellt werden. Im Notfall werden Tierarzneimittel gezielt und fachgerecht eingesetzt.
Fachinformationen
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Quelle: Milchpraxis, 1-2012
Die Investition in ein automatisches Melkverfahren geht häufig mit dem Wunsch für eine bessere Eutergesundheit einher. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass Mastitisprobleme auch vor Roboterbetrieben nicht haltmachen. Umso wichtiger ist es, die speziell in diesen Systemen auftretenden Risiken für die Eutergesundheit zu kennen, zu vermeiden oder doch zumindest weitestgehend zu minimieren.
Quelle: Bayerisches Wochenblatt, 30. 3. 2012
Botulismus ist keine Infektionskrankheit. Verursacher sind Clostridien, die Vergiftungen hervorrufen. Unter Luftabschluss ist es diesen möglich, ein Nervengift zu produzieren. Noch viel Forschungsarbeit wird zu leisten sein, um das tatsächliche Gefahrenpotenzial, das von Clostridium botulinum ausgeht, richtig einzuschätzen.
Quelle: die grüne, 7-2012
Schwache Brunsten sind ein häufiges Problem in der Milchviehzucht. Oft sind nicht die Kühe, welche die Brunst nicht zeigen, das Problem, sondern der Mensch, der die Brunstsymptome nicht sieht. Das wichtigste Hilfsmittel im Fruchtbarkeitsmanagement ist eine konsequente Brunstbeobachtung mit einer lückenlosen Aufzeichnung.
Quelle: Milchpraxis, 1-2012
Die Überwachung von Tiergesundheit und Tierproduktivität ist ein wichtiges Element der modernen Milchviehhaltung. Moderne Milchkühe sind leistungsbereiter, tolerieren aber Störungen weniger gut als Kühe noch vor wenigen Generationen. Ihr aktueller Zustand muss daher kontinuierlich überwacht werden, um bei Abweichungen schnell Maßnahmen ergreifen zu können.
Quelle: Milchpraxis 1-2012
Entzündungen der Gebärmutter werden als Ursache für verschlechterte Fruchtbarkeitsleistungen bzw. Fruchtbarkeitsstörungen der Kühe oftmals vernachlässigt. Denn Gebärmutterentzündungen treten im Allgemeinen bereits in den ersten drei Wochen der Laktation auf. Die Auswirkungen dieser Entzündungen werden allerdings erst im späteren Verlauf der Laktation deutlich, wenn sich die Rastzeit der erkrankten Tiere verlängert und der Besamungsaufwand steigt.
Bayerisches Landwirtschaftliches Wochenblatt 6.1.2012
Die Vorbereitung auf die kommende Laktation fängt bereits einige Zeit vor dem Abkalben an. Neben Haltung und Management ist die Fütterung zu Beginn des TrockenstelIens bis zu den ersten Wochen nach der Kalbung entscheidend für die Tiergesundheit, Fruchtbarkeit und Milchleistung.
Quelle: Bayerisches Landwirtschaftliches Wochenblatt, 21.10.2011
Ob klinische oder subklinische Mastitis, sie kostet den Milchviehhalter eine Stange Geld. Oft setzen sie sich zudem hartnäckig im Bestand fest. Die Erreger sind nur schwer ausfindig zu machen. Gemeinsam mit einem bestandsbetreuenden Tierarzt hat man jedoch die Chance, Problemen Herr zu werden.
Quelle: die grüne, 20.10.2011
Zusammen mit dem Leistungsvermögen spielt die Nutzungsdauer der Milchkühe eine entscheidende Rolle für die Wirtschaftlichkeit der Milchproduktion. Je nach Philosophie und Prioritätensetzung eines Betriebs ist die optimale Nutzungsdauer unterschiedlich. Nicht auf jedem Betrieb ist die maximale Nutzungsdauer optimal.
Quelle: die grüne, 19-2011
Die Rinderflechte ist eine der häufigsten Hautkrankheiten und befällt vor allem Jungtiere. Sie darf nicht unterschätzt werden, weil sie sich rasch weiterverbreitet und auf den Menschen übertragbar ist. Die Rinderflechte ist eine Faktorenkrankheit, weshalb in erster Linie Fütterung und Haltung überprüft werden müssen.
