Stimmt
Milch von Braunvieh ist beim Käser beliebt. Sie hat den höchsten Gehalt und die beste Zusammensetzung an Proteinen. Die Käseausbeute ist grösser.
In der Schweiz gibt es hauptsächlich vier Rinderrassen. Das Simmentaler Fleckvieh, das Braunvieh, das Schwarzfleck- oder Holsteinvieh und das Eringervieh.
Die reinen Rassen haben an Bedeutung verloren. So wird heute vor allem in "Milchrassen" für optimale Milchleistung, in "Mastrassen" mit möglichst hohem und qualitativ gutem Fleischertrag und in "Zweinutzungsrassen" eingeteilt. Die meisten einheimischen Rinder gehören zu dieser kombinierten Rasse..
Den grössten Anteil aller Rinder in der Schweiz macht das Schweizer Fleckvieh aus. Diese Rinderrasse entwickelte sich im Berner Oberland aus dem Simmentaler Fleckvieh und verschiedenen lokalen Schlägen. Das ursprüngliche Simmentaler Fleckvieh existiert nur noch in kleinen Beständen. Die Ein-
kreuzungen mit der amerikanischen Red-Holstein-Rasse bezwecken eine Verbesserung der Milchleistung und der Melkbarkeit, ohne Verlust der guten Fleischleistung.
Das Schweizer Braunvieh entwickelte sich in der Zentralschweiz, vorab im Kanton Schwyz. Vor über 100 Jahren wurden Schwyzer Braunviehkühe in die USA exportiert und bildeten dort den Grundstein der amerikanischen Braunvieh-Population. Durch Rückkreuzungen wurden diese Kühe wieder in die Schweiz gebracht. Durch die Einkreuzungen mit der amerikanischen Brown-Swiss-Rasse wurde die Milchleistung verbessert. Die ursprüngliche Schwyzer Rasse ist allerdings kaum mehr vorhanden.
Die dritthäufigste Rinderrasse der Schweiz ist das Schwarzfleck- oder Holsteinvieh. Das Freiburger Schwarzfleckvieh ist mit dem Simmentaler Fleckvieh nahe verwandt. Es war vor allem im Kanton Freiburg sowie im Basler und im Neuenburger Jura weit verbreitet. Ab 1965 begann die systematische Einkreuzung mit dem nordamerikanischen Holstein-Typ. Damit entstand eine leistungsfähige Milchkuh.
Die Eringer aus dem Wallis machen nur knapp 1% des Schweizer Rinderbestandes aus. Sie werden auch Race alpestre d´Hérens genannt und sind praktisch nur in den französischsprachigen Seitentälern des Wallis verbreitet. Sie sind klein, robust und widerstandsfähig, was für Gebirgsrassen typisch ist. Zudem gelten die Eringer als traditionelle Kampfkühe, was sie zu einer Dreinutzungsrasse macht: Kampf, Fleisch und Milch.
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