Rassen, Rinder, Riesenhunger
Kühe prägen das Bild der Schweiz. Sie machen aus dem Grasland ein Milchland. Ein Überblick der Schweizer Rassen, wie das Kalb zur Kuh wird und was an Futter täglich nötig ist.
Ohne Schweizer Kühe keine Schweizer Milch
Kühe prägen das Bild im Grasland Schweiz.
70% der landwirtschaftlichen Nutzfläche in der Schweiz ist Grasland. Das entspricht einem Drittel der gesamten Fläche der Schweiz. Diese Tatsache macht sie zu einem Grasland und damit zum idealen Ort für die Milchwirtschaft. Denn die Kuh kann etwas, das keinem Menschen gelingt: Gras verdauen. Daraus gewinnt sie Nährstoffe und stellt Milch her. Im Durchschnitt gibt eine Kuh 24 Liter Milch am Tag. Dazu braucht sie unter anderem täglich 100 kg Gras.
Die Schweizer Bäuerinnen und Bauern hielten 2010 unverändert rund 1,6 Mio. Stück Rindvieh. Der Bestand an Schweizer Kühen sank hingegen um 19´000 auf 707´000 Stück. Das entspricht dem Niveau von 2007, wie aus dem Agrarbericht 2010 hervorgeht.
Schweizer Kühe: von der Beute zum Nutztier
Die Kuh begleitet den Menschen seit langem. Bereits vor 10´000 Jahren waren die Auerochsen eine wertvolle Beute. Diese Vorfahren der Hausrinder lieferten Fleisch für Nahrung, aber auch Fell, Leder und Wollhaar für Kleidung und Behausung. Aus Knochen und Horn stellten die Menschen Werkzeuge und Schmuck her. Vor rund 8´500 Jahren wurden die Hausrinder gezähmt. Das ermöglichte, Kühe auch lebend zu nutzen. Als Milchlieferant, später auch als Zug-, Trag-, Reit- oder Kampftier.
Stimmt es, dass Schweizer Bauern ihren Kühen eine Rindvieh-Wellness-Behandlung schenken?
SchliessenIm Simmental reisen zwischen Oktober und Dezember die Kuhcoiffeure zu den Bauern und frisieren rund 4000 Milchkühe. Dieses einmalige Projekt nennt sich Rindvieh-Wellness. Denn das Scheren der im Sommer länger gewachsenen Haare tut den Viechern wohl und tötet auch gleich noch lästige Parasiten.