Quelle: die grüne, 22-2011
Das Trockenstellen ist nicht nur mit dem Applizieren eines Antibiotikums und der Melkpause gemacht: Schon die gute Beobachtung während der Laktation, die passende Vorbereitung vor dem Ergalten, eine gute Hygiene und regelmässige Kontrollen sind wichtige Grundsteine für eine problemlose Galtphase.
Quelle: UFA-Revue, 10-2011
Die Gehaltsbezahlung der Käsereimilch macht es interessant, den Eiweissanteil in der Milch zu erhöhen. Bei verhältnismässig sinkendem Fettgehalt verbessern sich dabei die Milchleistung und Fruchtbarkeit tendenziell. Im Trend sind Rassenkreuzungen und in einigen Ländern erfolgt die Zuchtwertschätzung anhand von Reineiweiss, weil so der wertvolle Kaseinanteil besser beeinflusst werden könne.
Quelle: UFA-Revue, 6-2011
Die Mastitis-Identifikation erlaubt es, sich anbahnende Bestandesprobleme frühzeitig zu erkennen und liefert für eine Sanierung die nötigen Informationen zum Erregerspektrum. Ferner ermöglicht sie die Überwachung sanierter Betriebe. Zur Interpretation der Analysen und zur Auswahl geeigneter Massnahmen wird am besten der Tierarzt beigezogen.
Quelle: die grüne, 4-2011
Die ersten Lebensstunden nach der Geburt des Kalbs entscheiden über den weiteren Verlauf der ersten Lebenstage. Unmittelbar nach der Geburt muss die Atmung stimuliert und der Nabel kontrolliert sowie das Kalb in der Abtrocknung unterstützt und erstes Kolostrum verabreicht werden.
Quelle: Milchpraxis, 2-2011
Sojaschrot ist nach wie vor das wichtigste Einzelfuttermittel in der EU. Mittlerweile wird der größte Anteil der weltweiten Sojaanbaufläche (ca. 92 %) mit gentechnisch veränderten Sorten (GVO) bestellt. Darüber hinaus dürfte es für konventionelle Sojasorten immer schwieriger werden, da die Soja-Exportnationen den Anbau von GV-Soja ausweiten. Auch aus diesem Grund haben viele Landwirte bereits heute schon den Sojaeinsatz in der Milchkuhfütterung deutlich verringert - zugunsten von Rapsextraktionsschrot.
Quelle: die grüne, 2-2011
Die zunehmenden Importe von Proteinträgern in die Schweiz sind mit Risiken verbunden. Mit einer graslandbasierten Fütterungsstrategie lässt sich Milch auch ohne betriebsfremdes Protein produzieren. Bei gutem Weidemanagement haben weder die Milchleistung noch die Fruchtbarkeit oder die Gesundheit unter der extensiven Fütterung gelitten.
Quelle: UFA-Revue 2-2011
Fruchtbarkeitsstörungen lassen sich beim Milchvieh prinzipiell in drei verschiedene Kategorien einteilen: kein Zyklus, stille Brunst und Umrindern. Will man die Störungen verstehen, so ist es unerlässlich, den "normalen". Fruchtbarkeitszyklus zu kennen. Dafür sind nur wenige Organe und einige Hormone verantwortlich.
Quelle: Milchpraxis, 2-2011
Lohnt es sich, bei jeder Mastitis eine Milchprobe zur bakteriologischen Untersuchung zu schicken? Wie sieht es aus, wenn mehrere Tiere an Euterentzündungen erkranken oder viele subklinische Fälle auftreten und die Tankzellzahlen erhöht sind? In welchem Umfang sollten Milchproben gezogen und mit welchen Methoden untersucht werden, um möglichst effizient ein Bestandsproblem zu lösen?
Quelle: SMP, 2/2002
Der Milchproduzent sorgt dafür, dass nur Milch von gesunden Kühen in den Verkehr gelangt und Euterentzündungen höchstens als Einzeltiererkrankungen auftreten. Wegen häufig unbefriedigenden Resultaten von Mastitisbehandlungen ist das Hauptgewicht der Mastitisbekämpfung auf das Ausschalten von Risikofaktoren und das Vermeiden von Neuinfektionen zu legen.
Quelle: die grüne, 11/2010
Erste Ergebnisse des Weidekuhprojekts zeigen, welche Merkmale eine Weidekuh auszeichnen: Sie ist gesund, fruchtbar und veredelt Gras möglichst effizient in möglichst viel Milch mit hohen Inhaltsstoffen. Nun fehlen noch die notwendigen Instrumente, um Weidemerkmale messen und beschreiben zu können.
Quelle: ALP, aktuell, 35/2009
Die Schotte ist ein wertvolles Nebenprodukt der Käseherstellung. Neben der Entsorgung bestehen verschiedenste Verwertungsmöglichkeiten: Isolieren des Proteins und deren Weiterverwendung,
Einsatz als Lebens- oder Futtermittel, Energiegewinnung (Biogas, Bioethanol) sowie Kompostierung. Die Verwertung von frischer Schotte in der Tierernährung ist sinnvoll, aber nicht immer unproblematisch.
Quelle: ALP, aktuell, 36/2010
Beim Fütterungssystem Weide steht die optimale Verwertung des kostengünstigen Grünfutters im Vordergrund. Im Vergleich zur Fütterung an der Krippe sind jedoch in den meisten Fällen die Qualität und das Angebot von Weidegras weniger gut bekannt und grossen Schwankungen unterworfen.
Quelle: UFA-Revue, 4/2010
Neben grossen finanziellen Verlusten führen lang andauernde Tiergesundheitsprobleme meist zu massiven Beeinträchtigungen der Arbeitszufriedenheit und bergen ein hohes Potenzial an Frustration. Das muss nicht sein! Eine Schwachstellenanalyse kann bei gehäuft auftretenden Erkrankungen frühzeitig Lösungsansätze aufzeigen und vor Schlimmerem bewahren.
Quelle: UFA-Revue, 1/2009
Milch, die für die Herstellung von Halbhart- und Hartkäse aus Rohmilch bestimmt ist, muss hohen Anforderungen genügen. In der Käserei gefürchtet sind die Blähungserreger, insbesondere die Buttersäuresporen, die zum Beispiel in Silage vorkommen. Sporenarme Milch lässt sich produzieren, indem die bekannten Hygienemassnahmen konsequent umgesetzt werden.
Quelle: Landfreund, 2/2010
Atemwegserkrankungen zählen zu den häufigsten Erkrankungen und können zu grossen wirtschaftlichen Verlusten führen. Verursacht wird eine Erkrankung durch Bakterien oder Viren. Doch Nutztiere werden erst krank, wenn mehrere Voraussetzungen für eine Infektion gegeben sind. Worauf müssen Sie achten, damit Ihre Tiere gesund bleiben? Wichtig ist frische Luft, aber keine Zugluft.
Quelle: Agrarforschung Schweiz, 1/2010
Ist eine negative Energiebilanz bei Hochleistungskühen zu Beginn der Laktation so gut wie unvermeidbar, so scheint diese Situation ab dem 3. Laktationsmonat doch weniger problematisch zu sein. Auf der Alp oder während Phasen mit schwierigen Weidebedingungen kann diese Situation jedoch durchaus eintreten.
Quelle: ALP, 2006
Euterentzündungen bei der Milchkuh gehen immer mit einer Leistungseinbusse
der betroffenen Viertel einher. Am deutlichsten ist dieser Rückgang bei offensichtlichen (klinischen) Euterentzündungen. Doch auch versteckte (subklinische) Entzündungen sind zum Teil mit wesentlichen Leistungseinbussen verbunden. Diese Einbussen können bis zu 40% betragen. Durch Leistungseinbussen, verkürzte Nutzungsdauer der betroffenen Tiere, durch Tierarzt-
und Medikamentenkosten sowie durch Milchgeldverlust wegen Behandlungen gehen den Milchproduzenten im Durchschnitt Beträge von mindestens CHF 150.- pro Kuh und Jahr verloren.
Gesunde Euter sind daher eine wichtige Voraussetzung für eine wirtschaftlich erfolgreiche Milchproduktion.









